Kilimanjaro – unsere Erfahrung auf 5895m

„It’s just a piece of cake“ sagte uns Laurence, unser Guide, als wir schnaufend die letzten 100m des höchsten freistehenden Berges der Welt bestiegen. Kopf ausschalten, gehen, einfach weitergehen und nicht denken. Hakuna matata – don’t worry…

 

Doch von vorne: Ungefähr vor drei Monaten buchten wir die Besteigung des Kilimanjaro online über Ashante Tours. Es war beschlossen. Über die vergangenen Monate zuvor hatten wir uns viel Gedanken über unser Equipment gemacht. Denn man durchwandert verschiedenste klimatische Zonen. Am Fuß des Berges herrschen trockene 30°C. Danach trifft man auf feuchtwarmen Bergregenwald, kommt dann in kalte Geröllwüsten bishin zur schneereichen Gletscherlandschaft mit Temperaturen von -15°C und starken Winden. All das muss durch gute Kleidung und Ausrüstung abgedeckt sein.
Ein weiterer Punkt ist die körperliche Fitness. Trotz eindeutiger Ratschläge fiel unsere physische Vorbereitung aufgrund neu begonnender Jobs recht spärlich aus. Zum Glück stellte sich in unserem Fall heraus, dass man sich als halbwegs fitte Mitt-/Endzwanziger keine Sorgen machen braucht (nachahmen nur bedingt empfohlen).
Bezüglich der Route und Länge unseres Treks, entschieden wir uns für die Machame Route, da sie landschaftlich die schönste sein soll und für 7 Tage, also ein Tag mehr Aklimatisierung als zwingend nötig. Wir waren schließlich noch nie so hoch und wollten es unbedingt schaffen.
Am Machame Gate begann also unser Trek.

Das Erste, was man von unserem Guide hörte war „Pole Pole“ („langsam, langsam“).

Und so wanderten wir ganz gemächlich durch den Bergregenwald von 1800m auf 2835m bis zum Machame Camp. Die Vegetation änderte sich gewaltig. Der tropisch-nass-kühle Regenwald, durchzogen von Wolken, lichtete sich zunehmend zu trockenem halbhohen Bäumen und Sträuchern.

Im Camp fanden wir schon unser Schlafzelt und „dining tent“ vor. Ja, richtig gehört. Gegessen wird in extra Zelten. Und da wir eine „Private Tour“ gebucht hatten, hatten wir ein Essenszelt für uns zwei. Anfangs kam uns das ganze Ambiente etwas dekadent vor: Essenszelt mit Tisch und Stühlen, Tischdecke, Metallbesteck und – geschirr. Ist das wirklich nötig fragten wir uns, wo sich doch unsere bisherigen Treks auf das Allernötigste beschränkten? Doch wir werden uns noch über diese Annehmlichkeiten freuen, insbesondere wenn es einem hundeelend geht…

Der zweite Tag führte uns ins Shira Cave Camp auf 3750m. Dort begann für mich (Johannes) eine 2,5 tägige Kopfschmerzodysse. Da ich eh anfällig dafür bin, musste es wohl so kommen. Nichtsdestotrotz ging es immer weiter hinauf. Steine, sengende Sonne, Geröll, Erika-Pflanzen, keine Pflanzen, Wände hochklettern, geradeaus, runter, Wolken.

Täglich waren es dann nur wenige hundert Höhenmeter, die wir aufstiegen um eine optimale Aklimatisierung zu erreichen. Wir bemerkten, dass unsere Körper unter der Höhe litten. Ein reichlich erhöhter Ruhepuls, eine niedrige Sauerstoffsättigung (bei 3900m gerade mal 89%) und eine erhöhte Atemfrequenz waren die Antwort. Nebenbei versuchten wir so viel wie möglich zu essen, worauf unser Guide penibel achtete. Die sanitären Anlagen, insofern vorhanden, brachten uns an unser Limit. Insbesondere wenn „Luftanhalten“ bei der immer dünner werdenden Luft unmöglich wurde.

Schnell wurde das Klima kühler und die Umgebung lebendsfeindlicher, wenn auch unglaublich schön.

Wir wurden mit fantastischen Ausblicken belohnt und wandelten über den Wolken. „Pole, Pole“ machte nun immer mehr Sinn. Bei einigen unserer Mitstreiter zeigten sich schon bald erste Anzeichen von Überanstrengung. Gespräche wurden immer weniger. Jeder konzentrierte sich auf das Bevorstehende. „Walk high, sleep low“ füllte die Tage. Es folgten das Barranco Camp und das Karanga Camp.

Nach und nach gewöhnte man sich an die Höhe, bis man schließlich im Base Camp (Barafu Camp) auf 4600m ankam und der finale Aufstieg zum Uhuru Peak bevorstand. Das bedeutete, dass wir um Mitternacht das Wichtigste zusammenpackten und zum Gipfel aufbrachen. Mit Kopflampen bewaffnet und allem angezogen, was wir dabei hatten, ging es los.

Eine Reihe von kleinen Lichtpunkten schlängelte sich schon die erste Anhöhe empor.

In den folgenden sechs Stunden holten wir fast alle ein. Wir schauten in schmerzverzerrte, nach Luft japsende Gesichter. Vielen machten die letzten 1200 Höhenmeter extrem zu schaffen. Auch Nina verfiel in eine Art Trance und fühlte sich alles andere als gut. Die Temperaturen fielen immer weiter und der Wind nahm deutlich zu. Um kurz nach fünf Uhr erreichten wir den Stella Point (5756m). Dort gab es eine kleine Pause mit heißem Tee. Die letzten 45 Minuten begannen, bis wir das Dach Afrikas erreichen sollten. Vorbei an Schneefeldern und Gletschern führte uns der Pfad.

