Tempel, Reisterrassen, Vulkane & Landleben rund um Ubud

Ubud mitten im zentralen Bali ist der ideale Ausgangspunkt für Ausflüge in alle Himmelsrichtungen mit dem Roller.

Dabei ist vor allem auch der Weg das Ziel. Unterwegs begegnet einem nicht selten eine Zeremonie mit traditionell gekleideten Balinesen, die Opfergaben auf dem Kopf zum nächsten Tempel tragen. Alte Häuser und Tempelanlagen alle paar Meter. Immer wieder schöne Aussichten auf Reisterrassen und Schluchten durchzogen von reißenden Flüssen. Kinder, die von der Schule kommen und lachend „Hallo“ rufen (heißt auf Indonesisch nämlich auch so). Bauern, die auf den Reisfeldern arbeiten und Mandarinenplantagen mit kleinen Ständen am Weg.

Die Straßen sind auf Bali fast alle gut ausgebaut und man kann sicher und schnell fahren. Wenn man mal den Weg nicht weiß, helfen die Balinesen super gerne weiter, bei Sprachbarrieren auch mit Händen und Füßen. Ansonsten hilft das Handy mit GPS und vieles ist ausgeschildert.

Aber nun zu den Ausflügen, die wir an zwei Tagen gemacht haben, hier in chronologischer Reihenfolge…

1. Tag

Tegallalang

Etwas nördlich von Ubud liegen diese Reisterrassen. Besonders schön an einem Hang gelegen. Auf Bali sind fast alle flachen Ebenen bebaut, weswegen sie die Hänge auch zu nutzen wussten. Das Ergebnis sind wunderschöne Postkartenmotive. Bewundernswert wie das immer alles so hält und wie gerade die Flächen sind. Auch die Wasserversorgung ist ein raffiniertes System.
Für uns leider etwas zu touristisch hier…

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Pura Gunung Kawi Sebatu

Dieser Tempel war unser schönster. Vielleicht auch weil wir quasi alleine dort sein konnten um circa 11 Uhr. In ein Tal eingebettet liegt dieser traumhafte Tempel. Wasser sprudelt von heiligen Quellen in Becken, in denen Kois schwimmen. Verschiedene mystische Schreine verzieren den Tempel. Mehrere Teiche sind angelegt.
Kein Tourist stört diese Idylle und dieses friedliche Gefühl, das unweigerlich aufkommt. Man fühlt sich im Einklang mit der Umgebung, es passte irgendwie. Und obwohl man kein Hindu ist, fühlt man sich richtig. Wahrscheinlich muss jeder selber nach Bali, es ist so schwer zu beschreiben.

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Pura Tirta Empul

Dieser Tempel ist den Balinesen sehr wichtig.
Wir waren erschrocken über die Touristen. Das Wasser der Quelle, die man übrigens auch sehen kann, läuft durch verschiedene verzierte Öffnungen und jede hat eine eigene Bedeutung. Die Balinesen baden dort, und bei jedem Strahl beten sie, füllen sich eventuell Wasser für zu Hause ab.
Die vielen Touristen baden leider auch dort und stören dieses Bild einfach absolut. Pseudomäßig laufen sie die Wasseröffnungen ab bis sie keine Lust mehr haben. Ein paar Selfies. Das Maßloseste war eine Touristin, die eine Balinesin während ihres Rituals unterbrach: „Excuse me, … „. Schrecklich! Wir haben uns richtig fremdgeschämt.
Der Tempel ist an sich wirklich schön, aber wir konnten das nicht genießen und sind schnell wieder verschwunden.

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Gunung Kawi

Leider auch so überlaufen. Viele Verkäufer, die einfach nicht locker lassen, senken die Stimmung. So viele Sarongs kann man gar nicht kaufen.
Um zum Tempel hinzugelangen muss man etliche Stufen hinab in ein wunderschönes Tal. Dort warten riesige Schreine in Stein gehauen und große Bäume direkt an einem Fluss. Wären die ganzen Verkäufer nicht, dann wäre das einfach der Hammer. So wurde das Bild leider wieder getrübt.

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Danau Batur

Immer weiter Richtung Norden steil bergauf, vorbei an Mandarinenplantagen taucht der riesige Vulkan Gunung Batur auf. Seine Ausläufer sind schwarz von erstarrten Lava-Feldern. Der Batur-See schmiegt sich sehr schön an den Vulkan. Sehen kann man das von Penelokan und Kintamani. Dort gibt es auch viele Warung’s, wo man bei schöner Aussicht Mittagessen kann. Beeindruckend waren die Wolken die sich vom Kamm zum See schoben, zum Greifen nah, um sich dann dort aufzulösen.

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2. Tag

Jatiluwih

Vorneweg: Das war unser schönster Weg mit dem Roller! (Morgens von Ubud nach Jatiluwih durch abgeschiedene Dörfer und Landschaften.)
In Jatiluwih erwartete uns ein riesiges Gebiet voller Reisterrassen. Der Wahnsinn. Im Nachhinein wären wir gerne länger geblieben, zumal es leider etwas bewölkt war. Hier kann man wirklich Stunden über Stunden wandern.
Mittendrin kann man dann wieder was essen in einem der Warung’s.
Es lohnt sich wirklich hierher zu kommen!

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Tanah Lot

Dies ist ein Wassertempel im Südwesten Bali’s. Gerade zum Sonnenuntergang soll es hier schön sein. So war dann leider auch unser Plan.
Und wir wurden enttäuscht. Alles voller Menschen. Touristenbusse kippen dort ihre Ladung an den Küstenweg.
Dementsprechend an kein schönes Örtchen zu denken. Es war gerade Ebbe, weswegen man leider bis zum Tempel laufen konnte und das hat dann auch etwa die Hälfte der Touristen getan. Die andere stand uns oben auf den Aussichtspunkten im Weg.

