St. Peter-Ording in 4min und 35sec

Die Sonne kitzelt auf der Haut, der Wind zersaust das Haar, die Lippen schmecken nach Salz, die Weite lädt zum Tanzen ein. Das ist die Nordsee!

Ein Video sagt mehr als Worte…

Also angucken, genießen, träumen und sich vielleicht bald mal auf den Weg machen nach St. Peter-Ording um so richtig durchzuatmen :)

 

St. Peter-Ording – der hohe Norden

… gedreht wurde mit unserer neuen GoPro Hero 3+ black und mit der Nikon D5100.


Sankt Peter-Ording

liegt im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein. Es hat als einziges deutsches Seebad eine eigene Schwefelquelle und trägt daher die Bezeichnung „Nordseeheil- und Schwefelbad“.

Charakteristisch für St. Peter-Ording, kurz St. Peter und ganz kurz SPO, sind der Strand: Etwa 12km lang und bis zu 2km Kilometer breit. Sowie die Dünen, die Salzwiesen und die für diesen Landstrich untypische, nachträglich angepflanzte Bewaldung, die hauptsächlich aus Kiefern besteht.

Typisch sind die Pfahlbauten, die es sonst in dieser Form nirgendwo auf der Welt gibt. Auf die vier Strandbereiche verteilt stehen rund 1.400 Strandkörbe. Auch die vielen Kitesurfer sind aus St. Peter nicht mehr wegzudenken.

 

Viñales – 3 Tage in einem verzaubertem Tal

Viñales ist eine Ortschaft, die in der kubanischen Provinz Pinar del Río liegt und vom gleichnamigen Tal Valle de Viñales umgeben ist. Das typische Aussehen der Landschaft wird durch die Kegelkarstberge gebildet, die „Mogotes“.

Wir waren für knapp 3 Tage an diesem wundervollen Ort und sind begeistert!


Erster Tag

Ankunft. Wir sind von Havanna hierher gefahren mit einem Taxi, dass wir uns mit einem anderen Paar geteilt haben. Man kann aber auch den Bus nehmen (Viazul). Der Busbahnhof liegt leider einige Kilometer von Habana Vieja entfernt, sodass wir am gleichen Tag der Abfahrt es gar nicht erst versucht haben noch ein Ticket zu bekommen (telefonisch vorreservieren ging irgendwie nicht). Schade, aber ok, so ist es halt.
Auf der Fahrt nach Viñales hat sich die Landschaft schnell verändert: immer weniger Autos, immer mehr grün und immer häufiger Pferde, die alte Karren hinter sich herziehen. Wie aus einer anderen Zeit.

Nach einer entspannten Fahrt Ankunft bei unserer Unterkunft Casa Oreste El Pelotero, die wir schon vor ein paar Tagen gebucht hatten.Dieses Casa particular ist einfach toll! Die Besitzer waren super nett (aber, achtung, keiner kann englisch :D ), es war schön gelegen und Lourdes hat sich direkt mit uns zusammen gesetzt um unseren Aufenthalt zu planen.
Oreste war am Anfang etwas wortkarg, aber gegen Ende zeigte er uns Zeitungsausschnitte aus seiner Baseball-Star-Zeit. Er hat uns viel erzählt über das Leben in Kuba und hat sich ganz viel Mühe gegeben langsam zu reden. Mein Spanisch ist nämlich doch eher lückenhaft ;)
Das Essen war auch super lecker, die Zimmer sauber und ausreichend groß, sogar mit AC. Wir waren richtig glücklich mit unserer Wahl.