Schließlich gingen wir über eine leichte Anhöhe und der Blick war frei auf den höchsten Punkt. All die vergangenen Tage hatte man den Berg vor sich und nun endete der Weg über den Wolken.

Es ging einfach nicht mehr höher auf diesem Kontinent.

 

Die aufgehende Sonne tauchte den Gipfel und die darunter liegende Wolkendecke in ein magisches Licht. Wir hatten nicht damit gerechnet, welches unvergleichliches Glücksgefühl uns durchströmen würde als wir auf 5895m standen. Tränen standen uns in den Augen. Wir nannten es Mounteneering High. All die Anstrengungen waren in diesem Moment vergessen. Dieser Moment entschädigte für die 60 Stunden Kopfschmerzen, für Nina’s Wahrnehmungsstörungen, für die arschkalten ich-muss-pipi-mitten-in-der-Nacht Momente, für die ständig laufende Nase und dafür, dass man auf jegliches Fünkchen Komfort verzichtete in dem sogenannten „Urlaub“. Es war geschafft. Wow.

Nach dem obligatorischen Foto vor dem Gipfelschild drängte uns Laurence wieder zum Abstieg.

Diese Eile hatte einen konkreten Grund. Zwei Tage zuvor ist nämlich ein Tourist aufgrund eines Lungenödems kurz vor dem Gipfel gestorben. Auch heute sollte noch ein Rettungshubschrauber mehrere Höhenkranke vom Berg holen müssen. Innerhalb der nächsten zwei Stunden ging es also im rasanten Tempo zurück zum Base Camp.

Dort angekommen erholten wir uns ein wenig, aßen etwas und stiegen weiter ab. Der ursprüngliche Plan sah vor, dass wir zum Lower Camp absteigen sollten um hier eine letzte Nacht zu schlafen. Allerdings lockte uns der Gedanke an eine warme Dusche und ein frisch gemachtes Bett. So entschieden wir uns den Abstieg direkt zu wagen. Im Nachhinein war es nicht unsere beste Idee. Die 4100 Höhenmeter in einem Gewaltmarsch hinunterzueilen quittierten uns unsere Knie und Muskeln mit barbarischen Schmerzen. Selbst Laurence meinte er habe das in den letzten zehn Jahren nur vier Mal gemacht. (Haha, danke für die späte Info…) Vom Regen völlig durchnässt erreichten wir nach zermürbenden neun Stunden das Gate. Nochmal würden wir das wohl nicht machen. Aber wir haben es echt geschafft und sind vollgepumpt mit Glückshormonen!

Das war unser Weg zum Dach Afrikas. Die Eindrücke und Erfahrungen werden wir nicht mehr vergessen. Es war ein einzigartiges Erlebnis, dass wir jedem empfehlen. Jedoch sollte man sich auch der Anstrengungen und Gefahren bewusst sein.
Ob wir noch einen weiteren der Seven Summits besteigen werden, wissen wir noch nicht, aber die Verlockung ist aktull ziemlich groß!

 

 

Unsere Reiseroute durch Südafrika und Mosambik

Als Inspiration, als Anhaltspunkt bezüglich Preise, als eine mögliche Option für eure Reise – hier unsere Reiseroute quer durch Südafrika und Mosambik!

Wir haben in Kapstadt und Johannesburg jeweils einen Mietwagen gemietet und sind insgesamt von Ende Februar bis März 2016 4,5 Wochen über 6000km gefahren. Der Linksverkehr ist anfangs gewöhnungsbedürftig, aber machbar. Navigation lief sehr gut über Google Maps und Here. Grob haben wir eine gute Woche in Kapstadt und Umgebung verbracht und sind dann für gute drei Wochen nach Johannesburg – Krüger – Mosambik – Swasiland – St. Lucia – Durban – Drakensberge – Johannesburg als Rundreise gefahren. Als Reiseführer haben wir für Südafrika den von Stefan Lose genutzt und für Mosambik viel im Internet recherchiert.

 

Anreise

FLUG

25.02., 19:20 Düsseldorf – London – Johannesburg 26.02., 9:40

 

Johannesburg-Aufenthalt „Moafrika Tours“ 58€ pP (empfehlenswert)

 

FLUG

26.02., 20:15 Johannesburg – Kapstadt 22:30

 

Kapstadt & Umgebung

22 km, ca. 22min

4 Nächte Kapstadt

(26.02.- 01.03.) „Lovely garden flat“ über AirBnB 61,25€ (empfehlenswert)

  • Ankommen, Kaap De Goede Hoop, Boulders Piguin-Kolonie, Camp’s Bay, Clifton, Sonnenuntergang Tafelberg (Tafelberg erklimmen: Platteklip George (ca 1,5h, zum Sonnenuntergang)), Hout Bay, Chapman’s Peak Drive
  • Vorher geplant: Kirstenbosch Gardens (Summer Sunset Concert), Fallschirmsprung 120€

 

Kapstadt – Das schönste Ende der Welt

 

400km, ca. 4,5h (bzw mit Küstenweg 500km, 6,5h)

2 Nächte Mossel Bay

(01.-03.03.) „Modern Loft“ über AirBnB 68,92€ (empfehlenswert)