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Genervt missachteten wir dann einfach diverse Absperrungen und schlichen uns in eine Bucht mit kleinem Strand und Sicht auf einen Nachbartempel um dort die Stimmung einzufangen. Hier waren nur ein paar Fotografen, die wir schon von oben erblickt hatten.
Und plötzlich pünktlich zum Sonnenuntergang kamen dann tausende Fledermäuse aus einer riesigen Höhle direkt neben uns. Das war fantastisch. Es hörte gar nicht mehr auf!
So haben wir doch noch gute Erinnerungen an diesen Ort. Wenn auch auf andere Art und Weise.

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Wir sind in vier Tagen Ubud über 240km mit dem Roller gefahren und das klappte einfach super! Das einzig nervige waren die Eintrittspreise überall. An jedem Tempel 10.000 – 15.000 IDR. Das wäre ja noch ok. Aber dann selbst bei Stadteinfahrten wieder zu bezahlen, fanden wir irgendwann echt frech (Kintamani, Jatiluwih). Immer Handeln, immer auf das arme Studentenleben hinweisen war unsere Taktik, die manchmal zog.

Ansonsten sind wir begeistert und schwelgen schon in Erinnerungen. Bali, Indonesien’s verzauberte Insel, lässt uns einfach nicht mehr los.

 

 

Indonesiens verzauberte Insel Bali

Wo soll ich anfangen?

Bali ist anders als der Rest Indonesiens.

Man hat eh schon das Gefühl nicht nur die Insel, sondern immer das Land zu wechseln. Kulturell, landschaftlich und von den Menschen her. Aber Bali hat einfach nochmal eins drauf gesetzt.
Angekommen am Flughafen in Denpasar fällt sofort auf, dass alles sauberer ist. Na klar, denken wir, mehr auf den Tourismus ausgelegt. Aber auf der Fahrt nach Ubud mit Taxi für 300.000 IDR hält sich der Eindruck. Gut, es ist nicht sauber, aber nach Sumatra und Java kommt es uns so vor ;)
Und dann überall Blumen, Statuen, Tempel. Jedes Haus hat einen Familientempel. Und die fallen einem sofort ins Auge. Die Menschen tragen bunte Sarongs. Viele lachen. Alles ist grün von Reisterrassen und dschungelartiger Vegetation.

Man hat direkt so ein Gefühl, so ein bisschen magisch.

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Auf Bali sind fast alle Hinduisten. Der Alltag der Balinesen ist von Zeremonien geprägt. Jeden Morgen werden Opfergaben gebracht. Blüten und gefärbter Reis in Schalen aus Bananenblättern sollen, wenn höher gelegt Gnade von den Göttern bringen, wenn auf den Boden gelegt die Dämonen verscheuchen. Selbst unser gemieteter Roller hat jeden Morgen ein Schälchen bekommen :)

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Angekommen nahe Ubud auf Zentral-Bali, in der Sunrise Villa, ist uns direkt der Duft in die Nase gestiegen.

Räucherstäbchen.

Die werden nämlich mindestens jeden Morgen angezündet. Und das riecht wirklich toll. Im Rest von Indonesien roch es meist eher nach diesen Müllhaufen die angezündet wurden, weil es kein richtiges Abfallsystem gibt.
Die Sunrise Villa liegt auf einem Hügel an einer Straße, die kurvenreich direkt nach Ubud Zentrum führt. Die Aussicht von unserem Zimmer ist traumhaft: Palmen und Reisterrassen. Immer eine leichte Brise auf der riesigen gemütlichen Terrasse. Und es gibt einen wunderschönen Infinity-Pool.

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Dann unser Standard: Roller gemietet für 55.000 IDR den Tag und losfahren.

Ubud selbst gefällt uns auf Anhieb sehr.

Klar, es ist touristisch und teilweise auch sehr überlaufen. Aber neben den schrecklichen „I love Ubud“ Shirts und Billig-Sarongs gibt es auch viele kleine süße Geschäfte mit richtig hübschen Klamotten, Accessoires und natürlicher Kosmetik.

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Alles ist irgendwie künstlerisch und „back to nature“ angehaucht.

Spa’s und Yoga warten an jeder Ecke. Genauso wie Galerien mit Bildern und Kunsthandwerk. So haben wir uns ein handgemachtes Küchenmesser aus recycleten Autoblattfedern eines Familienbetriebes zugelegt. Die Restaurants und Cafés wirken meist hip und sind sehr einladend. Tatsächlich kann man hier richtig richtig gut essen gehen. Westlich und indonesisch bzw balinesisch. Das Ambiente ist traumhaft.

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Und dann ein paar Meter aus der Stadt rausgelaufen, wenige Minuten, und sofort ist alles ruhig. Saftig grrüne Reisterrassen. Ein Hahn kräht. Bauern mit diesen typischen spitzen Hüten arbeiten knietief im Feld. Ein Kokosnuss-Verkäufer. Ab und zu ein Kranich. Schön!

Die Seele fühlt sich wohl.

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Ubud kann dann noch mit dem Monkey-Forest aufwarten. In dem kleinen Wald sind wahnsinnig viele Affen, die keine scheu haben und super neugierig sind. Obwohl wir nichts zu Essen für die Äffchen gekauft haben und es wirklich nicht drauf angelegt hatten, hockte schon bald einer auf dem Rucksack, am Arm, auf den Kopf, immer auf der Suche nach was Essbaren. Oder ein Stück Plastik. Interessante Erfahrung…

Gerade die ganz kleinen Affenbabys sind sehr süß!

