Auftakt in Osaka & Kyoto

Wir sind angekommen in Japan und starten unsere Route mit Osaka und Kyoto.

Japan ist schon auf den ersten Blick so anders, als alles, was wir vorher gesehen haben. Und wir sind doch mittlerweile schon viel unterwegs gewesen. Die Schriftzeichen; beheizte Toilettensitze; Schlange stehen, wo es nur geht… Die Liste ist lang und ein eigener Blogeintrag wert.

 

Zwei Tage ankommen in Osaka

Hier leben immerhin 2,7 Millionen Einwohner und man erwartet das große asiatische Chaos. So ist es aber ganz und gar nicht. Fast schon leise, ruhig und gesittet geht es in Osaka zu. Wir sind völlig überwältigt und irgendwie auch ein bisschen überfordert mit den ganzen Verhaltensweisen und Systemen, die hier in Japan so anders sind. Wie funktioniert das mit den elektronischen Gates am Bahnhof? Und was verkaufen die hier in dem Shop? Was essen wir hier eigentlich?

Aber zurück zu Osaka:

Wir machten einen Spaziergang durch Minami mit pulsierendem Straßenleben und dem überdachten Markt. Ein schönes Viertel für einen Snack am Straßenrand und zum Shoppen. Wobei wir in ganz Osaka, zB im Namba Parks, richtig hübsche Geschäfte gesehen haben.

Wir besichtigten die Burg Osaka-no, welche auf eine lange Geschichte zurückblickt. Uns interessierte aber insbesondere die Kirschblüte, die wider Erwarten noch blühte. Welch ein Glück! Ein kleines bisschen Hanami (Kirschblütenfest) gab es auch noch mit Essensständen und auf blauen Plastikdecken picknickenden Japanern.

Und wir sind viel gelaufen, haben uns an einem japanischen Supermarkt versucht und waren auch viel in unserem AirBnB mit Tatamimatten und Futon zum Schlafen und zur weiteren, verspäteten Planung unserer Reise.

Zugegeben, wir gehen diese Reise sehr langsam an und legen immer wieder Pausen ein. Ich bin schwanger und einfach nicht so auf der Höhe. Das Gefühl, etwas zu verpassen, haben wir nicht.

 

4 Tage Sightseeing Marathon in Kyoto

Zu allererst müssen wir diese tolle Unterkunft loben: Fujitaya BnB. Es ist ein Hostel, welches total durchdacht ist (Küche, schönes „Wohnzimmer“, saubere Sanitäranlagen, usw). Wir haben uns so wohlgefühlt! (trotz Futon, der gerade mich schwangeres Persönchen langsam fertigmacht)

In Kyoto startete unser Sightseeing erst richtig. Wir bestiegen Tag für Tag den Bus (600 Yen, ca 4,80€ Tagesticket) und fuhren von Tempel, zu Garten, zu Schrein, zu Markt und so weiter. Kyoto ist die kulturelle Hauptstadt Japans und strotzt nur so vor Sehenswürdigkeiten. Gar nicht so einfach eine Auswahl zu treffen…

Wir haben es sehr ruhig angehen lassen und dann auch einfach vieles nicht gemacht. Man kann hier noch so viel mehr sehen, erleben und unternehmen. Hervorzuheben ist das tolle Bussystem, welches wir auch noch ohne mobiles Internet gut meisterten und die vielen Essensmöglichkeiten.

 

Kinkaku-ji

Der goldene Pavillon ist wohl ein Must-see. Das sehen auch viele andere Besucher so und wir sind zwar vom buddhistischen Tempel sehr angetan, verweilen aber wegen der Menschenmassen nicht lange.

 

Ryoan-ji

Ein berühmter Zen Garten, wenn nicht DER Zen Garten. Das sieht in etwa so aus, wie diese kleinen Gärten, wo man mit Mini-Haken zur Beruhigung durchjäten kann, nur eben in groß. Er wurde um 1450 angelegt und besonders die aus Pflanzen bestehenden Gärten drumherum gefallen uns sehr.

 

Kaiserliche Palast Kyoto bzw sein Garten

Der „aktuelle“ Kaiserpalast steht in Tokyo. Trotzdem sind wir wie immer froh, auch mal durch Grünanlagen zu spazieren und einfach die Friedlichkeit der Bäume auf uns wirken zu lassen.

 

Iwatayama-Affenpark in Arashiyama

Nach 20min Wanderung hat man einen tollen Panoramablick über Kyoto und kann nebenbei noch Affen beim Herumtollen, Zanken und Entlausen zusehen.

 

Der Park liegt in Arashiyama, welches an sich auch schon eine schöne Ecke Kyotos ist.

 

Tenryu-ji in Arashiyama

Ein Tempel der Rinzai-Schule mit Weltklasse-Garten. Wir konnten auch hier noch die Kirschblüte bestaunen! (Wir entschudigen uns für die ganzen Kirschblütenfotos, sie sind nur so schön…)

 

Arashiyama-Bambushain

Ein Weg durch einen Bambuswald mit dickem Bambus so hoch wie Bäume. Alle haben die gleiche Dicke und gerade der Blick nach oben ist faszinierend. Auch hier gibt es viele Menschen…

 

Botanischer Garten Kyoto

Dieser schön angelegte Garten lädt zum Spazierengehen ein, es gibt sogar ein Gewächshaus und wieder Kirschblüten zu bewundern.