  • Entspannen, Grillen, Spazieren gehen
  • Blaize Trail (13km, ca 6h, Ausgangspunkt “Point“)

 

370km, ca. 4-5h (2 Möglichkeiten: über N2 oder N2 & R60)

1 Nacht Stellenbosch

(03.-04.03.) 35€ „Peaceful spot near mountain & town“ (für 1 Nacht empfehlenswert)

  • nachmittags Weinpicknick bei Warwick (400R + Wein, kurz vorher gebucht)
  • spätnachmittags Weinverkostung: Delheim (Cupcakes & Wein, kurz vorher gebucht)

 

Westkap – Mossel Bay & Stellenbosch

 

30-40km, ca. 40min

FLUG

04.03., 12:35 Kapstadt – Johannesburg 14:40

 

Nord-Südafrika

50km, ca. 30min

1 Nacht Pretoria

(04.03.-05.03.) „Spacious Lodge in Pretoria“ 35€ (für 1 Nacht empfehlenswert)

  • Ein bisschen durch die Stadt schlendern

 

380km, ca. 4h

2 Nächte Hazyview

(05.-07.03.) „Ashbourne-Honeymoon“ 64€ (sehr empfehlenswert, abgeschieden und idyllisch)

  • Unterkunft (kleines Bungalow, eigener Mini-Pool, Küche)
  • Panoramaroute (von unserer Unterkunft aus als Ausflug machbar)
    • Long Tom Pass
    • Wasserfälle
    • Gods Window
    • Bourkes Luck Potholes (unser Highlight)
    • Three Roundavels

 

116km, ca. 1h 45

2 Nächte Balule Private Game Reserve

(07.-09.03.) „Sausage Tree“ 296€ (sehr empfehlenswert, kleines Reserve, gutes Preisleistungsverhältnis)

  • 2 game drives pro Tag
  • All inclusive (außer Getränke)

 

63km, ca 1h (zum Phalaborwa Gate) à 122km zu Satara
88km, ca. 1,5h (zum Orpen Gate) à 50km zu Satara

 

1 Nacht Krüger Satara

09.-10.03. 64€ (nicht empfehlenswert, lieber draußen schlafen)

 

100km, Safari

1 Nacht Krüger Lower Sabie

10.-11.03. 35,50€ (nicht empfehlenswert, lieber draußen schlafen)

 

Auf Safari im Balule & Krüger Park

 

Komatipoort- Grenzübergang

 

Mosambik

372km, ca. 5,5h (+ Grenzübergang)

2 Nächte Chidenguele

11.03.-13.03. „Naara Eco Lodge & Spa“ 110€ (empfehlenswert)

  • Entspannen nach Safari
  • Strand, Spazieren, Dschungel

 

220km, ca. 3h

4 Nächte Tofo

13.03.-17.03. „Mozambeat Motel“ 35€ (empfehlenswert)

  • Strand (Praia do Tofo)
  • Peri Peri diving school

 

360km, ca. 5h

2 Nächte Bilene

17.03.-19.03. „Tenda Tora Lodge“ 48€ (najaaaa)

  • Zwischenstopp, Umgebung entdecken

 

Eine Woche mit dem Auto durch Mosambik

 

Swasiland

392km, ca. 6h

1 Nacht Swasiland

19.03.-20.03. „Wide Horizons“ 44€ (sehr empfehlenswert)

  • Unterkunft mit Ausblick genießen
  • Swazi Candles (Markt)

 

Nordost-Südafrika

315km, ca. 4h

3 Nächte St. Lucia

20.03.-23.03. “Monzi Tented Camp” 52€ (empfehlenswert)

  • Ausflug Safari mit zahlreichen Nashörnern (Hluhluwe-iMfolozi Park)
  • Hippo-Boots-Tour
  • Ausflug in die „Wetlands“ mit Strandbesuch

 

222km, ca. 3h

1 Nacht nahe Durban

23.03.-24.03. „Manaar House“ 76€ (najaaaa)

  • Durban anschauen (Stadt plus Strand)
  • Schnorcheln mit Haien (Blue Wilderness – Shark Cage Diving Adventures, Achtung: 40min von Durban entfernt)

 

233km, ca. 3h (+ Umweg Blue Wilderness)

3 Nächte Drakensberge

24.03.-27.03. „Inkosana Lodge“ 50€ (empfehlenswert)

  • Trekking mit Routen aus der Lodge, traumhaft!

 

412km, ca. 5h

FLUG

27.03., 19:20   Johannesburg – Düsseldorf 28.03., 10:00

 

Übersicht

 

Reisekosten:

Flüge

  • Düsseldorf – Johannesburg 528€ pP
  • Johannesburg – Kapstadt 104€ pP

Mietwagen

  • Kapstadt: 109€ (First, gebucht über autoeurope)
  • Johannesburg: 407€ (Hertz, gebucht über autoeurope)  

All-in-all (Flug, Mietwagen, Unterkünfte): pro Person 1950 €

 

Das ist sie, unsere Reiseroute „Südafrika & Mosambik“. Die Reise war einmalig, überraschend eindrucksvoll und wahnsinnig abwechslungsreich. Definitv ein Highlight und wir würden es sehr ähnlich genauso wieder machen!