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Natürlich haben wir uns auch an Yoga versucht. Bei Yoga Barn gibt es eine richtig schöne Anlage mit offenen Räumen in die Natur, alles aus Holz. Wir waren dann aber etwas überfordert beim Power Yoga mit den Verrenkungen.
Einen Kochkurs haben wir auch gemacht, bei Paon Cooking Classes. In einem traditionellen balinesischen Anwesen haben wir viele Gerichte gekocht und gegessen, immer in der Hoffnung, dass es mir nicht zu scharf wird. Es war super lecker und wir hoffen zu Hause was davon hinzubekommen.

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Abends kann man dann im Spa entspannen. Für gerade mal 200.000 IDR wurden wir für 2,5 Stunden durchmassiert von Kopf bis Fuß, Peeling, Öl, Rosenblüten-Badewanne und Dusche eingenommen. Herrlich! Jetzt sind wir süchtig danach…

So kann man es sich gut gehen lassen.

In einigen der zahlreichen Tempel Ubud’s finden jeden Abend traditionelle Tänze statt. Schon tagsüber kann man an jeder Ecke Karten dafür kaufen. Wir haben uns den Kecak-Tanz angesehen, in dem viele Männer Kecak -tschak -tschak singen und eine Version des Ramayana aufgeführt wird. Sehr eigen, aber wir haben Spaß beim Zusehen gehabt.

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Und alle Bilder und alle Erklärungen können doch nicht darstellen wie es auf Bali ist. Es hatte einen Vibe dort. Man spürt den Hinduismus.

Ein Balinese sagte uns, dass Balinesen maximal nur einen Tag Streit haben. Abends wird im Meeting Room (den jedes traditionelle Familienhaus auf Bali hat) so lange diskutiert bis Friede herrscht. Damit man am nächsten Morgen wieder mit einem Lächeln aufsteht. Deswegen lächelt jeder Balinese immer, vor allem morgens.

Und das spürt man und geht irgendwie in einen selbst über!

 

 

Karimunjawa – Java’s Paradies

Karimunjawa ist eng gesehen nur die Hauptinsel eines Inselarchipels im Norden Javas. Die Karimunjawa-Inseln liegen etwa 80km von der Küste entfernt in der Javasee und umfassen 27 Inseln. Die meisten Einwohner leben in Karimun auf der Hauptinsel. Dort gibt es gerade mal einen ATM, der nur Mastercard akzeptiert. Strom gibt es nur von 6pm-6am. Fähren fallen häufig wegen zu hohen Wellen aus. Oft wird uns gesagt:

„It’s still an undevelopment Island“

Wir haben vier Tage auf den Inseln verbracht und sind insgesamt sehr angetan von dem kleinen Paradies.
Angekommen sind wir mit dem Fast Boat von Jepara und es bot sich erstmal nicht der Anblick eines Paradieses. Karimun ist genauso wie alle südostasiatischen Städte dreckig. Überall taten sich Ecken auf, wo man lieber die Luft anhielt.
Da waren wir nun etwas enttäuscht. Unsere Unterkunft direkt am Strand war dann ganz nett, aber auch wirklich sehr sehr einfach (Waru’s Homestay). Matratze auf Boden. Ende. Das war’s.
Wir sind dann noch einmal ins Coconut-House umgezogen mit genauso viel Komfort, aber alles etwas liebevoller eingerichtet. Dafür kein Strand.
Und was macht man nun dort paradiesisches?

Schnorcheln!

Ausflüge mit dem Boot zum wahren Paradies!

Und das sind die zahlreichen unbewohnten kleinen Inseln, die in wenigen Minuten mit Boot zu erreichen sind. Und unzählige Riffe mit unglaublich vielen Hartkorallen.
Wir fühlten uns wie Robinson Crusoe, wie wir mit dem Boot vor einer Insel ankerten, ins Wasser sprangen und durch türkises Wasser zum Strand wateten um dort ein Feuer zu machen, wo Thunfisch gegrillt werden konnte. Ein Traum!

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Schwimmen, ein Mittagsschläfchen halten und weiter zum nächsten Riff und zur nächsten Insel. Und wir waren mit unser kleinen Gruppe (6 Leute) fast immer alleine! Keine Touristen weit und breit…
Die Riffe hatten nicht alle viel zu bieten, aber von manchen waren wir doch sehr begeistert. Nemo, Muscheln, Papageienfische, Aale, Seesterne, Korallen und andere bunte Fische. Eigentlich fehlte nichts.

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Das hat uns echt glücklich gemacht :)

Abends konnte man in Karimun dann den Nightmarket besuchen. Für umgerechnet circa 5€ gab es gegrillten Fisch (auf den man zeigte und der dann ganz frisch entschuppt und ausgenommen wurde), Reis, eine Kokonuss, Nasi Goreng, gebackene Bananen und und und. Also wirklich genug zu essen und das wirklich frisch.
Mittags Fisch, abends Fisch. Gut, es reichte irgendwann, aber es war auch wirklich lecker!

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Auf der Hauptinsel selbst gibt es auch noch zwei schöne Strände. Der eine heißt Sunset Beach, weil man hier den Sonnenuntergang genießen kann. Leider mit einem Haufen anderer Touristen, vornehmlich Asiaten. Und die nerven langsam wirklich sehr.

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Dann lieber nach dem Schnorchelausflug mit dem Boot noch auf eine der einsamen Inseln und dort allein mit sich und der untergehenden Sonne sein…

Ein Traum!