 

Nishiki-Markt

Ein überdachter Markt mit sehr vielen exotischen Waren. Wir entdeckten Okto-Lollies (eigener Wortentwurf), die wir im Laufe der Reise immer wieder sahen. Generell spießen die Japaner gerne alles auf, eben leider auch kleine Baby-Oktopusse.

 

Bonsai-Schule Koju-en

Die Bonsaischule von Meister Tomohiro Masumi ist ein Augenschmaus für alle Interessierte. Die Spezialisierung liegt hier bei sog. Shohin (Bed: „ein kleines Ding“). Es handelt sich also um extrem kleine Bonsai die meist nicht größer als 20cm sind. Umso beeindruckender ist es, wie Herr Tomohiro charakterstarke Bonsai hervorbringt. Hauptsächlich Mädchenkiefern und Dreispitzahorn sind hier vertreten. Es ist nur zu schade, dass eine Mitnehmen nach Deutschland nur mit hohem Aufwand möglich ist. Aber selbst Anschauen war ein tolles Erlebnis.

 

Fushimi Inari-Taishs

Endlose Gänge aus rot-orangenen torii (Schreintoren) auf einem dicht bewaldeten Berg. Man kann hier locker 2 Stunden spazieren und ist nach dem anfänglichen Trubel schnell unter sich mit einer mystischen, friedlichen Stimmung. Eins unserer Highlights in Kyoto.

 

Gion und Maruyama-koen

Gion ist ein Unterhaltungs- und Geisha-Viertel und kommt am ehesten einer „Altstadt“ am nächsten. Es gibt traditionelle Häuser zu sehen und mit Glück Geishas, die zwischen den Teehäusern hin und her huschen. Aber Achtung, auch Touristen finden es irgendwie toll, sich für viel Geld zu verkleiden und sich dann in den Gassen von anderen Touristen bewundern zu lassen… Wir haben uns dann noch im Park Maruyama-koen ein bisschen ausgeruht.

 

 

Der Start in Japan war sehr faszinierend. Wir haben uns gut an die Eigenheiten gewöhnen können und sind von vielen Dingen sehr begeistert. Es sind nicht unbedingt die Sehenswürdigkeiten an sich, sondern vielmehr das Land, welches so anders ist, als alles, was wir schon gesehen haben, was uns so beeindruckt.

 

 

Ein kontrastreiches Wochenende in Medellín

Wir verbrachten drei Tage in der Stadt des ewigen Frühlings mit seinem milden Klima, in einer der größten Erfolgsstorys Südamerikas, der Newcomer von Kolumbien.

Medellín war zu Pablo Escobars Zeiten und danach bis vor circa 15 Jahren noch die gefährlichste Stadt Südamerikas, wenn nicht sogar der Welt mit einer exorbitant hohen Moderate und Kolumbiens top Drogenumschlagplatz. Heute spürt man dagegen einen Aufschwung, eine unglaubliche Freundlichkeit der Kolumbianer, die so sehr glücklich sind über diesen Wandel. In ganz Kolumbien sind alle froh über die herrschende Sicherheit, den wachsenden Tourismus. Und Medellín ist die Vorzeigestadt, das Paradebeispiel, dafür, was sich seit Jahren in ganz Kolumbien abspielt.

Das Stadtbild ist eine Mischung aus Wolkenkratzern, Bürokomplexen, kleinen Wohnhäusern, zweistöckigen Häuserreihen, Bruchbuden, Baustellen, Grünflächen und einigen wenigen historischen Gebäuden wie Kirchen und Kolonialbauten. Kurz gesagt, die Stadt ist zunächst schwer einzuschätzen und ändert ihr Aussehen radikal von Stadtteil zu Stadtteil. Wir haben uns verschiedene Ecken der Stadt angeschaut und einiges unternommen.

 

Die Innenstadt – El Centro

Rund um die Metrohaltestelle „Parque Berrío“ wimmelt es nur so von Menschen, Läden und Autos. Und damit einhergeht der Dreck, die Moloch-Ecken, die Armut und uns beschleicht ein ungutes Gefühl. Leicht mulmig ist uns zumute und wir packen lieber alles Wertvolle gut weg.

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Wir sind ein bisschen durch die Straßen gezogen und haben Boteros überproportionalen Figuren am „Plazoleta de las Esculturas“ bewundert. Außerdem haben wir Flip-Flops für Johannes gesucht, erfolglos. Genauso wie die Postkartensuche. Insgesamt hat es uns hier eher weniger gefallen.

 

Jardín Botánico

Wenn es irgendwo einen botanischen Garten gibt, dann gehen wir meist hin. Dieser war eine kleine grüne Oase inmitten der Abgase und dem Lärm, mehr jedoch nicht. Ein paar Pflanzen, ein Teich, ein paar Grünflächen, das war’s. Trotzdem schön mal ins Grüne zu flüchten.

