Bukit Lawang – auf den Spuren der Orang Utans

Ein Tag und neun Stunden unterwegs

von Münster, zuletzt in einem Flieger nach Medan auf Sumatra, wo wir die einzigen „Westlichen“ waren. In einem Auto mit einem Fahrer, der die Hupe häufiger benutzte als die Bremse, durch den Dschungel auf Straßen, die den Namen nicht verdienen. Mitten in der Nacht mit den schweren Rucksäcken über eine wacklige Brücke „self-made“ einen reißenden Fluss überqueren. Und dann endlich, endlich da. Am anderen Ende der Welt. Mitten im Nirgendwo mit dem Sound des Dschungels auf den Ohren. Yeah!
Nach der freundlichen Begrüßung im Junia Guesthouse (6,50€/ Nacht) unter anderem auch von einer niedlichen Baby-Katze sind wir ins Bett gefallen und haben erstmal ausgeschlafen…
Am nächsten Tag mussten wir feststellen, dass uns Bukit Lawang auch im Hellen gefiel. Viele Hütten direkt an einem Fluss gelegen, etwas Müll hier und da wie in Südostasien üblich, nette Menschen, saftiges Grün überall. Ab und zu ein Reifen mit Passagier auf dem Fluss. Nachmittags ein Regenschauer. Es heißt ja auch „Regen“-Wald und das kühlt die Luft etwas ab. Schön!

Dann ging es endlich los.

Nächster Tag, 8:00 Uhr morgens, bereit für den Dschungel. Für die Orang Utans. Deswegen wollten wir hierher.
Los ging es dann tatsächlich erst um 8:30 mit einem anderen deutschen netten Paar (Tobias & Isabelle) und Imam, unser Guide vom Junia Guesthouse. „Packen wir’s“ und „Langsam aber schnell“ waren seine deutschen Lieblingssätze. Er war wirklich verrückt drauf und das hat Spaß gemacht.
Direkt nach der „Dschungel-Grenze“ ging es super steil rauf. Und runter. Klettern, dreckig machen, schwitzen. Wahnsinn, hätten wir nicht gedacht.

Der Dschungel an sich war ein Traum.

Riesige Bäume, alles so grün, überall wächst was, matschig, Wurzeln und Lianen als Kletterhilfe, hier und da ein kleiner Bach und überall dieses laute Zirpen von den Zirkaden. So wie im Bilderbuch und doch noch so viel eindrucksvoller, auf Fotos nicht festzuhalten. Wir hätten nicht gedacht, dass wir so beeindruckt sind, wo wir doch dachten schon mal in einem Dschungel gewesen zu sein (Thailand).

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Und dann nach noch nicht einmal einer Stunde der erste Orang Utan. Wow.

Es folgten noch viele, bestimmt zehn. Viele mit Babys. Man muss dazu sagen, dass meistens wenn wir einen Orang Utan trafen auch andere  Gruppen da waren. Die Orang Utans waren sehr zutraulich, kennen die Plätze. Es handelt sich bei diesen um die 1972 Ausgewilderten mit ihren Kindern, die dann in der Wildnis geboren sind. Die ganz Wilden bekamen wir nicht zu sehen, auch kein Männchen.

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Weiterhin sahen wir einen Hornbill (Vogel) und einen Peacock (Pfau). Beides sehr selten und unser Guide war richtig happy. Und riesige Ameisen waren überall, sowie riesige Schmetterlinge und Mücken.

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Ein Peacock (Pfau). Seine Rufe hallen durch den ganzen Dschungel.

 

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Zwei Hornbills. Wenn sie fliegen, dann macht das laute Flügelgeräusche. Nur wenige schaffen es ein Bild zu schießen.

 

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Thomas-Langur. Diese Art lebt nur in Nord-Sumatra. Uns kamen sie ganz nah. Sehr süß!

Nach einem sehr steilen Anstieg konnten wir Dschungel-Aussicht genießen und dann ging es bergab bis zum Fluss, der auch durch Bukit Lawang fließt. Durch den mussten wir dann barfuß zweimal durchwaten und waren in unserem „Camp“.
Die Zelte waren lediglich Plastikplanen, die Matten waren solche Selbstaufblasbaren kaputten, die stanken. Wir waren richtig unglücklich mit unserer Situation. Augen zu und durch.
Nach einem wirklich sehr großen vielfältigen Abendessen, erlebten wir dann unsere Horror-Nacht. Aber im Nachhinein ist es doch alles nicht mehr so schlimm.

