13 Besonderheiten in Japan

Wir waren vier Wochen in Japan unterwegs und gerade weil dieses Land unserem Standard der Entwicklung entspricht, war es so interessant zu sehen, wie unterschiedlich sich Länder/Kulturen entwickeln können. Japan ist einfach einzigartig, besonders weil es sich sehr isoliert entwickelt hat.

 

Uns fiel so viel auf, dass es schnell ein eigener Blogeintrag wurde, abseits von den bekannten Klassikern „mangelnden Englischkenntnisse“ und „ungewöhnliches Essen“. Wir hinterfragten außerdem viele Dinge, die in Deutschland selbstverständlich sind und für eben zB Japaner sehr seltsam sein müssen.

 

1. Beheizte Toilettensitze

Es fühlt sich an, als hätte da jemand gerade etwas länger gesessen ;) Generell sind fast alle Toiletten voll elektrisch inkl Geräuschfunktion und es gibt sie in sehr sauber quasi überall (Bahnhof, Parks, Kaufhäuser, usw). Wir lieben das und sind auf unserer Reise schon enttäuscht, wenn der Sitz kalt ist…

 

2. Wo es geht, wird in einer Schlange angestanden

Ob am Bahnhof vor dem Einsteigen, beim Essensstand oder an der Ampel, es wird sich fein säuberlich aufgereiht und ohne Rempeln angestanden. Vordrängeln kennen die Japaner nicht. Gerade beim Einsteigen in Züge gibt es genaue Richtlinien, wo man wartet und einsteigt. Sehr angenehm!

 

3. Bäume gehören beschnitten

Daraus ergibt sich ein sehr charakterisches Aussehen der Vorgärten. Passt irgendwie zu der japanischen Ordnungsliebe.

 

4. Pünktliche, super schnelle high-tech Züge

300 km/h und mehr macht es möglich: man fährt 700km in knapp 3h und das immer auf die Sekunde pünktlich. Ungelogen hatte kein einziger Zug auf unserer Reise Verspätung.

 

5. Alles muss in Plastik, am besten mehrmals

Beim Bäcker kommt jede Backware in eine kleine Tüte mit Tesafilm und dann alles nochmal in eine Tüte. Im Supermarkt sowieso. Jedes Tuch, Essbesteck oder Gemüse/Obst (auch auf dem „Natural Food Market“), alles ist in Plastik umhüllt. Streetfood ist meist auch sicherhaltshalber mehrmals eingepackt. Nachhaltigkeit sieht anders aus…

Im Recycling sind die Japaner dann aber wiederum Weltmeister und geradezu fanatisch (es gibt bis zu 12 verschiedene Müllarten).

 

6. Die Sache mit den Mülleimern und der Sauberkeit

Trotz der anfallenden Müllmassen gibt es einfach keine Mülleimer. Im Zweifel nimmt man den wieder mit nach Hause. Eine Recherche ergab, dass der Grund ein Anschlag 1995 in Tokyo ist, bei dem Mülltonnen missbraucht wurden. Und trotzdem sind die Straßen wie geleckt. Japan ist sehr,sehr sauber. Sauberer als Deutschland.

 

7. Man kann alles aufspießen

In Bezug auf Essen sind dem keine Grenzen gesetzt: ganze Würstchen, Frittiertes, Fleisch, Süßes, Obst, sogar kleine Baby-Oktopusse (tauften wir „Okto-Lollie“).

 

8. Alles ist klein

Ob die Hotelzimmer/Wohnungen, die Deckenhöhe, die Autos, die niedrige Höhe der Spiegel, die Sitzplätze in Bussen, die Menschen. Gerade für große Männer manchmal nicht einfach…

 

9. Schirme und Mundschutz sind Accessoires

Bei uns nur bei Regen in Nutzung (wenn überhaupt), sind Schirme hier ein toller Schutz gegen die Sonne bei Sonnenphobie. Mundschutz gehört zum guten Ton, vor allem wenn man selber krank ist und aus Höflichkeit keinen anstecken will.