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In der Nähe rund um die Metrohaltestelle „Universidad“ im Stadtteil „Sevilla“ bot sich der gleiche Anblick wie schon im Stadtzentrum.

 

El Poblado

Hier wohnten wir in einem wunderschönen Zimmer bei Juan über Airbnb gebucht. Wir haben uns sehr wohl gefühlt, die Aussicht genossen und uns morgens über Kaffee und Toast gefreut.

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Ganz nahe reiht sich im eher dörflichen Stadtteil El Poblado ein Häuschen neben dem anderen. Es gibt super stylische Restaurants mit westlichem top Essen. Aber auch die typischen Essensstände mit allerlei Frittiertem findet man hier. Wir waren sehr lecker Burger essen, sowie kolumbianisch, außerdem waren wir Kaffee trinken und haben Sandwiches mit Slow Cooked Beef geschlemmt.

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In El Poblado gibt es auch die Möglichkeit zum Shopping in modernen Malls. Johannes erstand brasilianische ökologische Flip-Flops für unter 10€. Seine alten waren durchgelaufen.
Außerdem haben wir noch das kleine Schlösschen „El Castillo“ besucht. Ein bisschen Deutschland in Medellín. Völlig surreal, in einem wunderschönen Garten (schöner als der Botanische Garten) gelegen liegt die von einem Kolumbianer für seine deutsche Frau ca. 1940 gebaute Residenz. Ihre Tochter starb früh an dem Guillain-Barré-Syndrom und Don Diego Echavarria Misas selbst wurde 1971 entführt und getötet. Einzig allein seine Frau Doña Benedikta Zur Nieden führte die Residenz weiter und spendete viel für öffentliche Projekte, baute selber deutsche Schulen. 1997 starb sie in Deutschland und heute ist das Schlösschen ein Museum und sein Garten Treffpunkt für eine Auszeit von der Großstadt zB bei einem Picknick.

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La Comuna 13

Dieses Viertel war einst das gefährlichste und alleine hätten wir uns niemals hin getraut. Wir besuchten es im Rahmen einer „Graffiti Tour“ (Toucan, 60.000 COP), in dem ein Bewohner der Comuna 13 uns einiges über dieses Viertel erzählte und zeigte. Hier herrschten bis 2001 die Guerilla, der Staat existierte nicht. Im Dschungel zum Pazifik hin verstecken sich bis heute die Kokain Plantagen und über den Berg hatte das Gebiet der Comuna 13 guten Zugang. Von hier wurde das Kokain über die ganze Stadt verteilt. Es herrschte viel Gewalt, Kinder konnten nicht auf den Straßen spielen, nicht zuletzt auch weil das Militär bei Säuberungsaktionen auch unschuldige Einwohner umbrachte um Erfolge vorzeigen zu können. Irgendwann hatte die Comuna 13 die Nase voll, verriet jeden an die Polizei mit Kontakt zur Guerilla und machte sich die Umgebung mit Farbe, insbesondere Graffiti schön.

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Heute herrscht Frieden und wir hatten nicht das Gefühl unsicher zu sein. Die Menschen hier sind nicht reich, hausen aber auch nicht in Blechhütten, sondern in Steinhäusern. Interessant ist noch, dass mehrere Rolltreppen erbaut wurden um den Gang zur Arbeit zur erleichtern. Skurriler Anblick, der vor allem den Zugang zur Comuna für Touristen erleichtert. Man sagte uns, das Geld wäre besser in Schulen und medizinische Versorgung investiert worden.

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Trotzdem freut man sich über den Tourismus, er bringt Geld, die Sicherheit steigt und man ist stolz auf dass, was man hier geschafft hat.

 

So sind wir von A nach B gekommen

Taxis

Sie sind sicher und günstig. Uns wurde aber abgeraten eines an der Straße anzuhalten und wir hätten um eins zu rufen eine Telefonnummer raussuchen müssen. Also manchmal eher kompliziert.

 

Uber

Und hier kommt Uber ins Spiel. Eine tolle App, die in Deutschland verboten ist. Man sieht live die Uber Autos um sich herum, kann eines ordern indem man ein Ziel eingibt (kein kompliziertes Erklären auf Spanisch), der Preis wird angezeigt und via PayPal, Kreditkarte oder bar bezahlt. Das ganze ist günstig, einfach und sicher. Wir sind total überzeugt von dieser Wunder-App.

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Die Metro

Medellín ist sehr stolz auf seine Metro. Es gibt mehrere Linien und bezahlt wird pro Fahrt. Die Benutzung ist einfach, man ist schnell, nur leider ist das Netz nicht riesig .
Mit eingebunden sind die Metrocable, die Seilbahnen, die die Slums mit der Stadt verbinden und einen weiteren Einblick in die Lebensweise der Menschen dort bieten.