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Dann ging es nachmittags direkt los: Kleine Rundfahrt durch das Tal mit einem Fahrer, den Lourdes uns organisierte. Also stiegen wir in die alte Moskwitsch ein, auf die der Fahrer so stolz war und klapperten die Sehenswürdigkeiten ab:

Cueva del Indio

Cueva del Indio
Eine nette kleine Höhle, betoniert und mit elektrisch Licht ausgeleuchtet. Eintritt: 5 CUC. Der Spaziergang hindurch dauert nur wenige Minuten, dann geht es auf ein Boot, was mal was anderes ist. Wir finden 5 CUC trotzdem zu teuer für das kurze Vergnügen. Und lasst euch nicht von kleinen Jungen bequatschen, die sich als Guide ausgeben und dann nochmal 1 CUC verlangen ;)

Cueva de San Miguel

Cueva de San Miguel
Naja, die erste Höhle war schon nicht so toll, aber die hier lohnt sich noch weniger. Die Höhle besteht aus einem Gang auf die andere Seite des Felsens, wo ein kleiner Schauplatz mit Indianern aufgebaut ist. Kurz gucken und wieder zurück. Im Eintritt mit drin war ein kleines Getränk und Mücken inklusive. Hat sich irgendwie nicht gelohnt.

Mural

Mural de la Prehistoria
Eine riesige Wand, wo ein Bild wie von kleinen Kindern drauf gemalt ist mit bunten Dinos etc. Man kann auch nochmal Eintritt bezahlen und ganz nah ran. Wir finden es reicht von weitem ein Blick drauf zu werfen und weiter zu fahren ;)

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Aussicht vom Hotel Los Jazmines
Traumhaft! Von hier hat man einen tollen Blick aufs Tal. Man muss nichts bezahlen, das Hotel auch nicht mal betreten. Es ist richtig schön idyllisch anzusehen und der perfekte Ort für ein paar hübsche Fotos :)

Abends dann ab ins Bett, viel geschafft für einen Tag dank der super Organisation von Lourdes…

 

Zweiter Tag

Entspannt frühstücken und dann zügig los zu einem Reistausflug, damit es nicht zu heiß wird..

Reitausflug mit Besuch einer Tabakplantage
Schon gestern hatte Lourdes alles organisiert für diesen tollen Ausflug. Unser Guide holte uns direkt bei unserem Casa ab und lief mit uns zu seinem Haus, wo schon zwei Pferde warteten. Alles ganz unkompliziert ;)
Die beiden Pferde waren wohl ernährt und gepflegt (anders als viele andere Pferde die wir auf unserem Ausritt gesehen haben). Er half uns hoch, erklärte wie wir die Zügel halten sollten und los ging es. Sein Hund lief vorraus, unsere Pferde hinterher, dann der Guide. Herrlich, nur zu zweit durch’s unwegsame Tal. Die Pferde waren super friedlich und kannten ihren Weg fast auswendig.

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Erster Stopp: Tabakplantage
Die Pferde hielten schon von selbst an einem der vielen Tabakhäusern, die mitten auf den Feldern stehen und wo die Tabakblätter drinnen getrocknet werden. Innen ist es dementsprechend dunkel, Staub tanzt in den hereinbrechenden Sonnenstrahlen, es ist irgendwie mystisch.
An einem Tisch sitzt ein junger Mann in olivgrünen Sachen und erwartet uns schon. Er sieht aus wie ein Guerillakämpfer. Mit dabei sitzen noch zwei Italiener (ein nettes Paar, dass uns viel übersetzt hat, weil die Spanisch einfach so verstehen können).
Der Guerillakämpfer erzählt alles zum Tabak, wie er hergestellt wird, was drin ist usw usw. Wir dürfen auch eine Zigarre rauchen, vorher in Honig getunkt. Und natürlich am Ende auch kaufen. Da haben wir zugegriffen! Tolles Souvenir für zu Hause…
Weiter geht’s. Die Italiener reiten ab jetzt mit uns, ihr Guide ist der Bruder unsere’s Guides. Alle super nett, coole Gruppe.
Nächster Stopp: Höhle
Ok, wieder eine Höhle, muss nicht sein. Die Italiener sehen das genauso. Kurz durchatmen und weiter. Auch das Reiten tut irgendwann weh, aber besser als laufen.
Nächster Stopp: Kaffeehütte
Kleines Häuschen mit überdachten Sitz-Möglichkeiten. Mal entspannt ein Getränk schlürfen, irgendwoher kamen dann noch Kokosnuss-Stückchen und man konnte Kaffee und Rum kaufen. Schöner gemütlicher Abschluss finden wir.
Dann ging’s wieder zurück. War wirklich ein schöner Vormittag und wir hatten echt Glück mit unseren Guide’s, unterwegs sahen wir einige Gruppen, die viel größer waren und die Pferde sahen teilweise echt kränklich aus.