 

 

Eine Woche mit dem Auto durch Mosambik

Im Rahmen unserer 4,5 wöchigen Südafrika-Reise reisten wir auch nach Mosambik. Verglichen zu Südafrika ist Mosambik deutlich unterentwickelter und kommt damit dem Bild, das man von „Afrika“ hat, deutlich näher. So sieht man statt Häusern aus Stein zahlreiche Hütten aus Palmenblättern und statt Supermärkten werden die Waren direkt an der Straße angeboten (der Höhepunkt war ein Kaninchen welches uns an den Ohren gehalten entgegen gestreckt wurde). Die Frauen tragen meist traditionell Tücher zu Röcken gebunden, schwere Gegenstände werden auf dem Kopf getragen und die Babys werden mit Tüchern am Rücken gehalten.

tofo (5 von 16)

tofo (14 von 16)

tofo (12 von 16)

tofo (16 von 16)

 

Der Grenzübergang „Komatipoort“

Ja, so stellt man sich keinen Grenzübergang vor. Alles scheint nur provisorisch. Ein paar Zäune, ein paar Gebäude, die abrissreif erscheinen. Und wir mitten drin.
Ziemlich schnell wurden wir von einem Schlepper angesprochen, der alles organisieren wollte. Ok, davon hatten wir gehört, warum also nicht. Er wollte alles mitnehmen und alleine gehen, wir verneinten. Johannes gab die Pässe nicht aus der Hand und das undurchsichtige Einreiseverfahren ging los. Immer wieder sollte er bezahlen. Für was? „Road tax, of course. Did you never paid road tax?“ „No.“. Wir bezahlten nichts. Man weiß nie, wer offiziell ist und wer nur dein Geld möchte. Am Ende erhielt unser Schlepper nur 3€ Trinkgeld. Er hat seinen Job nicht gut gemacht, finden wir. Glücklich verlassen wir dieses Niemandsland. Uns fällt auf, dass ich noch nicht mal von den Grenzbeamten „gesehen“ wurde. Egal.

 

Info zur Einreise nach Mosambik mit eigenem Auto
Das braucht man: Reisepass & Visum (in Deutschland beantragen), internationaler Führerschein.
Das braucht das Auto: 2 Warndreiecke, Warnwesten (1 pro Insasse), 1 Feuerlöscher, Aufkleber mit Landeskennzeichen des Autos (zB. „ZA“), Aufkleber mit blauem Dreieck für einen evtl. Anhänger, Third Party Insurance (kann man an der Grenze kaufen), Cross Border Letter (bekommt man von der Autovermietung).
Wir haben alles in einem uns empfohlenen 4×4 Shop in Hoedspruit bekommen.
Korruption: Am besten vorher Anti-Corruption Nummer googeln, nur wenig Bargeld im Portemonnaie haben und nicht auf der Straße zu viel Geld bezahlen.

 

Relaxen in der „Naara Eco Lodge“ in Chidenguele

Unser erster Stopp sollte die pure Erholung sein nach den anstrengenden Tagen auf Safari. Und so war es dann auch. Die Naara Lodge liegt abgelegen, wirklich nur mit 4×4 erreichbar, an einem See mit dem Meer nur 2,5km entfernt auf der anderen Seite. Unsere Mischung aus Zelt und Bungalow mit Blick auf den See war einfach toll.

naara (1 von 11)

naara (2 von 11)

naara (3 von 11)

 

Und so verbrachten wir die meiste Zeit auf der Terrasse oder im Bett mit traumhafter Aussicht. Wir genossen das gute Essen (Prawns, Fisch, Salat).
Außerdem machten wir eine „kleine“ Wanderung zum Strand. Irgendwie haben wir schon direkt bei der ersten Abbiegung falsch gelegen, wie wir später erfuhren, sodass wir uns schon bald in abgelegenem Dschungel wiederfanden. Etwas mulmig wurde uns zumute, als wir einen bewaffneten Mann unter einem Baum hocken sahen. Nach über einer Stunde fanden wir dann endlich den warmen indischen Ozean und stürzten uns nackig in die Wellen. Keine Menschenseele weit und breit.

naara (9 von 11)

naara (5 von 11)

 

Tauchen und Strand in Tofo

Tofo ist ein kleines Dorf nahe Inhambane direkt am Meer gelegen. Je näher man Tofo kommt, desto schlechter werden die Straßen. Den absoluten Tiefpunkt der Straßenqualität stellte dann das letzte Stück sandiger, buckliger Weg zu unserer Unterkunft „Mozambeat“ dar (mit unserem kleinem Chevrolet so gerade eben noch machbar). Wir wohnten in einer kleinen verrückten, farbenfrohen Hütte auf dem alternativ gestalteten Gelände des Mozambeat.

tofo (1 von 16)

tofo (2 von 16)

DCIM125GOPRO

 

Der Strand ist riesig, das türkise Meer mit 30°C warmen, klarem Wasser herrlich und es ist nicht viel los, sodass man gut ein paar Stunden im Sand liegend verbringen kann.

DCIM124GOPRO

DCIM124GOPRO

tofo (3 von 16)

 

Das Tauchen mit Peri-Peri Divers war dann aber der Höhepunkt. Zwei Deep Dives (30m tief) und ein Shallow Dive machten uns glücklich. Mit Schlauchboot (was man zunächst selber ins Wasser bringen muss) geht es über die Wellen springend zu den Dive Spots. Rückwärts ins Wasser fallen lassen und Kopf voran direkt runter auf 30m. Zwar nicht immer ganz so farbenfroh wie in Indonesien, dafür aber die Fische alle etwas größer, überzeugte uns die Unterwasserwelt. Wir lieben Tauchen einfach und fühlen uns immer besser und sicherer unter Wasser.