Unser Deluxe-Zimmer :D
Unser Deluxe-Zimmer :D

In unserem Camp hatten wir auch noch Besuch:

Jacky mit Baby und 7jährigem Kind. Die drei waren herzzereißend. So nah waren wir einem Orang Utan noch nie. Gerade Jacky verhielt sich so menschlich, wie sie schaute wo die Guides sind um vielleicht doch noch schnell zu den Keksen zu schleichen. Schließlich kam sie zu uns und klaute meinen Kaffee! Ein Schluck und weggekippt das Zeug.

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Jacky’s Kind.

 

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Jacky mit Baby. Sie waren die ganze Zeit bei uns im Camp :)

Das Gesicht, die Augen, das Verhalten, die Ohren, das Sorgen um das Baby. Sie sind uns so ähnlich und gehören irgendwie in keinen Zoo. Man hat das Gefühl sie verstehen uns. Und doch ist es auch beeindruckend wie sie mit ihren vier Armen von Baum zu Baum schwingen und sich an dünnen Ästen zum nächsten Baum fallen lassen.

Die drei waren die ganze Zeit da und haben uns unsere Zeit im Camp echt versüßt!

Früh am Morgen ging es dann zu einem schönen Wasserfall und danach sind wir mit großen zusammengebundenen Reifen circa 45min zurück nach Bukit Lawang getubt. Das war auch ein nasses Abenteuer und war wirklich spaßig!

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Auf dem Fluss sind wir getubt!
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Die Reifen für’s Tuben müssen zwei Stunden den Fluss rauf getragen werden!

In Bukit Lawang haben wir dann geschlafen wie die Babys… Am nächsten Tag wartet schließlich der Toba-See…

 

 

Vorbereitungen für unsere Indonesien Reise

Selamat datang!  …

Indonesia, here we come!

Im Sommer ist Indonesien geplant. Juhu! Flüge sind gebucht, andere Vorbereitungen werden auch schon getroffen :)


Unsere Vorbereitungen für Indonesien

Reiseführer:

Stefan Loose, unser Lieblingsreiseführer

Lonely Planet gibt es auch noch, aber für komplett Indonesien leider nur auf Englisch. Sonst sieht es leider recht mau aus mit Reiseführern für ganz Indonesien. Einzig die Kombi Bali-Lombok wird noch angeboten. Deswegen werden wir ergänzend noch viel im Internet stöbern!

neue Begleiter:

unsere neue GoPro Hero 3+ black (zusammen mit unserer DSLR wird jeder Moment festgehalten!)

Eine gute Kamera ist unserer Meinung nach ein MUSS. Was gibt es schöneres als nach einer Reise alle mit Bildern neidisch zu machen? ÄÄhhhm und natürlich in Erinnerungen zu schwelgen ;)

Wichtig: eine DSLR und auch ActionCams müssen bedient werden können! Da reicht es nicht auf den Auflöser zu drücken. Deswegen: vor der Reise üben und lernen. Wenn nämlich das perfekte Motiv nicht ordentlich festgehalten werden kann, weil man die falsche Einstellung gewählt hat, dann hat sich die teure Investition auch nicht gelohnt!

Sprache:

Bahasa Indonesia, kleine Übersicht bietet Babbel oder große Übersicht die wirklich tolle Website von „the indonesian way“ (english)

Nach unseren Erfahrungen in Kuba (ohne wenigstens ein wenig Spanisch ist man dort hoffnungslos verloren), haben wir geschaut wie es mit Indonesisch aussieht. Und siehe da: lateinische Buchstaben, Aussprache sehr ähnlich zum Deutschen, einfache Grammatik! Das könnte sich lohnen etwas Zeit darein zu investieren und in Kontakt mit den Locals zu kommen!

unsere grob geplante Route:

Kuala Lumpur – Sumatra (Orang utans!) – Java (Yogya!) – Bali (Ubud!) – Lombok (Gili, Kuta, Rinjani!) – Sulawesi (Bunaken!) – Kuala Lumpur

…damit decken wir fast alle großen Inseln ab. Kalimantan (der indonesische Teil Borneos) sparen wir uns, da wir uns für Sumatra entschieden haben und uns die Inseln von den „Attraktionen“ her recht ähnlich erscheinen. Wir planen uns noch ein bisschen Luft ein um eventuell noch Flores mit Komodo besuchen zu können.