Cayo Jutías
Dieser wunderschöne Strand liegt nahe Santa Lucía und ist über einen 12km großen Damm erreichbar. Es handelt sich um eine große Koralleninsel mit einem sehr langen feinsandigen, weißen Strand. Wir fanden vor allem die Wurzeln/Äste schön, die sich aus dem Sand empor streckten.
Lourdes organisierte uns wieder einen Fahrer. Diesmal ein alter Chevrolet, aber mit einem neuem Motor wie uns der Besitzer stolz erzählte, ein Anwalt im Übrigen, der mehr Geld als Taxi-Fahrer verdient.
Die Fahrt dauerte eine gute Stunde und schon waren wir da, an diesem traumhaften Karibik-Strand. Wenn man ein gutes Stück nach links läuft ist man quasi alleine und kann es sich unter den hübschen Bäumen bequem machen. Das Wasser ist ganz klar und türkis, häufig begegnet man kleinen Einsiedlier-Krebsen, die interessante Spuren beim krabbeln in den Sand formen.

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Wir haben gelesen, waren baden und haben das Traum-Wetter genossen. Genau unser Ding ;)
Wenn man in der Nähe ist, dann sollte man diesen Ort nicht verpassen…
Abends noch lecker essen, gekocht von Lourdes, und dann ab ins Bett, totmüde :)

 

Dritter Tag

Leider ging uns das Geld schneller aus als gedacht, deswegen mussten wir vor unserer Abreise noch zur Bank. Das ist übrigens keine gute Idee. Wir mussten dann Euro umtauschen gehen. Das hat ewig gedauert, weil man vor einem Schalter lange warten muss.
Danach blieb noch Zeit für ein langes Gespräch mit Oreste, der von seiner Baseball-Zeit erzählte und dass seine Frau eigentlich Angiologin ist und nun Zimmer vermietet anstatt ihren Beruf auszuüben. Das ist wirklich interessant und lässt einen nachdenklich werden. Die ganze Familie hat nur noch ein Zimmer übrig zum Schlafen und ein Wohnzimmer. Der Rest wird vermietet.
Das Gesundheitssystem, das Schulsystem, alles nicht der hohe Standard wie in Deutschland, aber ausreichend. Keiner muss hungern. Und trotzdem wird hier von einem Käfig, einem Gefängnis gesprochen, da sich keiner ein Flug-Ticket raus leisten kann.
Gegen Mittag kam dann unser Viazul Bus. Die Tickets hatten wir direkt am ersten Tag gekauft.
Oreste hat dann noch tragen geholfen und eine spannende Zeit war schon wieder vorbei. Nachdenklich und beeindruckt ging es dann mit dem Bus nach Havanna…


 

Wir würden definitiv wieder kommen! Dieses schöne Tal war für uns eins der Highlights auf Kuba :)

Havanna – unsere große Liebe!

Große Städte, Gestank, Armut, viele Menschen, das ist ja eigentlich nicht so unser Ding. Deswegen haben wir da immer einen großen Bogen drum gemacht. Aber Havanna ist anders, ganz anders…

Havanna hat diesen Charme, dieses Gefühl, das Ambiente.

Überall stehen alte Gebäude, die so aussehen als ob sie jeden Moment in sich zusammenbrechen. Dazu viele bunte Farben von den alten Autos und den Farbanstrichen der Häuser. Im Ohr die kubanische Musik und in der Hand ein Mojito, das kann richtig glücklich machen. Wir waren noch nie so fasziniert von der Art zu Leben wie in Kuba. Die Menschen leben noch im Sozialismus und sind nicht bettelarm, wie man vielleicht denken könnte, aber auch nicht reich, einen Flug „raus“ kann sich fast keiner leisten. Geld machen können die Kubaner nur mit Touristen-Leistungen und so wird jedes kleine Zimmer im Haus vermietet oder man wird Taxi-Fahrer.
Und trotzdem sind alle so unbeschwert, fröhlich und hilfsbereit. Keiner will einen über’s Ohr hauen, wie schon so oft in Südostasien erlebt.