DCIM125GOPRO

DCIM125GOPRO

DCIM125GOPRO

 

Gegessen haben wir gut, wenn es auch zunächst etwas schwierig war ein „Restaurant“ oder etwas ähnliches zu finden. Nudeln, Fisch, Fleisch gibt es dann ja doch irgendwie immer.

tofo (9 von 16)

 

Zwischenstopp in Bilene

Bilene liegt direkt an einem See, der dem Meer so nahe ist, dass er salzig ist. Wir hatten einen kleinen Bungalow mit Kochecke und genossen es mal wieder selber Essen machen zu können. Der Strand vom See ist ganz nett, wir haben aber schon Schöneres gesehen. Schon bald müssen wir weiter. Nach Swasiland…

bilene (2 von 3)

bilene (3 von 3)

bilene (1 von 3)

 

Insgesamt hat uns Mosambik gefallen…

… würden es aber nicht als alleiniges Reiseziel auswählen. Der Tourismus steckt noch in den Kinderschuhen und man fühlt sich nicht immer so 100%ig sicher. Vieles ist hier ein Abenteuer und erschwert einen sorgenlosen Urlaub. Manche suchen genau das. Wir finden es spannend, aber auch anstrengend. Es bereichert uns immer sehr unsere „Komfort-Zone“ zu verlassen und neue Erfahrungen zu machen. Die Landschaft, das Meer und das Urlaubsfeeling, welches aufkam, waren fantastisch. Trotzdem freuen wir uns jetzt auch wieder auf etwas mehr Zivilisation.

 

Auf Safari im Balule & Krüger Park

Wir entschieden uns dafür unsere Safari auf zwei Wegen zu erleben…

 

Balule Private Game Reserve

Zuerst mieteten wir uns für zwei Tage in einer Lodge, die einem Private Game Reserve liegt, ein („Sausage Tree“ nach dem gleichnamigen Baum). Diese Lodges sind sehr teuer, es sind jedoch immer zwei Safaris täglich und alle Mahlzeiten inbegriffen. Die Safaris finden dann im hauseigenen Landcruiser statt und man fährt querfeldein durch das private Reservat, welches zum sogenannten Greater Krüger gehört. Es ist durch keine Zäune zum eigentlichen Krüger Nationalpark abgegrenzt, gehört aber den Eigentümern der wenigen Lodges. Diese können sogar Tiere einkaufen, die dann aber natürlich auch weglaufen könnten. So gibt es im Balule zum Beispiel kaum Gnus, weil die zahlreichen Löwen die eingekauften Gnus immer sofort wegfraßen, die Gnus in andere Gebiete flohen und man es dann aufgab. Zum Naturschutz wurden auch mal 30 Nashörner gekauft, zwei davon sind noch da.
Die Safari war dann einfach nur atemberaubend. Vorne auf dem Truck saß  immer Tembeh, der Ausschau hielt. Wenn er ein Tier erblickte fuhren wir oft direkt durch den Busch um es gut zu sehen. Tembeh sah einfach alles.

 

Die Löwen haben einen Büffel erlegt. Die Männchen fressen immer zuerst.

safari (56 von 129)

 

Impalas sieht man wirklich immer und überall.

safari (79 von 129)

 

Zwei Spitzmaulnashörner (Black Rhino). Sie sind etwas kleiner als die Breitmaulnashörner und sehr selten.

safari (41 von 129)

 

Ein Großkudu.

safari (2 von 129)

 

Eine ganze Büffelherde kreuzte unseren Weg. Mit dabei war auch ein süßes Baby.

safari (50 von 129)

 

Abends ging es nach einem Sundowner noch bis in die Nacht weiter. Morgens ging es so früh los, dass wir den Sonnenaufgang bewundern konnten, der alles in orange-rotes Licht tauchte. Überhaupt änderten sich die Farben ständig.

safari (10 von 129)

 

Den letzten Morgen regnete es dann die ersten 20 Minuten unserer Safari. Die Tiere interessiert das wenig. Sie freuen sich sogar über die Abkühlung, denn die Tage zuvor wurde es über 43°C heiß.
Wir sahen bis auf den Leopard alle der Big Five (Elefant, Nashorn, Büffel, Leopard, Löwe). Und noch viele weitere Tiere. Wir haben sehr viel erklärt bekommen, auch zur Pflanzenwelt.

 

Ein junger Elefantenbulle wackelt mit seinen Ohren und trötet. Er will uns nur beeindrucken.

safari (29 von 129)

 

Wir kamen den Tieren ganz nah. Sehr beeindruckend.

safari (18 von 129)

 

Zwischen den Safaris hatte man Zeit zum Entspannen am Pool und das Essen war grandios. Man musste sich um nichts kümmern. Wir haben das sehr genossen.

safari (36 von 129)

 

Krüger-Nationalpark

Dann wollten wir aber auch nochmal selber fahren, selber Tiere entdecken. Nach zwei Tagen rundum-sorglos-Paket, fuhren wir für zwei weitere Nächte in den Krüger-Nationalpark mit unserem kleinen Chevrolet. Die Straßen sind entweder geteert oder sandig, aber immer auch ohne 4×4 befahrbar. Sie dürfen niemals verlassen werden. Auch nicht von den professionellen Safari-Trucks. Das heißt, wenn man ein Tier in der Entfernung sieht, bleibt es dabei. Ferngläser sind hier Pflicht. Uns kamen die Tiere aber viel weniger schreckhaft vor als im Balule. Entweder sie sind mehr an Autos gewöhnt oder sie wissen, dass man ihnen nicht folgen kann.