 

10. Höflichkeit, Verbeugen und Dankbarkeit sind selbstverständlich

Alle sind immer höflich, ruhig, zuvorkommend, nett und man verbeugt sich gerne zum Abschied oder zum Bedanken, am besten immer mehrmals. Mit dieser japanischen Art, wäre man in Deutschland immer der Letzte. Außerdem fällt uns immer wieder auf, wie ruhig es trotz Menschenmassen ist. Es wird nicht gehupt und in der U-Bahn wird geschwiegen. Brüllen, laut lachen, schreien oder auch nur lautstark unterhalten tun sich hier vor allem die Touristen. Von denen gibt es hier aber nicht sehr viele…

Wir haben noch nie ein so höfliches Volk gesehen.

 

11. Die Japaner lieben Regeln und Hinweise zu diesen Regeln

Und diese hängen gut erkennbar überall aus. Am besten auch mehrmals. Lieber ein Schild zu viel, als zu wenig. Blöd nur, wenn man sie aufgrund der Schriftzeichen gar nicht erst versteht… ;)

 

12. Alles macht Geräusche und/oder blinkt

Ampeln, Türen, Werbeplakate, Klimaanlagen, Fahrstühle, die Müllabfuhr, Automaten. Alles spricht mit einem. Der Busfahrer redet auch unentwegt. Am lautesten und grellsten sind aber die Pachinkos, die Spielhöllen, die es an jeder Ecke gibt. Das steht in krassem Kontrast zu der japanischen Art und ist irgendwie komisch, dass sowas dann gefällt.

 

13. Blühender Kirschbaum? Plastikplane raus und Picknick!

Egal wo und wann. Wenn etwas blüht, dann wird darunter gepnickt (natürlich auf Plastik). Hanami ist wahrscheinlich der einzige Grund für die ordnungsliebenden, ruhigen Japaner mal richtig auszurasten.

 

 

Europa muss für die Japaner laut, dreckig, unordentlich und einziges Chaos sein. Noch dazu rüpelhafte, unhöfliche und unfreundliche Menschen. Die Hygiene inklusive hinterwälderische Sanitäranlagen lässt zu Wünschen übrig. Mal überspitzt gesagt und nur so eine Vermutung ;)

 

Wir sind auf jeden Fall jeden Tag über die Eigenheiten Japans erstaunt. Ob es nun der Restaurantbesuch ist, der zum Erlebnis wird, weil alle Beifall klatschen, nachdem ich mit GoogleTranslator meine Schwangerschaft verkündete (anders war der angebotene Sake nicht abzulehnen) oder die Ruhe und Ordnung beim Kreuz-und-Quer-laufen auf der wahrscheinlich menschenreichsten Kreuzung der Welt (Shibuya Kreuzung – bis zu 15.000 (!) Menschen pro Ampelphase).

 

 

 

 

 

Ein Tagesausflug nach Beppu Onsen

Wir wohnten auf unserer Route für zwei Nächte in Fukuoka und hatten nach reichlich Stadt, mal wieder Lust auf etwas anderes. Trotz „Golden Week“ und damit verbundenen, sich bestimmt lohnenden Festivals, flohen wir für einen Tag nach Beppu – einer Onsen-Stadt am Meer. Gute zwei Stunden Zugfahrt brachten uns in eine andere Welt.

 

 

Onsen

Eine kurze Erklärung. Wir kannten das Wort vor Beginn der Reiseplanung nämlich nicht so richtig, obwohl im vulkanisch teils sehr aktivem Japan allgegenwärtig. Es handelt sich um von natürlichen heißen Quellen abgezapfte Bäder, die auf eine ganz bestimmte, traditionelle Art und Weise (inklusive zahlreicher, möglicher Fettnäpfchen) genommen werden. Dem Thermalwasser wird außerdem aufgrund der enthaltenden Mineralien eine heilende Wirkung nachgesagt. Das Ganze dient der Entspannung vom Alltag und ist unserer Sauna ähnlich. Onsen gibt es im ganzen Land, doch in manchen Orten besonders viele, was häufig der Name „Onsen“ als Teil des Ortsnamen verrät.