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Unser Fazit ist, dass Karimunjawa nicht DAS Paradies ist, als welches es angepriesen wird. Die Hauptinsel gefiel uns eigentlich gar nicht. Aber wenn man diese verlässt, dann warten wirklich Traumstrände, die mit der Karibik mithalten können!

Wir haben diese Tour von Yogyakarta aus gebucht, mit Satu Dunia (Jl Prawirotaman) und waren sehr zufrieden. Ohne ein Reisebüro, das weiß worauf es ankommt, ist diese Reise nämlich nur schwer machbar. Über Nacht ging es mit Bus zum Hafen, wo uns ein Schnellboot in 2 Stunden nach Karimunjawa brachte.
Zurück konnten wir wieder das Schnellboot nehmen und es wartete wieder ein Bus, diesmal tagsüber. Für das Buchen des Schnellbootes braucht man einen Reisepass, es gibt sogar Sitzplätze. Es kommt immer mal wieder vor, das gar nichts fährt, dann weiß Satu Dunia sofort Bescheid und klärt alles. Die Schnorcheltrips waren auch super organisiert. Kosten für alles: 1.600.000 IDR / Person (inkl. Schnellboot)

 

 

Essen und Kultur in Yogyakarta

Große Städte sind ja nicht so unsers. In Südostasien schon mal gar nicht. Laut, stinkend, dreckig kommen sie meist daher. Und wir können beim besten Willen nichts Schönes daran finden.
Aber nicht so Yogyakarta (ausgesprochen: Dschogdschakarta, kurz Yogya). In Yogya leben rund 500.000 Menschen, viele davon Studenten. Also ein Bildungs- und Kulturzentrum.
Gut, auch hier gibt es sie wieder, die Moloch-Ecken. Aber trotzdem war es insgesamt nicht dieses heillose Chaos, der ganz große Wahnsinn.
Es gibt unglaublich viele Möglichkeiten essen zu gehen und das sogar richtig gut und in stylischem Ambiente! Auch westlich! Pizza und Burger können mit deutschen Niveau mithalten und liegen preislich natürlich aber unter unserem Niveau. Nette Abwechslung zum Nasi Goreng :)
Roller fahren ist anstrengend in Yogya, aber machbar. Es gibt kaum Wolkenkratzer, sondern viele kleine Häuser mit roten Dächern. Und wenn man sich in einer Seitenstraße verirrt, können sich die Häuser in wunderschöne, protzige Villen verwandeln.
Es stinkt nicht an jeder Ecke, es wird nur selten Müll verbrannt und überall warten Becak’s, die einen durch die Stadt fahren.
Das Stadtbild gefiel uns also gut. Wir fühlten uns wohl. Auch weil unsere Unterkunft in der Jl Prawirotaman II, das Gallery Prawirotaman richtig toll war. Für 34€/ Nacht hot shower, AC, weiße Betten, alles sauber, Pool, großes Frühstück-Buffet. Schön!

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Und man kann einiges in Yogya unternehmen und erleben…

Kraton

Der Sultanspalast in Yogya. Immer noch residiert hier der Sultan mit seiner Familie. Überall laufen dort die „Wachen“ mit traditionellen Kleidern (Sarong, Tunika, Säbel, barfuss) herum. Wir hatten Glück und haben noch ein traditionelles Puppentheater anschauen können. Der Kraton selbst ist eine Ansammlung von Pavillonen und kleinen Museen mit Bildern von den vergangenen Sultanen. Die zu unserem Überraschen sehr große Ähnlichkeit zu unseren Generälen hatten mit ihren Kleidern und Orden.

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Jl. Malioboro

Die Shopping-Straße von Yogya. Überall kann man Batik kaufen und jedes erdenkliche Souvenir. Warung’s gibt es an jeder Ecke und die ganzen Mopeds finden kaum mehr ein Plätzchen zum Parken.
Auch wir haben einen Batik-Sarong erstanden im Mirota Batik. Und wir haben uns bei Mc Donald’s einen Burger gegönnt :D

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Vogelmarkt

Südlich an der Jl Bantul circa auf der Höhe der Jl Dongkelan liegt der Vogelmarkt von Yogya (= PASTY). Und hier gibt es nicht nur zahlreiche Vögel in viel zu kleinen Käfigen, sondern auch viele andere Tiere hinter Gittern: Hunde, Katzen, Kaninchen, Raben, Schlangen, andere Reptilien. Uns tat das im Herzen weh. Die Käfige sind viel zu klein und die Tiere schauen so unglücklich und verstört.
Wir sind schnell wieder gegangen. Mit bedrückter Stimmung. Deswegen auch keine Fotos.

 

Prambanan

Die Tempelanlage liegt circa 20km nordöstlich von Yogya und ist mit öffentlichen Bussen oder als Selbstfahrer mit Roller gut zu erreichen. Sie ist die bedeutendste Anlage der Hinduisten in Indonesien und wurde mühevoll in den letzten Jahrzenten wieder aufgebaut. Wir waren gegen Spätnachmittag dort und fanden die Stimmung richtig beeindruckend. Die Sonne ging irgendwann unter und das Licht wurde warm und weich. Die Besucher wurden immer weniger bis wir mit den allerletzten kurz vor Schließung die Anlage verlassen haben. Das brachte uns schöne Fotos und es waren dann am Ausgang die ganzen Souvenirstände schon geschlossen, sodass wir nicht bedrängt wurden.

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Ausflug nach Karimunjawa

Von hier aus haben wir unseren Trip nach Karimunjawa gebucht…

Borobudur

Diese buddhistische Tempelanlage liegt nordwestlich von Yogya etwa 50km entfernt. Deswegen haben wir uns hierfür einen Fahrer gegönnt. Berühmt ist die Sunrise-Tour. Und dewegen haben wir uns genau dagegen entschieden und sind am späten Nachmittag aufgebrochen.
Es war schon beeindruckend, aber Prambanan war irgendwie schöner.