 

Ein Impala-Männchen direkt am Wegesrand.

safari (64 von 129)

 

Warzenschwein-Baby und Mutter. „Pumba“. Sie sehen nicht gut und kommen sehr nah.

safari (88 von 129)

 

Bei der self-drive Variante ist man nun selber gefragt und muss Ausschau halten. Das wurde super anstrengend. Aber umso mehr freute man sich, wenn man ein Tier erblickt hatte.

 

Breitmaulnashörner (White Rhino).

safari (81 von 129)

 

Eine von zahlreichen Giraffen. Sie entdeckt man fast überall.

safari (83 von 129)

 

Klippspringer, eine Antilopenart. Sie schaffen es aus dem Stand mehrere Meter hoch zu springen.

safari (95 von 129)

 

Hilfreich war es, wenn schon einige andere Autos irgendwo standen. Hier sahen wir fast alles aus dem Balule nochmal und kriegten unsere Big  Five zusammen. Den Leopard sahen wir gleich dreimal. Wenn auch nur aus weiter Entfernung.

 

Unser leider bestes Leoparden-Foto. Die Tiere sind sehr scheu.

safari (93 von 129)

 

Zwei Löwen-Männchen. Zusammen mit noch zwei Löwen bilden sie ein Junggesellen-Rudel.

safari (110 von 129)

 

Ein Elefanten-Baby.

safari (98 von 129)

 

Zebras sind in etwa genauso häufig wie Giraffen. Sie verwirren Angreifer mit ihren Streifen.

safari (89 von 129)

 

Ein Wasserbock-Männchen.

safari (68 von 129)

 

Ein Flusspferd. Abends kommen viele an Land und grasen.

safari (118 von 129)

 

Die Landschaft ändert sich ständig und ist an sich auch schon traumhaft schön.

safari (119 von 129)

 

Einmal lief eine Löwin direkt an unserem Auto vorbei. Sehr eindrucksvoll.

safari (77 von 129)

 

Wasserbock-Baby mit Mutter.

safari (111 von 129)

 

Ein scheuer Schabrackenschakal in der Morgendämmerung. Ein Paar bleibt sich lebenslang treu.

safari (126 von 129)

 

Eine Tüpfelhyäne, die ihren schlechten Ruf zu unrecht hat.

safari (128 von 129)

 

Zum Schluss Johannes absoluter Liebling. Eine Leopardenschildkröte.

safari (71 von 129)

 

Ingesamt haben wir über 1500 Fotos an den vier Tagen gemacht. Wir haben noch viel mehr gesehen als hier abgebildet. Es ist einfach überwältigend wieviel man sieht und wie groß die Eindrücke sind, die man auf einer Safari sammelt.

 

Noch etwas zum Thema Wilderei…

Wir hoffen, dass man das so noch lange erleben kann. Es ist einzigartig. Wieder der Gedanke: die Tiere gehören nicht in den Zoo. Besonders erschüttert hat uns jedoch, dass immer noch so viel gewildert wird. Im Balule, aber vor allem im Krüger. Elefanten wegen ihrer Stoßzähne, noch mehr Nashörner wegen ihres Hornes. Die Wilderer kommen ganz normal in den Park, finden ein Nashorn, senden die GPS-Daten. Nachts kommen dann andere Wilderer über den Zaun, häufig von Mosambik, und holen sich das Horn. Bei Vollmond sind alle besonders besorgt. In ganz Südafrika werden jedes Jahr 1200 Nashörner wegen ihres Hornes getötet, bei nur noch rund 25.000 Tieren weltweit. Die Spitzmaulnashörner (Black Rhino) sind dabei stärker bedroht als die Breitmaulnashörner (White Rhino). Das Horn wird vor allem im asiatischen Raum (in Vietnam) als Aphrodisiakum verkauft. In 3-7 Jahren soll das Nashorn ausgestorben soll. Zahlreiche Programme versuchen das zu verhindern. Teilweise bewachen Ranger die Nashörner mit einer 1:1 Betreuung. Richard, unser Safari-Guide im Balule, schätzt, dass es in fünf Jahren keine mehr gibt.

 

Westkap – Mossel Bay & Stellenbosch

Die beiden Orte Mossel Bay und Stellenbosch liegen in der Provinz Westkap im südwestlichen Teil Südafrikas. Passend zum Kontrastprogramm unseres bisherigen Roadtrips in Südafrika könnten die beiden Städte kaum unterschiedlicher sein…

 

Mossel Bay

Von Kapstadt ging es mit dem Auto nach Mossel Bay. Nach ca. 400km und 4 Stunden Fahrt kamen wir an. Mossel Bay mit seinen 60 000 Einwohnern liegt in der gleichnamigen schönen Bucht. Unsere AirBnB-Unterkunft, die “Sundowner loft” (eine liebevoll ausgebaute Dachgeschosswohnung von Darryl und Nadja), bot einen tollen Blick auf den Hafen. Vor allem das Frühstück konnte man so richtig genießen.

mosselbay (28 von 28)

mosselbay (13 von 28)

mosselbay (11 von 28)

 

Am ersten Abend unternahmen wir einen kleinen Spaziergang entlang der östlichen Küste bis zum Cape Saint Blaze. Auf dem Weg konnten wir zahlreiche Surfer beobachten.

mosselbay (5 von 28)

mosselbay (4 von 28)

mosselbay (10 von 28)

 

Landestypisch gönnten wir uns in unserem eigenen kleinen Garten einen südafrikanischen Braai zum Abendessen.