Erst mal Allgemeines:

Havanna (spanisch: La Habana) ist aufgeteilt in Bezirke. Der für uns schönste ist sicherlich Habana Vieja („Altstadt“). Hier sind die meisten Sehenswürdigkeiten zu finden und hier reihen sich die schönsten Gebäude und Plätze dicht an dicht. Vedado, Centro Habana, Miramar und noch einige andere haben aber auch Sehenswürdigkeiten zu bieten, die gut mit einer Busrundfahrt abgeklappert werden können.

Wir haben in Habana Vieja gewohnt, in zwei Casa particulares, und waren super glücklich dort. Man kann zu Fuß fast alles erreichen und nachmittags auch mal schnell ins Zimmer fliehen wenn es zu heiß wird oder die Menschen-Massen zu viel.

Aber jetzt dazu, was man in Havanna machen kann…


Habana Vieja entdecken!
Mit dem Reiseführer (von Stefan Loose, der einfach super ist) oder einer anderen Beschreibung ABENDS die Plätze besichtigen. Dann sind keine Tages-Touristen mehr da, auf den Fotos ist man auch mal alleine zu sein und es ist einfach stressfreier, romantischer, beeindruckender.
Wir sind quasi von Platz zu Platz gelaufen und haben uns parallel alles im Reiseführer dazu durchgelesen. Das war einfach faszinierend.
Besonders gut hat uns der Plaza de la Catedral (ganz im Norden) und der Plaza Vieja (eher südlich) gefallen.

Plaza de la Catedral
Plaza de la Catedral

 

Plaza Vieja
Plaza Vieja

Mit dem Bus eine Rundtour machen!
„HabanaBusTour“ steht auf den Bussen drauf, oben offen. Es gibt T1/T2, die in der Stadt touren und die T3-Linie fährt zum Playa del Este (Havanna’s Hausstrand). Man kauft ein Ticket für 3-4€ und kann den Bus den ganzen Tag benutzen (Hop on/ Hop off). Eingestiegen sind wir immer gegenüber vom Hotel Inglaterra auf der Seite des Parque Central. Der Bus fährt am Plaza de la Revolución, am Cementerio Cristobál Colón (riesengroßer Friedhof inmitten Havanna’s) und man kann viel vom Rest der Stadt sehen zB Vedado oder Centro Habana. Der Bus fährt auch eine längere Strecke direkt am Wasser lang und man kann sich im Fahrtwind abkühlen.

altes Auto

Zu viel Stadt? Dann ab zum Playa del Este…
Havanna’s Hausstrand ist richtig schön. Viel schöner als wir erwartet haben. Das Wasser ist richtig klar und es gibt ein paar Palmen, die Schatten spenden. Und es wimmelt von Habaneros! Man kommt wieder ganz einfach mit „HabanaBusTour“ hin, einfach die Linie T3 nehmen und dann aussteigen wenn es nach Strand aussieht (wir sind beim Hotel Tropicoco ausgestigen) und am besten nachfragen, wann die Abfahrtszeiten wieder zurück von dort sind.

Playa del Este
Playa del Este

Viel organisieren…
Havanna ist der beste Ort um alles Weitere zu planen. Von hier aus kann man einen Kurztrip nach Cayo Largo organisieren (Hotel Telégrafo, Cayo Largo siehe Bild unten) oder die Weiterfahrt mit den öffentlichen Bussen buchen (Viazul). Der Busbahnhof befindet sich im Ave. 26 y Zoologico in Nuevo Vedado und damit gute 6km von Habana Vieja entfernt. Wenn man Glück hat kann man in einer der Reisebüros in Habana Vieja buchen, aber das klappt leider nicht immer. Notfalls muss man sich ein Taxi holen und spontan ein Ticket am gleichen Tag kaufen, aber da darf man nicht drauf zählen. Wir sind da ein bisschen an unsere Grenzen gestoßen.
Außerdem kann man sich von hier aus auch um die nächsten Unterkünfte kümmern. Casa particulares ist hier das Stichwort. Das sind kleine Zimmer mit Bad, die privat vermietet werden. (Ganz toll: man kommt mit Kubanern in Kontakt!!) Eine gute Seite dafür: CubaCasas.net
Dort kann man sich vorab schon mal was raussuchen und per Mail/Anruf buchen, in Kuba selbst wird es schwierig, denn an Internet kommt man nur schwer und es ist sehr teuer. Besser: Die Besitzer der Casa Particulares haben sich ein gutes Netzwerk ausgebaut und jeder kennt jmd, der jmd kennt und RuckZuck ist das nächste Casa gebucht.
Generell ein Problem in Kuba: (neben der Tatsache, dass es kein Internet gibt) Nur die wenigsten sprechen Englisch! Ja, selbst solche, die im Touristenbereich arbeiten, können kaum Englisch. Ohne wenigstens ein Paar Brocken Spanisch wird es wirklich, wirklich schwierig…