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Alles in allem

… hat uns Medellín gefallen. Wir konnten uns vorher nicht so richtig etwas darunter vorstellen und sind überzeugt, dass sich ein Aufenthalt lohnt. Gerade diese positive Stimmung hat es uns angetan.

 

Westkap – Mossel Bay & Stellenbosch

Die beiden Orte Mossel Bay und Stellenbosch liegen in der Provinz Westkap im südwestlichen Teil Südafrikas. Passend zum Kontrastprogramm unseres bisherigen Roadtrips in Südafrika könnten die beiden Städte kaum unterschiedlicher sein…

 

Mossel Bay

Von Kapstadt ging es mit dem Auto nach Mossel Bay. Nach ca. 400km und 4 Stunden Fahrt kamen wir an. Mossel Bay mit seinen 60 000 Einwohnern liegt in der gleichnamigen schönen Bucht. Unsere AirBnB-Unterkunft, die “Sundowner loft” (eine liebevoll ausgebaute Dachgeschosswohnung von Darryl und Nadja), bot einen tollen Blick auf den Hafen. Vor allem das Frühstück konnte man so richtig genießen.

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Am ersten Abend unternahmen wir einen kleinen Spaziergang entlang der östlichen Küste bis zum Cape Saint Blaze. Auf dem Weg konnten wir zahlreiche Surfer beobachten.

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Landestypisch gönnten wir uns in unserem eigenen kleinen Garten einen südafrikanischen Braai zum Abendessen.

Am nächsten Morgen gingen wir zur Blue Shed Roastery im Ort. Ein rustikales Café mit guter Auswahl und leckerem Kuchen.

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Der Saint Blaze Trail, der am Leuchtturm beginnt und sich westwärts 13km entlang der Küste durch die raue Natur schlängelt, war eine anstrengende, aber mit fantastischen Ausblicken belohnte Wanderung.

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Wir beenden unseren Trek nach ca. 8km am Pinnacle Point Golfclub. Dort gönnten wir uns eine kleine Erfrischung, auch wenn wir uns, verstaubt wie wir waren, zwischen den „feinen“ Golfern fehl am Platz fühlten.

Anschließend verbrachten wir noch ein paar Stunden völlig ungestört am Strand und trauten uns sogar ins kühle Wasser.

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Für den Rückweg riefen wir uns ein Taxi (Tel.: 0829325809, 100 Rand).

Zum Abendessen gab es Fisch und Lamm am Hafen im „Kaai 4“. Lecker!

 

Stellenbosch – Wein soweit das Auge reicht

Stellenbosch, die nach Kapstadt älteste von Europäern besiedelte Stadt, liegt 50km von Cape Town entfernt. Bekannt ist das Gebiet vor allem für seinen Weinanbau. Malerisch schmiegen sich über 120 Weingüter in die leicht hügelige Landschaft. Die großen, alten Gebäude wirken sehr imposant in den riesigen, hübsch angelegten Gärten. Wenn man die Auffahrten, gesäumt von gewaltigen Bäumen, zu den Gütern entlang fährt, spürt man die Tradition, den Reichtum und die Idylle. Das Lebensgefühl scheint sich um die schönen Seiten des Lebens zu drehen.

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Wir wollten es den Kapstädtern gleichtun (die Picknick lieben) und hatten ein Weinpicknick (400 R + Wein) bei Warwick vorgebucht, was sich als Jackpot entpuppte. Mit den kulinarischen Leckerbissen im Korb und einer Flasche Chardonnay machten wir es uns auf großen Kissen unter einem Sonnenschirm auf einer Wiese bequem und genossen den Nachmittag.

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Danach fuhren wir etwas „angeheitert“ weiter zu Delheim und machten dort eine Weinverkostung mit dazu passenden Cupcakes (80 R p.P.).

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Wir fühlten uns richtig wohl hier.
Leckeres Essen und Wein in solch einem Ambiente, das ist unser Ding.

Wir kommen wieder!

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Kapstadt – Das schönste Ende der Welt

Vier Nächte verbrachten wir in dieser 3,7 Millionen Einwohner Stadt. Wolkenkratzer, Blechhütten, protzige Villen, kleine Häuser, Wohnblöcke, alles in einer Stadt. Es dominiert aber der westliche Standard, die Townships inklusive der ärmlichsten Hütten aus Blech und Schrott liegen getrennt von der restlichen Stadt außerhalb.
Wir sind überrascht, wie sehr uns alles an Europa erinnert. Hier ist gerade Sommer und das spürt man. Es hat etwas von Mittelmeer wie an der Waterfront die Familien mit Kinderwagen in den Cafés frühstücken, die Rentner die Promenade entlang schlendern und die Pärchen verliebt auf den Bänken sitzen. Alles „Weiße“. Nur die Souvenir-Shops mit den Bongos, Zebrafellen und Safari-Schnitzereien erinnern daran, dass wir in Südafrika sind.