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Hier hat uns vor allem die Umgebung gefallen. Hügelig, Reisfelder, Palmen, landschaftlich richtig schön.

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Übrigens war gerade Johannes ein kleiner Superstar und musste etliche Fotos von sich mit Asiaten machen lassen ;)

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Ambarrukmo Plaza

Ein kleines Shopping-Paradies in Yogya. Leider gar nicht so viel günstiger wie in Deutschland. Wenn man dringend was bestimmtes braucht, ist man hier richtig. Aber zum Schlendern ist es hier nicht so gemütlich.

 

Von A nach B kommen

Wir haben jedes Verkehrsmittel genutzt: Roller gemietet, Fahrer gebucht, Trans-Yogya Busse genutzt, Becak gefahren.
Vor allem die Trans-Yogya Busse sind sehr günstig (3800 IDR/ Fahrt) und die Haltestellen gut zu erkennen. Mit internetfähigem Handy und damit aktuellen Netzplänen ist es kein Problem sich zurechtzufinden.

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Was wir nicht geschafft haben in Yogya

Noch mehr von der Stadt zu sehen. Es gibt noch Museen, Moscheen, Universitäten und und und zu besichtigen. Außerdem liegt gar nicht weit entfernt der Vulkan Merapi, den wir immer nur von Weitem erblickt haben. Dort kan man Trekken. Das Dieng-Plateau ist auch nicht weit entfernt und soll sehr schön sein. Uns war es dann aber doch zu viel Fahrerei (3,5h ein Weg). Viele Tempelanlagen liegen nahe Prambanan und Borobudur, wenn auch kleiner. Damit aber auch unbekannter und vielleicht weniger überlaufen. Also bestimmt einen Besuch wert.
Und nicht zu vergessen der Mt Bromo und das Ijen-Massiv. Das hätte eine Mehrtagestour bedeutet, wenig Schlaf und tausende andere Touristen. Es wäre der Landweg nach Bali gewesen, den wir dann lieber in einer Stunde geflogen sind.
(Auf uns wartet dafür noch der Rinjani auf Lombok…)

Yogya hat also viel zu bieten und das in einer sehr angenehmen Athmosphäre ohne dieses bekannte südostasiatische Chaos!

 

 

 

Kurzurlaub am Lake Toba auf unserer Reise

Um 8:30 ging es los von Bukit Lawang im Dschungel zum

größten Vulkansee der Welt!

Sieben Stunden Autofahrt standen uns bevor. Zurück nach Medan, an soviel Dreck, Müll, Armut, Plastik, Gestank vorbei, Zwischenhalt in Berastagi, bis zum Sipiso-piso Wassserfall.

100m krachen die Wassermasssen in die Tiefe.

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Der Ausblick ist ein Traum, der Lake Toba zeigt sich hier von seiner besten Seite. Unser Fahrer wollte erst nicht halten, warum auch immer. Ging ihm wahrscheinlich um das Eintrittsgeld (0,65€ für alle). Aber nach langem Streit haben wir gewonnen und es nicht bereut, dass unser Fahrer ab diesem Zeitpunkt echt sauer war.
Weitere 2 Stunden Fahrt und wir erreichten

Parapat.

Auch hier alles so dreckig. Man mag nichts anfassen. Am liebsten auch gar nicht atmen. Ein Toilettengang ist immer wieder eine Härteprüfung.

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Von hier aus fährt eine Fähre nach Samosir, Tuktuk. Der Insel im Vulkansee.

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Um 19:00 Uhr waren wir dann im Anju Cottages und bezahlten für Seeblick und ein super sauberes Zimmer 12,90€. Wirklich schön!

Am nächsten Morgen

Roller gemietet (10€ für 2 Tage) und losgefahren. Laut Stefan Loose kann man an einem Tag die Insel umrunden.

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Nach circa zwei Stunden verschmählerte sich der Weg Richtung Süden auf ein Minimum von 10cm. Die Kinder auf dem Weg machten große Augen und riefen und winkten. Entweder sie lachten uns aus oder freuten sich, dass „Weiße“ in diese Abgeschiedenheit kamen.
Es war so unwegsam, überall Löcher, hoch und runter und dann war der Weg vorbei. Super. Nach einem Gespräch mit einem Einheimischen aus der Hüttenansammlung wo wir gelandet waren, drehten wir um.

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Schade! Aber der Weg war toll. So schöne Aussichten. Herrlich. Alles so friedlich. Sehr authentisch. Und ein Batak-Haus reihte sich an dem nächstem. Das sind die traditionellen Häuser hier und die wohnen da tatsächlich auch noch drin.

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Kurzer Zwischenhalt in Tomok

…ein bisschen Batak-Kultur anschauen. Wir haben das Königsgrab besucht. Es war ganz nett.
Zurück im Anju Cottages die Überraschung. Eine Schulklasse Indonesier quartierte sich ein und es wurden Boxen aufgestellt direkt in unsere Richtung! Und dann Party. Techno und Karaoke.
Wir sind dann in einer schnellen Aktion geflohen ins Tabo Cottages (22€/ Nacht).

Mit dem Roller und den Sachen umgezogen.

Und das lohnte sich. Warme Dusche (wir wussten gar nicht, dass wir das vermisst hatten, aber ja, es war ein Traum), wunderschöne Anlage mit Pool und vielen Liegemöglichkeiten, inkl Frühstück. Sehr schön!