Am nächsten Morgen gingen wir zur Blue Shed Roastery im Ort. Ein rustikales Café mit guter Auswahl und leckerem Kuchen.

mosselbay (1 von 28)

 

Der Saint Blaze Trail, der am Leuchtturm beginnt und sich westwärts 13km entlang der Küste durch die raue Natur schlängelt, war eine anstrengende, aber mit fantastischen Ausblicken belohnte Wanderung.

mosselbay (16 von 28)

mosselbay (15 von 28)

mosselbay (21 von 28)

 

Wir beenden unseren Trek nach ca. 8km am Pinnacle Point Golfclub. Dort gönnten wir uns eine kleine Erfrischung, auch wenn wir uns, verstaubt wie wir waren, zwischen den „feinen“ Golfern fehl am Platz fühlten.

Anschließend verbrachten wir noch ein paar Stunden völlig ungestört am Strand und trauten uns sogar ins kühle Wasser.

mosselbay (23 von 28)

 

Für den Rückweg riefen wir uns ein Taxi (Tel.: 0829325809, 100 Rand).

Zum Abendessen gab es Fisch und Lamm am Hafen im „Kaai 4“. Lecker!

 

Stellenbosch – Wein soweit das Auge reicht

Stellenbosch, die nach Kapstadt älteste von Europäern besiedelte Stadt, liegt 50km von Cape Town entfernt. Bekannt ist das Gebiet vor allem für seinen Weinanbau. Malerisch schmiegen sich über 120 Weingüter in die leicht hügelige Landschaft. Die großen, alten Gebäude wirken sehr imposant in den riesigen, hübsch angelegten Gärten. Wenn man die Auffahrten, gesäumt von gewaltigen Bäumen, zu den Gütern entlang fährt, spürt man die Tradition, den Reichtum und die Idylle. Das Lebensgefühl scheint sich um die schönen Seiten des Lebens zu drehen.

stellenbosch (6 von 22)

stellenbosch (15 von 22)

 

Wir wollten es den Kapstädtern gleichtun (die Picknick lieben) und hatten ein Weinpicknick (400 R + Wein) bei Warwick vorgebucht, was sich als Jackpot entpuppte. Mit den kulinarischen Leckerbissen im Korb und einer Flasche Chardonnay machten wir es uns auf großen Kissen unter einem Sonnenschirm auf einer Wiese bequem und genossen den Nachmittag.

stellenbosch (11 von 22)

stellenbosch (9 von 22)

stellenbosch (10 von 22)

 

Danach fuhren wir etwas „angeheitert“ weiter zu Delheim und machten dort eine Weinverkostung mit dazu passenden Cupcakes (80 R p.P.).

stellenbosch (20 von 22)

stellenbosch (16 von 22)

stellenbosch (21 von 22)

stellenbosch (18 von 22)

 

Wir fühlten uns richtig wohl hier.
Leckeres Essen und Wein in solch einem Ambiente, das ist unser Ding.

Wir kommen wieder!

stellenbosch (14 von 22)

 

Kapstadt – Das schönste Ende der Welt

Vier Nächte verbrachten wir in dieser 3,7 Millionen Einwohner Stadt. Wolkenkratzer, Blechhütten, protzige Villen, kleine Häuser, Wohnblöcke, alles in einer Stadt. Es dominiert aber der westliche Standard, die Townships inklusive der ärmlichsten Hütten aus Blech und Schrott liegen getrennt von der restlichen Stadt außerhalb.
Wir sind überrascht, wie sehr uns alles an Europa erinnert. Hier ist gerade Sommer und das spürt man. Es hat etwas von Mittelmeer wie an der Waterfront die Familien mit Kinderwagen in den Cafés frühstücken, die Rentner die Promenade entlang schlendern und die Pärchen verliebt auf den Bänken sitzen. Alles „Weiße“. Nur die Souvenir-Shops mit den Bongos, Zebrafellen und Safari-Schnitzereien erinnern daran, dass wir in Südafrika sind.

K1600_kapstadt (1 von 58)

K1600_kapstadt (45 von 58)

 

Kaap De Goede Hoop

Ein Ausflug mit unserem Mietwagen zum Kap der guten Hoffnung hat uns dann aber doch sehr schnell verdeutlicht am ganz anderen Ende der Welt zu sein. Die sehr rauhe, türkise See klatscht an die rötlichen Felsen mit einer Ausdauer, die einem nur die unbändige Kraft der Natur nahe bringen kann. Es gibt das Cape of good Hope und Cape Point, wo der alte Leuchtturm steht zu dem man hinauf wandern kann. Die Aussicht ist traumhaft. Kaum vorzustellen, dass hier so viele Seefahrer ihre Leben ließen. Jetzt sind es hochsommerliche Temperaturen, klare Sicht, die Sonne scheint, der erste Sonnenbrand lässt grüßen.

K1600_kapstadt (6 von 58)

K1600_kapstadt (11 von 58)

K1600_kapstadt (15 von 58)

 

Boulders Piguin-Kolonie

Ebenso typisch für das Kap sind seine Brillenpinguine. Die süßen kleinen Tierchen hocken bei 30°C in der Sonne auf Steinen am Boulders Beach (Simon’s Town) und kühlen sich zwischendurch im kalten Meer ab. Man kann ihnen ganz nahe kommen in freier Natur, man kann sogar mit ihnen schwimmen. Es ist sehr beeindruckend Tiere, die man nur aus dem Zoo kennt, in ihrer natürlichen Umgebung in freier Wildbahn zu sehen.