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Kaap De Goede Hoop

Ein Ausflug mit unserem Mietwagen zum Kap der guten Hoffnung hat uns dann aber doch sehr schnell verdeutlicht am ganz anderen Ende der Welt zu sein. Die sehr rauhe, türkise See klatscht an die rötlichen Felsen mit einer Ausdauer, die einem nur die unbändige Kraft der Natur nahe bringen kann. Es gibt das Cape of good Hope und Cape Point, wo der alte Leuchtturm steht zu dem man hinauf wandern kann. Die Aussicht ist traumhaft. Kaum vorzustellen, dass hier so viele Seefahrer ihre Leben ließen. Jetzt sind es hochsommerliche Temperaturen, klare Sicht, die Sonne scheint, der erste Sonnenbrand lässt grüßen.

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Boulders Piguin-Kolonie

Ebenso typisch für das Kap sind seine Brillenpinguine. Die süßen kleinen Tierchen hocken bei 30°C in der Sonne auf Steinen am Boulders Beach (Simon’s Town) und kühlen sich zwischendurch im kalten Meer ab. Man kann ihnen ganz nahe kommen in freier Natur, man kann sogar mit ihnen schwimmen. Es ist sehr beeindruckend Tiere, die man nur aus dem Zoo kennt, in ihrer natürlichen Umgebung in freier Wildbahn zu sehen.

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Die Westküste

Kapstadt hat mehrere Vororte, die wundershön an der Küste liegen. Camp’s Bay zum Beispiel hat einen vorzeigbaren weißen Strand mit Blick auf die Twelve Apostel’s, eine berühmte Bergkette. Das klare, türkis-blaue Wasser ist uns aber mit 17°C zu kalt, die kühle Brise tut in der Hitze aber gut. Hier ist alles sehr schick und passt noch weniger in unser Bild von Südafrika.

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In der Hout Bay wartet der nächste Strand. Wunderschön, aber kalt. Wir besuchten hier einen Kunst- und Handwerkermarkt (Bay Harbour Market). Kein Ramsch, sondern richtig schöne Sachen zu europäischen Preisen konnte man hier kaufen. Alles bunt, künstlerisch und schön. Wir haben Gemsbok (eine Antilopen-Art) gegessen, sehr lecker. Außerdem kamen wir mit Kapstädtern ins Gespräch und freuten uns, dass dies noch ein Geheimtipp zu sein scheint.

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Der Chapman’s Peak Drive ist eine Küstenstraße von Hout Bay nach Noordhoek, die uns wunderschöne Ausblicke bescherte. Eine solche Landschaft haben wir bisher noch nicht gesehen.

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Kirstenbosch

Ein weiteres Highlight stellte der botanische Garten Kirstenbosch dar. Schon in Deutschland kauften wir ein Ticket für das Summer Sunset Concert, die Cape Town Philharmonie. Der Garten an sich ist riesig und wunderschön. Wie in Jurassic Park schmiegt sich der Tafelberg an die Wiesen, Bäume, Sträucher und Beete. Wir haben noch nie eine so schöne Anlage gesehen. Kirstenbosch ist der erste botanische Garten, der zum Unesco Weltkulturerbe erklärt wurde.

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Das Konzert war dann auch richtig schön. Die Kapstädter lieben es zu picknicken. Und so saßen wir mit hunderten an einem Hang auf einer Wiese, viele mit Decke, Stühlen, Wein, Käse, Brot, Sandwiches, Sekt. Das Flair war einzigartig. Die Musik auch.

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Skydiving

Der Höhpunkt für den Adrenalin-Spiegel war mit Sicherheit unser Fallschirmsprung. Nur 40km nördlich von Kapstadt (bei Skydive Cape Town, ca. 120€) ging es von ca. 3000m Höhe in die Tiefe. Etwas Vergleichbares gibt es nicht. Mit der Aussicht von Kapstadt inklusive Tafelberg und dem Meer stürzten wir uns nacheinander in den Abgrund, 30 sec freier Fall und dann gleiteten wir mit  geöffnetem Fallschirm dem Boden näher. Wir sind einer Meinung: das machen wir irgendwann nochmal!

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Der Weg zum Hangar hatte übrigens auch sehr schöne Ausblicke…

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Table Mountain

Und weil wir noch nicht genug Höhenmeter gemacht hatten, sind wir dann noch den Tafelberg rauf, zu Fuß natürlich. Wir sind seit dem Rinjani in Indonesien ja Profis. 600 Höhenmeter waren zu überwinden, zum Sonnenuntergang wollten wir oben sein. Wir haben dann etwas über eine Stunde gebraucht und waren stolz so fix oben zu sein.

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Völlig verschwitzt mischten wir uns dann unter die anderen Touristen, die mit der Seilbahn hochgefahren sind. Seltsames Gefühl. Der Ausblick war dann wunderschön. Kapstadt, das Meer, die Berge, die Vororte, die Küste, … auf der flachen Ebene kann man umherlaufen und bekommt viele unterschiedliche Panoramen zu Gesicht. Der Sonnenuntergang setzte der Romantik nochmal einen drauf.