Neuer Tag. Neuer Roller-Ausflug.

Zu den heißen Quellen sollte es gehen. Die waren dann nicht wirklich lohnenswert, einfach (sehr!) heißes Wasser, dass in einen Pool fließt.

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Aber der Weg dorthin war wieder schön. Nicht so geil wie am Tag zuvor, aber dafür richtig gute Straßen.
Und es war Sonntag. Alle waren in den zahlreichen Kirchen. Die Batak sind nämlich fast alle Christen und das nehmen sie anscheinend auch sehr ernst.
Die Kirchen waren alle voll und als der Gottesdienst zu Ende war, sind alle in wunderschönen traditionellen Gewänden die Straßen entlang gelaufen.

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Nach der Tour waren wir am Ende. Fast zwei Stunden hatte eine Tour gedauert. Insgesamt sind wir an beiden Tagen 120km gefahren.
Also schnell was Essen.
Und das kann man in Tuktuk richtig, richtig gut.

Überall gibt es Fisch, gerne auch gegrillt.

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Und das ist wahnsinnig lecker! Auch alles andere schmeckt super. Es gab sogar richtig gute Pommes. Wie im Urlaub halt.
So haben wir uns hier auch gefühlt. Ein kleines süßes Städtchen direkt an einem schönen See mitten in den Bergen mit Palmen und tropischem Klima. Vielleicht abends etwas kälter.
Etwas sauberer als anderswo, Souvenirläden, viele Resorts.
Es lohnt sich hierher zu kommen. Ein bisschen Inselfeeling genießen und Faulenzen!

 

 

Bukit Lawang – auf den Spuren der Orang Utans

Ein Tag und neun Stunden unterwegs

von Münster, zuletzt in einem Flieger nach Medan auf Sumatra, wo wir die einzigen „Westlichen“ waren. In einem Auto mit einem Fahrer, der die Hupe häufiger benutzte als die Bremse, durch den Dschungel auf Straßen, die den Namen nicht verdienen. Mitten in der Nacht mit den schweren Rucksäcken über eine wacklige Brücke „self-made“ einen reißenden Fluss überqueren. Und dann endlich, endlich da. Am anderen Ende der Welt. Mitten im Nirgendwo mit dem Sound des Dschungels auf den Ohren. Yeah!
Nach der freundlichen Begrüßung im Junia Guesthouse (6,50€/ Nacht) unter anderem auch von einer niedlichen Baby-Katze sind wir ins Bett gefallen und haben erstmal ausgeschlafen…
Am nächsten Tag mussten wir feststellen, dass uns Bukit Lawang auch im Hellen gefiel. Viele Hütten direkt an einem Fluss gelegen, etwas Müll hier und da wie in Südostasien üblich, nette Menschen, saftiges Grün überall. Ab und zu ein Reifen mit Passagier auf dem Fluss. Nachmittags ein Regenschauer. Es heißt ja auch „Regen“-Wald und das kühlt die Luft etwas ab. Schön!

Dann ging es endlich los.

Nächster Tag, 8:00 Uhr morgens, bereit für den Dschungel. Für die Orang Utans. Deswegen wollten wir hierher.
Los ging es dann tatsächlich erst um 8:30 mit einem anderen deutschen netten Paar (Tobias & Isabelle) und Imam, unser Guide vom Junia Guesthouse. „Packen wir’s“ und „Langsam aber schnell“ waren seine deutschen Lieblingssätze. Er war wirklich verrückt drauf und das hat Spaß gemacht.
Direkt nach der „Dschungel-Grenze“ ging es super steil rauf. Und runter. Klettern, dreckig machen, schwitzen. Wahnsinn, hätten wir nicht gedacht.

Der Dschungel an sich war ein Traum.

Riesige Bäume, alles so grün, überall wächst was, matschig, Wurzeln und Lianen als Kletterhilfe, hier und da ein kleiner Bach und überall dieses laute Zirpen von den Zirkaden. So wie im Bilderbuch und doch noch so viel eindrucksvoller, auf Fotos nicht festzuhalten. Wir hätten nicht gedacht, dass wir so beeindruckt sind, wo wir doch dachten schon mal in einem Dschungel gewesen zu sein (Thailand).

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Und dann nach noch nicht einmal einer Stunde der erste Orang Utan. Wow.

Es folgten noch viele, bestimmt zehn. Viele mit Babys. Man muss dazu sagen, dass meistens wenn wir einen Orang Utan trafen auch andere  Gruppen da waren. Die Orang Utans waren sehr zutraulich, kennen die Plätze. Es handelt sich bei diesen um die 1972 Ausgewilderten mit ihren Kindern, die dann in der Wildnis geboren sind. Die ganz Wilden bekamen wir nicht zu sehen, auch kein Männchen.

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Weiterhin sahen wir einen Hornbill (Vogel) und einen Peacock (Pfau). Beides sehr selten und unser Guide war richtig happy. Und riesige Ameisen waren überall, sowie riesige Schmetterlinge und Mücken.

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Ein Peacock (Pfau). Seine Rufe hallen durch den ganzen Dschungel.

 

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Zwei Hornbills. Wenn sie fliegen, dann macht das laute Flügelgeräusche. Nur wenige schaffen es ein Bild zu schießen.

 

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Thomas-Langur. Diese Art lebt nur in Nord-Sumatra. Uns kamen sie ganz nah. Sehr süß!