Cayo Largo
Cayo Largo

Bei Sonnenuntergang die ganze Stadt bewundern!
Wir kriegen noch jetzt Gänsehaut, wenn wir an diesen Moment zurück denken… Wenn man am Meer den Malecón entlang geht, dann sieht man gegenüber auf der anderen Seite des Wassers Casablanca mit der Cristo de La Habana, einer Jesus-Statue, die über Havanna „wacht“. Da wollten wir gerne hin!
Wir sahen auch regelmäßig Fähren dorthin übersetzen und wollten nun auch eine solche benutzen. Der Terminal de Ferris liegt gegenüber der Catedral ortodoxa ganz südlich von den drei großen Hafengebäuden, sie ins Wasser ragen. Dann muss man ein kleines Gebäude betreten und den Gang nehmen, wo Casablanca drüber steht. Die Fähren kommen sehr regelmäßig. In Casablanca einfach nur „hoch“ laufen. Eine Serpentine führt direkt zur Statue und zu einem wirklich traumhaften Ausblick. Aber nicht vergessen die letzte Fähre zurück zu erwischen ;)

Blick von Casablanca
Blick von Casablanca

Ihr seht Havanna ist wahnsinnig vielseitig! Natürlich lohnen sich abends auch die Bars mit den vielen Musikern, es gibt zahlreiche Museen und viel, viel Monumente aus vergangener Zeit. Jeder Stein hat was zu erzählen, jedes alte knatternde Auto ist Zeuge der Vergangenheit. Hier lebt die Geschichte richtig!

Wir waren begeistert und wollen wiederkommen :)

Kaprun – snowboard for beginners

Österreich, Kaprun, Snowboard.

Wir wollten was neues machen, uns herausfordern, gemeinsam etwas schaffen. Ski war vor einem Jahr nicht so Johannes Ding. Was neues sollte her. Und da kam Snowboard lernen genau richtig. Kann ja nicht so schwer sein, oder? Sportlich sind wir ja…


 

Wir haben uns für die ersten drei Tage einen Lehrer genommen. Schließlich wussten wir gar nichts über Snowboarden. Da wir so gerade schon in der Nebensaison gelandet sind, buchten wir einen Lehrer nur für uns zwei zum Gruppentarif. Dafür nur Vormittags-Unterricht und nachmittags „frei“. Das ist einfach mal richtig geil.

Und los geht’s: Tag 1

Erstmal eine kleine Einführung und dann ab in den… Tiefschnee! Ja, richtig. Es schneite und das die ganze Zeit. Jede Piste wurde zu einer Tiefschnee-Piste. Nicht die besten Bedingungen für uns Anfänger, aber unser Lehrer war begeistert von uns und wir auch.

Kurven fahren lernen, den Schlepplift benutzen und irgendwie heile unten ankommen. Das sind unsere Ziele :)

 

An Tag 2 ging es dann weg vom „Übungshügel“ hoch zum Kitzsteinhorn! Bei bestem Wetter und super Bedingungen dank des Neuschnees übten wir weiter unsere Skills. Und wieviel wir übten. So oft ist noch keiner von uns hingefallen wie diese Tage. Und das Aufstehen ist echt anstrengend und geht richtig doll auf die Knie. Aber es macht einfach richtig Bock und man fühlt sich so smooth und cool auf dem Board wenn es dahingleitet.