 

In Beppu jedenfalls dampft, brodelt und sprudelt es aus allen Ritzen und Gullideckeln. Der unverkennbare Schwefelgeruch steigt einem in die Nase ohne unangenehm zu sein. Es gibt zig Onsen zum Baden und, eher einzigartig in Japan, die Jigoku = Höllen. Das sind sehr heiße Quellen, nicht zum Baden geeignet, in den unterschiedlichsten Farben und Konsistenzen. In Beppu gibt es die zweitgrößte Thermalwasser-Ansammlung der Welt. Außerdem kann man hier noch Sandbäder machen, wo man mit heißem Sand überhäuft wird und schwitzt.

 

Umi-Jigoku

Diese „Hölle“ bedeutet übersetzt Meereshölle. Die blaue Farbe ist schön anzusehen und die ganze Anlage hat uns sehr gefallen. Mit inkludiert ist ein Fußbad und eine weitere kochend heiße, rot-braune Quelle.

 

Kannawa

So heißt der Stadtteil, in dem die meisten Jigoku und sehr viele Onsen liegen. Durch die Gassen zu schlendern lohnt sich. Hier gibt es außerdem viel leckeres Streetfood, insbesondere Dinge, die im Dampf gegaart wurden. Wir versuchten unter anderem einen kochend heißen Maiskolben, der dann nach 20 Minuten abkühlen auch wirklich lecker war.

 

Hayotan Onsen

Und natürlich besuchten wir ein Onsen. Wir hatten die Qual der Wahl und standen vor einem unüberschaubarem Angebot. Letztenendes siegte der Wunsch gemeinsam zu Baden (die Onsen sind sonst nach Geschlechtern getrennt) und wir entschieden uns für einen privaten Onsen nur für uns. Unser Bereich bestand aus einem Vorraum zum Aus- und Anziehen und einem Außenbereich mit Waschstelle, dem Becken, in das für uns frisches Thermalwasser floss und einer kleinen Dampfsauna. Wir konnten die Bade-Temperatur selbst einstellen (die Onsen sind sonst meist sehr heiß), uns so richtig in Ruhe entspannen und die Zweisamkeit genießen. Ein Dampfbad rundete die Sache ab. Es war einfach herrlich!

 

 

 

Der Tagesausflug hat sich für uns gelohnt und wurde zu einem kleinem Highlight auf unserer Japan-Reise. Es kann weitergehen – tiefenentspannt und mit einer weiteren einzigartigen Erinnerung.

 

Tropische Auszeit auf Iriomote & Ishigaki

Bei vier Wochen Japan mit Tempelmarathon und Hochhauskulisse, wollten wir mindestens eine Woche Strand, Ruhe und tropisches Wasser. Dazu buchten wir vorab Flüge nach Okinawa zu den Yaeyama-Inseln, genauer Ishigaki und Iriomote. Wir waren sehr gespannt, wie es aussieht, wenn türkises Meer auf japanische Kultur trifft und wurden nicht enttäuscht!

 

Ishigaki-jima – auf nach Südjapan!

Die Insel erreichten wir mit dem Flugzeug in ca 3h von Tokyo. Die Fahrt nach Norden in den Ort Kabira fuhren wir mit dem Taxi. Den Bus hatten wir leider verpasst (den englischen Busfahrplan sollte man sich unbedingt an der Bushaltestelle am Flughafen besorgen).