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„Etwas mit eigenen Augen gesehen zu haben ist mehr wert, als mit eigenen Ohren davon gehört zu haben“

Kapstadt hat uns überrascht, obwohl man schon so viel darüber gehört hat. Mal wieder ist alles anders. Hier prallen Welten aufeinander: die Ozeane, die Palmen und die Eichen, die Schwarzen und die Weißen, die Strände und die Berge, der prunkvolle Reichtum auf die Armut.

Wir haben ein neues Ziel für unseren zukünftigen Wohnort auf unserer immer länger werdenden Liste. Hoffentlich kommen wir irgendwann wieder hierher.

 

 

Essen und Kultur in Yogyakarta

Große Städte sind ja nicht so unsers. In Südostasien schon mal gar nicht. Laut, stinkend, dreckig kommen sie meist daher. Und wir können beim besten Willen nichts Schönes daran finden.
Aber nicht so Yogyakarta (ausgesprochen: Dschogdschakarta, kurz Yogya). In Yogya leben rund 500.000 Menschen, viele davon Studenten. Also ein Bildungs- und Kulturzentrum.
Gut, auch hier gibt es sie wieder, die Moloch-Ecken. Aber trotzdem war es insgesamt nicht dieses heillose Chaos, der ganz große Wahnsinn.
Es gibt unglaublich viele Möglichkeiten essen zu gehen und das sogar richtig gut und in stylischem Ambiente! Auch westlich! Pizza und Burger können mit deutschen Niveau mithalten und liegen preislich natürlich aber unter unserem Niveau. Nette Abwechslung zum Nasi Goreng :)
Roller fahren ist anstrengend in Yogya, aber machbar. Es gibt kaum Wolkenkratzer, sondern viele kleine Häuser mit roten Dächern. Und wenn man sich in einer Seitenstraße verirrt, können sich die Häuser in wunderschöne, protzige Villen verwandeln.
Es stinkt nicht an jeder Ecke, es wird nur selten Müll verbrannt und überall warten Becak’s, die einen durch die Stadt fahren.
Das Stadtbild gefiel uns also gut. Wir fühlten uns wohl. Auch weil unsere Unterkunft in der Jl Prawirotaman II, das Gallery Prawirotaman richtig toll war. Für 34€/ Nacht hot shower, AC, weiße Betten, alles sauber, Pool, großes Frühstück-Buffet. Schön!

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Und man kann einiges in Yogya unternehmen und erleben…

Kraton

Der Sultanspalast in Yogya. Immer noch residiert hier der Sultan mit seiner Familie. Überall laufen dort die „Wachen“ mit traditionellen Kleidern (Sarong, Tunika, Säbel, barfuss) herum. Wir hatten Glück und haben noch ein traditionelles Puppentheater anschauen können. Der Kraton selbst ist eine Ansammlung von Pavillonen und kleinen Museen mit Bildern von den vergangenen Sultanen. Die zu unserem Überraschen sehr große Ähnlichkeit zu unseren Generälen hatten mit ihren Kleidern und Orden.

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Jl. Malioboro

Die Shopping-Straße von Yogya. Überall kann man Batik kaufen und jedes erdenkliche Souvenir. Warung’s gibt es an jeder Ecke und die ganzen Mopeds finden kaum mehr ein Plätzchen zum Parken.
Auch wir haben einen Batik-Sarong erstanden im Mirota Batik. Und wir haben uns bei Mc Donald’s einen Burger gegönnt :D

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Vogelmarkt

Südlich an der Jl Bantul circa auf der Höhe der Jl Dongkelan liegt der Vogelmarkt von Yogya (= PASTY). Und hier gibt es nicht nur zahlreiche Vögel in viel zu kleinen Käfigen, sondern auch viele andere Tiere hinter Gittern: Hunde, Katzen, Kaninchen, Raben, Schlangen, andere Reptilien. Uns tat das im Herzen weh. Die Käfige sind viel zu klein und die Tiere schauen so unglücklich und verstört.
Wir sind schnell wieder gegangen. Mit bedrückter Stimmung. Deswegen auch keine Fotos.

 

Prambanan

Die Tempelanlage liegt circa 20km nordöstlich von Yogya und ist mit öffentlichen Bussen oder als Selbstfahrer mit Roller gut zu erreichen. Sie ist die bedeutendste Anlage der Hinduisten in Indonesien und wurde mühevoll in den letzten Jahrzenten wieder aufgebaut. Wir waren gegen Spätnachmittag dort und fanden die Stimmung richtig beeindruckend. Die Sonne ging irgendwann unter und das Licht wurde warm und weich. Die Besucher wurden immer weniger bis wir mit den allerletzten kurz vor Schließung die Anlage verlassen haben. Das brachte uns schöne Fotos und es waren dann am Ausgang die ganzen Souvenirstände schon geschlossen, sodass wir nicht bedrängt wurden.

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Ausflug nach Karimunjawa

Von hier aus haben wir unseren Trip nach Karimunjawa gebucht…

Borobudur

Diese buddhistische Tempelanlage liegt nordwestlich von Yogya etwa 50km entfernt. Deswegen haben wir uns hierfür einen Fahrer gegönnt. Berühmt ist die Sunrise-Tour. Und dewegen haben wir uns genau dagegen entschieden und sind am späten Nachmittag aufgebrochen.
Es war schon beeindruckend, aber Prambanan war irgendwie schöner.