K1600_kapstadt (19 von 58)

K1600_kapstadt (21 von 58)

 

Die Westküste

Kapstadt hat mehrere Vororte, die wundershön an der Küste liegen. Camp’s Bay zum Beispiel hat einen vorzeigbaren weißen Strand mit Blick auf die Twelve Apostel’s, eine berühmte Bergkette. Das klare, türkis-blaue Wasser ist uns aber mit 17°C zu kalt, die kühle Brise tut in der Hitze aber gut. Hier ist alles sehr schick und passt noch weniger in unser Bild von Südafrika.

K1600_kapstadt (22 von 58)

K1600_kapstadt (23 von 58)

 

In der Hout Bay wartet der nächste Strand. Wunderschön, aber kalt. Wir besuchten hier einen Kunst- und Handwerkermarkt (Bay Harbour Market). Kein Ramsch, sondern richtig schöne Sachen zu europäischen Preisen konnte man hier kaufen. Alles bunt, künstlerisch und schön. Wir haben Gemsbok (eine Antilopen-Art) gegessen, sehr lecker. Außerdem kamen wir mit Kapstädtern ins Gespräch und freuten uns, dass dies noch ein Geheimtipp zu sein scheint.

K1600_kapstadt (31 von 58)

K1600_kapstadt (29 von 58)

K1600_kapstadt (30 von 58)
Der Chapman’s Peak Drive ist eine Küstenstraße von Hout Bay nach Noordhoek, die uns wunderschöne Ausblicke bescherte. Eine solche Landschaft haben wir bisher noch nicht gesehen.

K1600_kapstadt (33 von 58)

 

Kirstenbosch

Ein weiteres Highlight stellte der botanische Garten Kirstenbosch dar. Schon in Deutschland kauften wir ein Ticket für das Summer Sunset Concert, die Cape Town Philharmonie. Der Garten an sich ist riesig und wunderschön. Wie in Jurassic Park schmiegt sich der Tafelberg an die Wiesen, Bäume, Sträucher und Beete. Wir haben noch nie eine so schöne Anlage gesehen. Kirstenbosch ist der erste botanische Garten, der zum Unesco Weltkulturerbe erklärt wurde.

K1600_kapstadt (35 von 58)

K1600_kapstadt (36 von 58)

K1600_kapstadt (37 von 58)

 

Das Konzert war dann auch richtig schön. Die Kapstädter lieben es zu picknicken. Und so saßen wir mit hunderten an einem Hang auf einer Wiese, viele mit Decke, Stühlen, Wein, Käse, Brot, Sandwiches, Sekt. Das Flair war einzigartig. Die Musik auch.

K1600_kapstadt (40 von 58)

 

Skydiving

Der Höhpunkt für den Adrenalin-Spiegel war mit Sicherheit unser Fallschirmsprung. Nur 40km nördlich von Kapstadt (bei Skydive Cape Town, ca. 120€) ging es von ca. 3000m Höhe in die Tiefe. Etwas Vergleichbares gibt es nicht. Mit der Aussicht von Kapstadt inklusive Tafelberg und dem Meer stürzten wir uns nacheinander in den Abgrund, 30 sec freier Fall und dann gleiteten wir mit  geöffnetem Fallschirm dem Boden näher. Wir sind einer Meinung: das machen wir irgendwann nochmal!

DCIM100GOPROG0196159.

DCIM100GOPROG0083875.

 

Der Weg zum Hangar hatte übrigens auch sehr schöne Ausblicke…

K1600_kapstadt (44 von 58)

 

Table Mountain

Und weil wir noch nicht genug Höhenmeter gemacht hatten, sind wir dann noch den Tafelberg rauf, zu Fuß natürlich. Wir sind seit dem Rinjani in Indonesien ja Profis. 600 Höhenmeter waren zu überwinden, zum Sonnenuntergang wollten wir oben sein. Wir haben dann etwas über eine Stunde gebraucht und waren stolz so fix oben zu sein.

K1600_kapstadt (48 von 58)

 

Völlig verschwitzt mischten wir uns dann unter die anderen Touristen, die mit der Seilbahn hochgefahren sind. Seltsames Gefühl. Der Ausblick war dann wunderschön. Kapstadt, das Meer, die Berge, die Vororte, die Küste, … auf der flachen Ebene kann man umherlaufen und bekommt viele unterschiedliche Panoramen zu Gesicht. Der Sonnenuntergang setzte der Romantik nochmal einen drauf.

DCIM122GOPRO

K1600_kapstadt (56 von 58)

DCIM123GOPRO

K1600_kapstadt (58 von 58)

 

„Etwas mit eigenen Augen gesehen zu haben ist mehr wert, als mit eigenen Ohren davon gehört zu haben“

Kapstadt hat uns überrascht, obwohl man schon so viel darüber gehört hat. Mal wieder ist alles anders. Hier prallen Welten aufeinander: die Ozeane, die Palmen und die Eichen, die Schwarzen und die Weißen, die Strände und die Berge, der prunkvolle Reichtum auf die Armut.

Wir haben ein neues Ziel für unseren zukünftigen Wohnort auf unserer immer länger werdenden Liste. Hoffentlich kommen wir irgendwann wieder hierher.