Die kleine verschlafene Bucht, in der sich Kabira befindet, bietet das Nötigste was man als Reisender braucht: einen kleinen „Tante Emma Laden“, eine handvoll Restaurants und einige Unterkünfte. Ansonsten wirkt der Ort fast ausgestorben, was wir als angenehm empfanden. Wir mieteten uns in das „Resort Life Kabira“ ein. Vom Besitzer erfuhren via Google Translator, wo sich lohnende Restaurants befinden. Und wir wurden kulinarisch auch wirklich nicht enttäuscht! Wir hatten tolles Tempura & Sushi im Lokal Jimbei vom lolaken Fischermann, selbstgebratenses Ishigaki Beef bei Umaru und leckere Backwaren in der lokalen Bäckerei. Da es nicht viele Restaurants gibt, sollte man bei Zeiten da sein oder versuchen zu reservieren. Schnell sind die wenigen Tische belegt oder zu späterer Stunde das Essen einfach aus. Mehr Auswahl gibt es in Ishigaki-Stadt, inklusive einiger Cafés und westlicher Restaurants.

 

Im Nachhinein hätte es Sinn gemacht, einen Mietwagen zu nehmen, um die Insel auf eigene Faust besser erkunden zu können. Hier ist allerdings ein bisschen mehr Engagement in der Reisevorbereitung nötig (Stichwort japanische Übersetzung des Führerscheins). Wir machten trotzdem kleine Ausflüge mit dem Bus zu den Stränden Sukuji Beach (in der Nähe vom Seaside Hotel) und nach Yonehara. Für uns völlig ausreichend und tagesfüllend…

Von Kabira ging es dann erst mit dem Bus zum Hafen und dann mit der Fähre zur bezaubernden Insel Iriomote.

 

Iriomote-jima – stilles Paradies

Iriomote fühlte sich für uns wie ein rundum-sorglos-Paket an. Am Fährhafen in Uehara angekommen, sahen wir gleich eine Frau die ein Schild mit der Inschrift Nilaina (unsere Unterkunft) hoch hielt. Wir waren überrascht und Sie war es auch, denn wir hatten keinem Bescheid gesagt, mit welcher Fähre wir übersetzen. Aber egal, manchmal läufts.

Nach kurzer Begrüßung in unserer „Dschungel-Unterkunft“ gab’s kurze Empfehlungen zu den Aktivitäten und wir wurden gefragt, in welchem Restaurant wir gerne zu Abend essen würden, damit reserviert werden kann und ein Shuttle bereitsteht. Sehr komfortabel. Den restlichen Tag verbrachten wir am Strand Hoshisuna-no-hama in Laufreichweite.

 

Ausflug nach Barasu-to

Am zweiten Tag buchten wir ein kleine Tour über Blue Zest: ein Schnorcheltrip mit kleiner Pause auf einer winzigen Insel aus Korallenschrott, die gerade so über das Wasser ragt – Barasu-to. Das Schnorcheln war erstaunlich schön. Tolle Hartkorallengärten mit tiefen Passagen. Spektakuläre Fische blieben allerdings aus, wobei es insgesamt doch schon „fischig“ war und wir ein paar Fische entdeckten, die wir noch nie gesehen haben. Die GoPro hatten wir zu Hause gelassen, da wir so eine schöne Unterwasserwelt gar nicht erwartet hatten.

 

Traumstrand Ida-no-hama

Am dritten Tag ging es via Bus und Fähre zum westlichen Zipfel der Insel zum Strand Ida-no-hama. Dieser Stand gehört zu einem der Schönsten, die wir kennen. Satt grüner tropischer Wald bis zum Strand, schattige Plätzchen zum Dösen, türkisblaues Wasser, zu beiden Seiten eingerahmt durch steile Klippen und ab und zu schnappt eine Schildkröte, die nach Seegras sucht, nach Luft. Schildkröten sind unsere liebsten „Unterwassertiere“ und wir kriegen nicht genug davon, mit ihnen zu schnorcheln. Eine wirklich gelungene Überraschung! Wir konnten gar nicht genug Fotos machen…

Und teilen muss man sich dieses kleine Paradies übrigens mit nur ein, zwei anderen Menschen.