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Hier hat uns vor allem die Umgebung gefallen. Hügelig, Reisfelder, Palmen, landschaftlich richtig schön.

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Übrigens war gerade Johannes ein kleiner Superstar und musste etliche Fotos von sich mit Asiaten machen lassen ;)

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Ambarrukmo Plaza

Ein kleines Shopping-Paradies in Yogya. Leider gar nicht so viel günstiger wie in Deutschland. Wenn man dringend was bestimmtes braucht, ist man hier richtig. Aber zum Schlendern ist es hier nicht so gemütlich.

 

Von A nach B kommen

Wir haben jedes Verkehrsmittel genutzt: Roller gemietet, Fahrer gebucht, Trans-Yogya Busse genutzt, Becak gefahren.
Vor allem die Trans-Yogya Busse sind sehr günstig (3800 IDR/ Fahrt) und die Haltestellen gut zu erkennen. Mit internetfähigem Handy und damit aktuellen Netzplänen ist es kein Problem sich zurechtzufinden.

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Was wir nicht geschafft haben in Yogya

Noch mehr von der Stadt zu sehen. Es gibt noch Museen, Moscheen, Universitäten und und und zu besichtigen. Außerdem liegt gar nicht weit entfernt der Vulkan Merapi, den wir immer nur von Weitem erblickt haben. Dort kan man Trekken. Das Dieng-Plateau ist auch nicht weit entfernt und soll sehr schön sein. Uns war es dann aber doch zu viel Fahrerei (3,5h ein Weg). Viele Tempelanlagen liegen nahe Prambanan und Borobudur, wenn auch kleiner. Damit aber auch unbekannter und vielleicht weniger überlaufen. Also bestimmt einen Besuch wert.
Und nicht zu vergessen der Mt Bromo und das Ijen-Massiv. Das hätte eine Mehrtagestour bedeutet, wenig Schlaf und tausende andere Touristen. Es wäre der Landweg nach Bali gewesen, den wir dann lieber in einer Stunde geflogen sind.
(Auf uns wartet dafür noch der Rinjani auf Lombok…)

Yogya hat also viel zu bieten und das in einer sehr angenehmen Athmosphäre ohne dieses bekannte südostasiatische Chaos!

 

 

 

Havanna – unsere große Liebe!

Große Städte, Gestank, Armut, viele Menschen, das ist ja eigentlich nicht so unser Ding. Deswegen haben wir da immer einen großen Bogen drum gemacht. Aber Havanna ist anders, ganz anders…

Havanna hat diesen Charme, dieses Gefühl, das Ambiente.

Überall stehen alte Gebäude, die so aussehen als ob sie jeden Moment in sich zusammenbrechen. Dazu viele bunte Farben von den alten Autos und den Farbanstrichen der Häuser. Im Ohr die kubanische Musik und in der Hand ein Mojito, das kann richtig glücklich machen. Wir waren noch nie so fasziniert von der Art zu Leben wie in Kuba. Die Menschen leben noch im Sozialismus und sind nicht bettelarm, wie man vielleicht denken könnte, aber auch nicht reich, einen Flug „raus“ kann sich fast keiner leisten. Geld machen können die Kubaner nur mit Touristen-Leistungen und so wird jedes kleine Zimmer im Haus vermietet oder man wird Taxi-Fahrer.
Und trotzdem sind alle so unbeschwert, fröhlich und hilfsbereit. Keiner will einen über’s Ohr hauen, wie schon so oft in Südostasien erlebt.

Erst mal Allgemeines:

Havanna (spanisch: La Habana) ist aufgeteilt in Bezirke. Der für uns schönste ist sicherlich Habana Vieja („Altstadt“). Hier sind die meisten Sehenswürdigkeiten zu finden und hier reihen sich die schönsten Gebäude und Plätze dicht an dicht. Vedado, Centro Habana, Miramar und noch einige andere haben aber auch Sehenswürdigkeiten zu bieten, die gut mit einer Busrundfahrt abgeklappert werden können.

Wir haben in Habana Vieja gewohnt, in zwei Casa particulares, und waren super glücklich dort. Man kann zu Fuß fast alles erreichen und nachmittags auch mal schnell ins Zimmer fliehen wenn es zu heiß wird oder die Menschen-Massen zu viel.

Aber jetzt dazu, was man in Havanna machen kann…


Habana Vieja entdecken!
Mit dem Reiseführer (von Stefan Loose, der einfach super ist) oder einer anderen Beschreibung ABENDS die Plätze besichtigen. Dann sind keine Tages-Touristen mehr da, auf den Fotos ist man auch mal alleine zu sein und es ist einfach stressfreier, romantischer, beeindruckender.
Wir sind quasi von Platz zu Platz gelaufen und haben uns parallel alles im Reiseführer dazu durchgelesen. Das war einfach faszinierend.
Besonders gut hat uns der Plaza de la Catedral (ganz im Norden) und der Plaza Vieja (eher südlich) gefallen.