Nach einem sehr steilen Anstieg konnten wir Dschungel-Aussicht genießen und dann ging es bergab bis zum Fluss, der auch durch Bukit Lawang fließt. Durch den mussten wir dann barfuß zweimal durchwaten und waren in unserem „Camp“.
Die Zelte waren lediglich Plastikplanen, die Matten waren solche Selbstaufblasbaren kaputten, die stanken. Wir waren richtig unglücklich mit unserer Situation. Augen zu und durch.
Nach einem wirklich sehr großen vielfältigen Abendessen, erlebten wir dann unsere Horror-Nacht. Aber im Nachhinein ist es doch alles nicht mehr so schlimm.

Unser Deluxe-Zimmer :D
Unser Deluxe-Zimmer :D

In unserem Camp hatten wir auch noch Besuch:

Jacky mit Baby und 7jährigem Kind. Die drei waren herzzereißend. So nah waren wir einem Orang Utan noch nie. Gerade Jacky verhielt sich so menschlich, wie sie schaute wo die Guides sind um vielleicht doch noch schnell zu den Keksen zu schleichen. Schließlich kam sie zu uns und klaute meinen Kaffee! Ein Schluck und weggekippt das Zeug.

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Jacky’s Kind.

 

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Jacky mit Baby. Sie waren die ganze Zeit bei uns im Camp :)

Das Gesicht, die Augen, das Verhalten, die Ohren, das Sorgen um das Baby. Sie sind uns so ähnlich und gehören irgendwie in keinen Zoo. Man hat das Gefühl sie verstehen uns. Und doch ist es auch beeindruckend wie sie mit ihren vier Armen von Baum zu Baum schwingen und sich an dünnen Ästen zum nächsten Baum fallen lassen.

Die drei waren die ganze Zeit da und haben uns unsere Zeit im Camp echt versüßt!

Früh am Morgen ging es dann zu einem schönen Wasserfall und danach sind wir mit großen zusammengebundenen Reifen circa 45min zurück nach Bukit Lawang getubt. Das war auch ein nasses Abenteuer und war wirklich spaßig!

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Auf dem Fluss sind wir getubt!
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Die Reifen für’s Tuben müssen zwei Stunden den Fluss rauf getragen werden!

In Bukit Lawang haben wir dann geschlafen wie die Babys… Am nächsten Tag wartet schließlich der Toba-See…

 

 

St. Peter-Ording in 4min und 35sec

Die Sonne kitzelt auf der Haut, der Wind zersaust das Haar, die Lippen schmecken nach Salz, die Weite lädt zum Tanzen ein. Das ist die Nordsee!

Ein Video sagt mehr als Worte…

Also angucken, genießen, träumen und sich vielleicht bald mal auf den Weg machen nach St. Peter-Ording um so richtig durchzuatmen :)

 

St. Peter-Ording – der hohe Norden

… gedreht wurde mit unserer neuen GoPro Hero 3+ black und mit der Nikon D5100.


Sankt Peter-Ording

liegt im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein. Es hat als einziges deutsches Seebad eine eigene Schwefelquelle und trägt daher die Bezeichnung „Nordseeheil- und Schwefelbad“.

Charakteristisch für St. Peter-Ording, kurz St. Peter und ganz kurz SPO, sind der Strand: Etwa 12km lang und bis zu 2km Kilometer breit. Sowie die Dünen, die Salzwiesen und die für diesen Landstrich untypische, nachträglich angepflanzte Bewaldung, die hauptsächlich aus Kiefern besteht.

Typisch sind die Pfahlbauten, die es sonst in dieser Form nirgendwo auf der Welt gibt. Auf die vier Strandbereiche verteilt stehen rund 1.400 Strandkörbe. Auch die vielen Kitesurfer sind aus St. Peter nicht mehr wegzudenken.

 

Vorbereitungen für unsere Indonesien Reise

Selamat datang!  …

Indonesia, here we come!

Im Sommer ist Indonesien geplant. Juhu! Flüge sind gebucht, andere Vorbereitungen werden auch schon getroffen :)


Unsere Vorbereitungen für Indonesien

Reiseführer:

Stefan Loose, unser Lieblingsreiseführer

Lonely Planet gibt es auch noch, aber für komplett Indonesien leider nur auf Englisch. Sonst sieht es leider recht mau aus mit Reiseführern für ganz Indonesien. Einzig die Kombi Bali-Lombok wird noch angeboten. Deswegen werden wir ergänzend noch viel im Internet stöbern!

neue Begleiter:

unsere neue GoPro Hero 3+ black (zusammen mit unserer DSLR wird jeder Moment festgehalten!)

Eine gute Kamera ist unserer Meinung nach ein MUSS. Was gibt es schöneres als nach einer Reise alle mit Bildern neidisch zu machen? ÄÄhhhm und natürlich in Erinnerungen zu schwelgen ;)

Wichtig: eine DSLR und auch ActionCams müssen bedient werden können! Da reicht es nicht auf den Auflöser zu drücken. Deswegen: vor der Reise üben und lernen. Wenn nämlich das perfekte Motiv nicht ordentlich festgehalten werden kann, weil man die falsche Einstellung gewählt hat, dann hat sich die teure Investition auch nicht gelohnt!

Sprache:

Bahasa Indonesia, kleine Übersicht bietet Babbel oder große Übersicht die wirklich tolle Website von „the indonesian way“ (english)

Nach unseren Erfahrungen in Kuba (ohne wenigstens ein wenig Spanisch ist man dort hoffnungslos verloren), haben wir geschaut wie es mit Indonesisch aussieht. Und siehe da: lateinische Buchstaben, Aussprache sehr ähnlich zum Deutschen, einfache Grammatik! Das könnte sich lohnen etwas Zeit darein zu investieren und in Kontakt mit den Locals zu kommen!

unsere grob geplante Route:

Kuala Lumpur – Sumatra (Orang utans!) – Java (Yogya!) – Bali (Ubud!) – Lombok (Gili, Kuta, Rinjani!) – Sulawesi (Bunaken!) – Kuala Lumpur

…damit decken wir fast alle großen Inseln ab. Kalimantan (der indonesische Teil Borneos) sparen wir uns, da wir uns für Sumatra entschieden haben und uns die Inseln von den „Attraktionen“ her recht ähnlich erscheinen. Wir planen uns noch ein bisschen Luft ein um eventuell noch Flores mit Komodo besuchen zu können.