An Tag 3 fangen wir an noch früher aufzustehen. Wir haben richtig Bock und freuen uns morgens auf den Berg. Heute dann das letzte Mal auf dem Board mit unserem Lehrer. Der ist wirklich sehr euphorisch und lobt uns die ganze Zeit. Johannes ist dabei noch um einiges schneller und besser als ich. Das ist echt sein Ding! Ich dagegen falle noch sehr oft, was aber auch für Erheiterung sorgt ;) Unser Lehrer ist mit uns auch ein bisschen Tiefschnee gefahren, einfach mal so am Rand der Piste rein da. Dank dem vielem Neuschnee kein Problem. Witzig ist es. Aber einmal zu tief drin, ist es super anstrengend wieder raus zu kommen. Wir lassen es lieber erstmal wieder.

Tag 4 war dann irgendwie ein kleiner Tiefpunkt. Wenn man in fast jeder Kurve hinfällt, naja. Macht dann keinen Spaß mehr. Klar, waren auch rote Pisten, aber trotzdem. Johannes tröstet und wartet, wir lachen wieder. Schön, dass man sich hat…

Tag 5, und damit vorletzter Tag. Das Wetter ist weiterhin einfach geil. Sonnenbrände blieben nicht aus, sodass wir uns mit Tüchern vermummen. Die Aussicht ist der Hammer. Wir haben unsere Lieblingspisten gefunden. Eine ist dabei, da sieht es so als wenn man in das Tal fährt. Richtig geil. Und das Fahren wird auch immer besser. Die Knie schmerzen (trotz Schoner) und wenn man zu früh vor einer flachen Stelle abbremst dann bleibt man stehen und muss ein Fuß abschnallen. Ätzend.

An Tag 6 war alles perfekt. Wir werden zwar immer noch von allen überholt, fühlen uns aber trotzdem schon richtig schnell. Die Aussicht, die Stimmung, zwischendurch was essen, Johannes übt schon Tricks. Wir sind echt schon wehmütig. Muskelkater, schwere Stürze, Verletzungen blieben aus, sodass wir gefühlt noch Wochen weitermachen könnten.

 

Insgesamt war es einfach schön. Es hat alles gepasst.

Wir haben bleibende Eindrücke, obwohl die Zeit in Österreich vergleichsweise kurz war. Gerade zu zweit hat diese Herausforderung wirklich Spaß gemacht und uns wieder ein Stück mehr zusammen geschweißt!

Snowboard in Kaprun – bestimmt nicht unser letztes Mal!

 


Ein paar Infos zu unserem Snowboard-Erlebnis:

  • Kitzsteinhorn: http://www.kitzsteinhorn.at/
    Das Kitzsteinhorn ist ein Berg in Kaprun im österreichischen Bundesland Salzburg. Es ist Teil der in den Hohen Tauern gelegenen Glocknergruppe und erreicht eine Höhe von 3203. Mit den Gletscherbahnen kann der Gipfel des Kitzsteinhorns von der Talstation in 911 m Höhe bis zu einer Höhe von 3029 m per Seilbahn erreicht werden. Hierbei wird bis heute die höchste Seilbahnstütze der Welt passiert. Diese ist 113,6 Meter hoch. Die Länge aller Pisten insgesamt beträgt 41km. Oben auf dem Gletscher sind viele Lifte Schlepplifte, weiter unten gibt es aber auch viele Sessellifte, die einfacher zu benutzen sind für Snowboarder.
  • Maiskogel: Kleiner Abhang direkt im Ort. Gut zum Reinkommen und Üben
  • Zell am See: http://www.zellamsee-kaprun.com/de
    kleineres Skigebiet eine kleine Busfahrt entfernt. Lohnt sich in jedem Fall für einen Tag! (Alle drei Skigebiete sind in dem Skipass inbegriffen)
  • Unsere Unterkunft: http://www.fewo-direkt.de
    Appartement Inge war für uns perfekt. Man kann den Gletscher sehen, die Sonne scheint in die Wohung und alles ist super schön eingerichtet! Aber besser mit Auto anreisen, der Weg zum Bus ist steil ;)