Plaza de la Catedral
Plaza de la Catedral

 

Plaza Vieja
Plaza Vieja

Mit dem Bus eine Rundtour machen!
„HabanaBusTour“ steht auf den Bussen drauf, oben offen. Es gibt T1/T2, die in der Stadt touren und die T3-Linie fährt zum Playa del Este (Havanna’s Hausstrand). Man kauft ein Ticket für 3-4€ und kann den Bus den ganzen Tag benutzen (Hop on/ Hop off). Eingestiegen sind wir immer gegenüber vom Hotel Inglaterra auf der Seite des Parque Central. Der Bus fährt am Plaza de la Revolución, am Cementerio Cristobál Colón (riesengroßer Friedhof inmitten Havanna’s) und man kann viel vom Rest der Stadt sehen zB Vedado oder Centro Habana. Der Bus fährt auch eine längere Strecke direkt am Wasser lang und man kann sich im Fahrtwind abkühlen.

altes Auto

Zu viel Stadt? Dann ab zum Playa del Este…
Havanna’s Hausstrand ist richtig schön. Viel schöner als wir erwartet haben. Das Wasser ist richtig klar und es gibt ein paar Palmen, die Schatten spenden. Und es wimmelt von Habaneros! Man kommt wieder ganz einfach mit „HabanaBusTour“ hin, einfach die Linie T3 nehmen und dann aussteigen wenn es nach Strand aussieht (wir sind beim Hotel Tropicoco ausgestigen) und am besten nachfragen, wann die Abfahrtszeiten wieder zurück von dort sind.

Playa del Este
Playa del Este

Viel organisieren…
Havanna ist der beste Ort um alles Weitere zu planen. Von hier aus kann man einen Kurztrip nach Cayo Largo organisieren (Hotel Telégrafo, Cayo Largo siehe Bild unten) oder die Weiterfahrt mit den öffentlichen Bussen buchen (Viazul). Der Busbahnhof befindet sich im Ave. 26 y Zoologico in Nuevo Vedado und damit gute 6km von Habana Vieja entfernt. Wenn man Glück hat kann man in einer der Reisebüros in Habana Vieja buchen, aber das klappt leider nicht immer. Notfalls muss man sich ein Taxi holen und spontan ein Ticket am gleichen Tag kaufen, aber da darf man nicht drauf zählen. Wir sind da ein bisschen an unsere Grenzen gestoßen.
Außerdem kann man sich von hier aus auch um die nächsten Unterkünfte kümmern. Casa particulares ist hier das Stichwort. Das sind kleine Zimmer mit Bad, die privat vermietet werden. (Ganz toll: man kommt mit Kubanern in Kontakt!!) Eine gute Seite dafür: CubaCasas.net
Dort kann man sich vorab schon mal was raussuchen und per Mail/Anruf buchen, in Kuba selbst wird es schwierig, denn an Internet kommt man nur schwer und es ist sehr teuer. Besser: Die Besitzer der Casa Particulares haben sich ein gutes Netzwerk ausgebaut und jeder kennt jmd, der jmd kennt und RuckZuck ist das nächste Casa gebucht.
Generell ein Problem in Kuba: (neben der Tatsache, dass es kein Internet gibt) Nur die wenigsten sprechen Englisch! Ja, selbst solche, die im Touristenbereich arbeiten, können kaum Englisch. Ohne wenigstens ein Paar Brocken Spanisch wird es wirklich, wirklich schwierig…

Cayo Largo
Cayo Largo

Bei Sonnenuntergang die ganze Stadt bewundern!
Wir kriegen noch jetzt Gänsehaut, wenn wir an diesen Moment zurück denken… Wenn man am Meer den Malecón entlang geht, dann sieht man gegenüber auf der anderen Seite des Wassers Casablanca mit der Cristo de La Habana, einer Jesus-Statue, die über Havanna „wacht“. Da wollten wir gerne hin!
Wir sahen auch regelmäßig Fähren dorthin übersetzen und wollten nun auch eine solche benutzen. Der Terminal de Ferris liegt gegenüber der Catedral ortodoxa ganz südlich von den drei großen Hafengebäuden, sie ins Wasser ragen. Dann muss man ein kleines Gebäude betreten und den Gang nehmen, wo Casablanca drüber steht. Die Fähren kommen sehr regelmäßig. In Casablanca einfach nur „hoch“ laufen. Eine Serpentine führt direkt zur Statue und zu einem wirklich traumhaften Ausblick. Aber nicht vergessen die letzte Fähre zurück zu erwischen ;)

Blick von Casablanca
Blick von Casablanca

Ihr seht Havanna ist wahnsinnig vielseitig! Natürlich lohnen sich abends auch die Bars mit den vielen Musikern, es gibt zahlreiche Museen und viel, viel Monumente aus vergangener Zeit. Jeder Stein hat was zu erzählen, jedes alte knatternde Auto ist Zeuge der Vergangenheit. Hier lebt die Geschichte richtig!

Wir waren begeistert und wollen wiederkommen :)