 

Wir genossen die ruhigen Tage in den tropischen Gefilden. Schöne Strände kann Japan also auch. Wir sind sehr begeistert von der Vielseitigkeit des Landes. Nächster Stopp: die größte Metropole der Welt – Tokyo! Größer kann der Kontrast fast gar nicht sein…

 

 

Auftakt in Osaka & Kyoto

Wir sind angekommen in Japan und starten unsere Route mit Osaka und Kyoto.

Japan ist schon auf den ersten Blick so anders, als alles, was wir vorher gesehen haben. Und wir sind doch mittlerweile schon viel unterwegs gewesen. Die Schriftzeichen; beheizte Toilettensitze; Schlange stehen, wo es nur geht… Die Liste ist lang und ein eigener Blogeintrag wert.

 

Zwei Tage ankommen in Osaka

Hier leben immerhin 2,7 Millionen Einwohner und man erwartet das große asiatische Chaos. So ist es aber ganz und gar nicht. Fast schon leise, ruhig und gesittet geht es in Osaka zu. Wir sind völlig überwältigt und irgendwie auch ein bisschen überfordert mit den ganzen Verhaltensweisen und Systemen, die hier in Japan so anders sind. Wie funktioniert das mit den elektronischen Gates am Bahnhof? Und was verkaufen die hier in dem Shop? Was essen wir hier eigentlich?

Aber zurück zu Osaka:

Wir machten einen Spaziergang durch Minami mit pulsierendem Straßenleben und dem überdachten Markt. Ein schönes Viertel für einen Snack am Straßenrand und zum Shoppen. Wobei wir in ganz Osaka, zB im Namba Parks, richtig hübsche Geschäfte gesehen haben.

Wir besichtigten die Burg Osaka-no, welche auf eine lange Geschichte zurückblickt. Uns interessierte aber insbesondere die Kirschblüte, die wider Erwarten noch blühte. Welch ein Glück! Ein kleines bisschen Hanami (Kirschblütenfest) gab es auch noch mit Essensständen und auf blauen Plastikdecken picknickenden Japanern.

Und wir sind viel gelaufen, haben uns an einem japanischen Supermarkt versucht und waren auch viel in unserem AirBnB mit Tatamimatten und Futon zum Schlafen und zur weiteren, verspäteten Planung unserer Reise.

Zugegeben, wir gehen diese Reise sehr langsam an und legen immer wieder Pausen ein. Ich bin schwanger und einfach nicht so auf der Höhe. Das Gefühl, etwas zu verpassen, haben wir nicht.

 

4 Tage Sightseeing Marathon in Kyoto

Zu allererst müssen wir diese tolle Unterkunft loben: Fujitaya BnB. Es ist ein Hostel, welches total durchdacht ist (Küche, schönes „Wohnzimmer“, saubere Sanitäranlagen, usw). Wir haben uns so wohlgefühlt! (trotz Futon, der gerade mich schwangeres Persönchen langsam fertigmacht)

In Kyoto startete unser Sightseeing erst richtig. Wir bestiegen Tag für Tag den Bus (600 Yen, ca 4,80€ Tagesticket) und fuhren von Tempel, zu Garten, zu Schrein, zu Markt und so weiter. Kyoto ist die kulturelle Hauptstadt Japans und strotzt nur so vor Sehenswürdigkeiten. Gar nicht so einfach eine Auswahl zu treffen…

Wir haben es sehr ruhig angehen lassen und dann auch einfach vieles nicht gemacht. Man kann hier noch so viel mehr sehen, erleben und unternehmen. Hervorzuheben ist das tolle Bussystem, welches wir auch noch ohne mobiles Internet gut meisterten und die vielen Essensmöglichkeiten.

 

Kinkaku-ji

Der goldene Pavillon ist wohl ein Must-see. Das sehen auch viele andere Besucher so und wir sind zwar vom buddhistischen Tempel sehr angetan, verweilen aber wegen der Menschenmassen nicht lange.