Sonst ist es aber schwierig spontan zu bleiben, da die Flüge günstiger sind, wenn man rechtzeitig bucht. Außerdem ist im Sommer Hochsaison, weshalb es mit den Unterkünften schwierig werden kann in bestimmten Gebieten (zB die Gilis).

Wir versuchen daher eine Mischung aus spontan und vorgebucht :)

Unsere Bucket List:

Was alles auf unserer To Do Liste steht… Hoffentlich können wir das meiste abhaken ;)

  • mit einer Schildie um die Wette tauchen
  • einen Vulkan besteigen
  • Surfen lernen/ skillen
  • und nochmal tauchen, tauchen, tauchen, schnorcheln
  • Affen begucken
  • fremde Kulturen verstehen lernen
  • essen, ganz viel lecker essen
  • einen Orang Utan im Dschungel beobachten
  • asiatisches Durcheinander in den Städten belächeln

Indonesien besteht aus über 17.000 Inseln, die sich quasi von Thailand bis fast Australien erstrecken und ist damit wirklich riesig. Jede Insel hat dabei ihren eigenen Charme und ihre eigene Kultur, sodass man jedes mal in eine neue Welt eintaucht. Die Religionen treffen hier auf ihre ganz eigene Art und Weise aufeinander. Vielfältig ist wohl das passendste Wort für Indonesien. Und genau das macht uns so wahnsinnig neugierig!

Wir freuen uns auf: Dschungel, Vulkane, viele verschiedene Kulturen&Religionen, Strand, Meer, Reisterrassen, Tauchen, Tempel, Surfen, Trekking und und und….

Wir sind gespannt und können es kaum erwarten!

Unsere Highlights auf Koh Phangan!

Koh Phangan… Eine unserer liebsten Inseln in Thailand, wenn nicht sogar unsere Nr. 1! Hier unsere Highlights:


Wo haben wir gewohnt?
Buri Rasa am Thong Nai Pan Noi Beach, für 69€ die Nacht (Nebensaison). Wirklich wunderschönes Hotel, wir haben uns wahnsinnig wohl gefühlt, die Bucht ist ein Traum! Die Location ist ein wenig abgelegen, aber Roller kann man überall mieten und dann die Insel erkunden… Und Restaurants, kleine Läden und Ähnliches gibt es genug! Wir fanden den kleinen Ort richtig schön!

Was kann man unternehmen?
Halfmoon-Party!
Es gibt die Fullmoon- und Halfmoon-Party jeweils zu den entsprechenden Mondphasen. Wir haben uns für die Halfmoon entschieden, da sie kleiner ist und im Dschungel stattfindet. Und es ist der Hammer: alles leuchtet im Schwarz-Licht, alle tanzen ausgelassen zu Electro-Beats, alle sind richtig gut drauf. Gut, das mag auch an den Magic Mushrooms liegen, aber wir fanden den Konsum nicht zu übertrieben und hatten Spaß.
Termine: www.halfmoonfestival.com
Wie kommt man hin? Alle Unterkünfte bieten einen Transport an, einfach mal nachfragen ;)
Fullmoon-Party: die findet am Strand Haad Rin statt (der Strand ist nicht so schön)

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Was kann man noch machen, außer Party?
Strand! Wirklich echte Traumstrände warten in Ko Phangan. Am besten man mietet sich einen Roller und fährt die Küste entlang… Gerade an der West-Seite Richtung Norden löst ein Paradies das nächste ab. Am schönsten Strand fanden wir Thong Nai Pan Noi, wo sich auch unser Hotel befand. In der Nebensaison waren wir häufig sogar fast alleine.
Hier ein paar Bilder zum Anreiz:

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Was ist in Thong Sala los?
Die kleine Stadt wo auch die Fähre anlegt ist nicht sehr hübsch, aber für eine kleinen Besuch lohnt es sich schon: auf dem Markt was essen, ein bisschen Souvenir-Shoppen, die Weiterreise planen…


Und wie findet man sich zurecht?
Unser Reiseführer von Stefan Loose hat uns sehr geholfen, außerdem gibt es überall Karten, die wirklich hilfreich sind!

 

Also Koh Phangan war für uns wirklich richtig toll mit vielen schönen Highlights.
Die Insel hat mehr zu bieten als nur Party!