 

Ryoan-ji

Ein berühmter Zen Garten, wenn nicht DER Zen Garten. Das sieht in etwa so aus, wie diese kleinen Gärten, wo man mit Mini-Haken zur Beruhigung durchjäten kann, nur eben in groß. Er wurde um 1450 angelegt und besonders die aus Pflanzen bestehenden Gärten drumherum gefallen uns sehr.

 

Kaiserliche Palast Kyoto bzw sein Garten

Der „aktuelle“ Kaiserpalast steht in Tokyo. Trotzdem sind wir wie immer froh, auch mal durch Grünanlagen zu spazieren und einfach die Friedlichkeit der Bäume auf uns wirken zu lassen.

 

Iwatayama-Affenpark in Arashiyama

Nach 20min Wanderung hat man einen tollen Panoramablick über Kyoto und kann nebenbei noch Affen beim Herumtollen, Zanken und Entlausen zusehen.

 

Der Park liegt in Arashiyama, welches an sich auch schon eine schöne Ecke Kyotos ist.

 

Tenryu-ji in Arashiyama

Ein Tempel der Rinzai-Schule mit Weltklasse-Garten. Wir konnten auch hier noch die Kirschblüte bestaunen! (Wir entschudigen uns für die ganzen Kirschblütenfotos, sie sind nur so schön…)

 

Arashiyama-Bambushain

Ein Weg durch einen Bambuswald mit dickem Bambus so hoch wie Bäume. Alle haben die gleiche Dicke und gerade der Blick nach oben ist faszinierend. Auch hier gibt es viele Menschen…

 

Botanischer Garten Kyoto

Dieser schön angelegte Garten lädt zum Spazierengehen ein, es gibt sogar ein Gewächshaus und wieder Kirschblüten zu bewundern.

 

Nishiki-Markt

Ein überdachter Markt mit sehr vielen exotischen Waren. Wir entdeckten Okto-Lollies (eigener Wortentwurf), die wir im Laufe der Reise immer wieder sahen. Generell spießen die Japaner gerne alles auf, eben leider auch kleine Baby-Oktopusse.

 

Bonsai-Schule Koju-en

Die Bonsaischule von Meister Tomohiro Masumi ist ein Augenschmaus für alle Interessierte. Die Spezialisierung liegt hier bei sog. Shohin (Bed: „ein kleines Ding“). Es handelt sich also um extrem kleine Bonsai die meist nicht größer als 20cm sind. Umso beeindruckender ist es, wie Herr Tomohiro charakterstarke Bonsai hervorbringt. Hauptsächlich Mädchenkiefern und Dreispitzahorn sind hier vertreten. Es ist nur zu schade, dass eine Mitnehmen nach Deutschland nur mit hohem Aufwand möglich ist. Aber selbst Anschauen war ein tolles Erlebnis.

 

Fushimi Inari-Taishs

Endlose Gänge aus rot-orangenen torii (Schreintoren) auf einem dicht bewaldeten Berg. Man kann hier locker 2 Stunden spazieren und ist nach dem anfänglichen Trubel schnell unter sich mit einer mystischen, friedlichen Stimmung. Eins unserer Highlights in Kyoto.

 

Gion und Maruyama-koen

Gion ist ein Unterhaltungs- und Geisha-Viertel und kommt am ehesten einer „Altstadt“ am nächsten. Es gibt traditionelle Häuser zu sehen und mit Glück Geishas, die zwischen den Teehäusern hin und her huschen. Aber Achtung, auch Touristen finden es irgendwie toll, sich für viel Geld zu verkleiden und sich dann in den Gassen von anderen Touristen bewundern zu lassen… Wir haben uns dann noch im Park Maruyama-koen ein bisschen ausgeruht.

 

 

Der Start in Japan war sehr faszinierend. Wir haben uns gut an die Eigenheiten gewöhnen können und sind von vielen Dingen sehr begeistert. Es sind nicht unbedingt die Sehenswürdigkeiten an sich, sondern vielmehr das Land, welches so anders ist, als alles, was wir schon gesehen haben, was uns so beeindruckt.