Sonst ist es aber schwierig spontan zu bleiben, da die Flüge günstiger sind, wenn man rechtzeitig bucht. Außerdem ist im Sommer Hochsaison, weshalb es mit den Unterkünften schwierig werden kann in bestimmten Gebieten (zB die Gilis).

Wir versuchen daher eine Mischung aus spontan und vorgebucht :)

Unsere Bucket List:

Was alles auf unserer To Do Liste steht… Hoffentlich können wir das meiste abhaken ;)

  • mit einer Schildie um die Wette tauchen
  • einen Vulkan besteigen
  • Surfen lernen/ skillen
  • und nochmal tauchen, tauchen, tauchen, schnorcheln
  • Affen begucken
  • fremde Kulturen verstehen lernen
  • essen, ganz viel lecker essen
  • einen Orang Utan im Dschungel beobachten
  • asiatisches Durcheinander in den Städten belächeln

Indonesien besteht aus über 17.000 Inseln, die sich quasi von Thailand bis fast Australien erstrecken und ist damit wirklich riesig. Jede Insel hat dabei ihren eigenen Charme und ihre eigene Kultur, sodass man jedes mal in eine neue Welt eintaucht. Die Religionen treffen hier auf ihre ganz eigene Art und Weise aufeinander. Vielfältig ist wohl das passendste Wort für Indonesien. Und genau das macht uns so wahnsinnig neugierig!

Wir freuen uns auf: Dschungel, Vulkane, viele verschiedene Kulturen&Religionen, Strand, Meer, Reisterrassen, Tauchen, Tempel, Surfen, Trekking und und und….

Wir sind gespannt und können es kaum erwarten!

St. Peter-Ording

St. Peter-Ording liegt ganz im Norden Deutschlands, an der Nordsee in Schleswig-Holstein mit dem größten Sandstrand Deutschlands. Und es ist meine Heimat…
Ich bin also in einem Touristen-Örtchen groß geworden mit einem riesigen Strand direkt vor der Haustür. Und ich liebe es dort! Jetzt noch mehr, da ich nicht mehr in St. Peter wohne, sondern nur noch meine Eltern besuchen kann ;)

Warum ist St. Peter-Ording so toll?
Warum Urlaub in St. Peter-Ording?

Als allererstes direkt einmal: Stop! Nein, St. Peter ist kein Ort, wo man wie ich finde Badeurlaub zu 100% erwarten darf. Es gibt keine Palmen, die Nordsee kann sehr kalt sein und es weht häufiger ein kräftiger Wind. Auch weiß man ja, dass man in Deutschland keine 30°C im Schatten den ganzen Sommer erwarten kann, auch nicht an der Nordsee ;)

Aber es lohnt sich trotzdem! Wirklich! Hier eine kleine Aufzählung warum:

 

  1. Unendliche Weite!
    Das ist das, was ich am meisten vermisse… Man kann so weit gucken! St. Peter liegt auf einer Halbinsel, deswegen hat man mehr als 180° Horizont: Wasser trifft auf Meer soweit das Auge reicht :) Es ist so schön! Und wenn man dann in der Nebensaison auf dem Deich steht, läuft, joggt oder zu früher Stunde an den Strand geht, dann fühlt man sich ganz allein auf der Welt… Herrlich. Der Strand ist an manchen Stellen Kilometer breit, dann kommen noch die Salzwiesen und dann erst der Deich. Ruhe, nur Wellen und der Wind, Frieden, Natur pur. Hach, jetzt kriege ich Heimweh ;)


  2. Fahrrad fahren…
    Man kann super Ausflüge mit dem Rad machen. Man kann aber auch mit dem Rad einkaufen gehen. Es ist nämlich alles flach und ideal um alles mit dem Rad zu erledigen. Der Ort ist in seiner ganzen Länge gerade mal 7km groß. Außerdem kann man ohne Parkgebühren direkt an den Strand fast bis zum Wasser über einen eigens dafür eingerichteten Fahrrad-Steg (Strand im Ortsteil Ording!). Lohnen tut sich auch ein Tages-Ausflug nach Westerhever zum berühmten Leuchtturm mit den Häusern links und rechts.


  3. St. Peter-Ording liegt in Deutschland ;)
    Ja, das ist für mich ein Vorteil: Gleiche Währung, gleiche Sprache, gleiche Kultur, kurze Anreise = weniger Stress! Man kennt sich einfach aus. Da steht der Erholung nichts mehr im Wege!


  4. Die Landschaft
    Ok, ein bisschen gehört das auch zum ersten Punkt. Aber ich finde, dass muss hier nochmal extra erwähnt werden… Die Nordsee-Seite von Schleswig-Holstein ist viel rauher als die Ostsee-Seite. Bei uns gibt es einen hohen Deich, die rauhe See mit auch mal hohen Wellen, den Wind, das Möwen-Gekreische. Dann haben wir wunderschöne Salzwiesen und Dünen die sehr breit sein können mit reichlich Vegetation. Auf den Salzwiesen findet man häufig das Salzwiesenlamm. Und nicht zu vergessen die uralten Reet-gedeckten Häuser, die ihren ganz eigenen Charme haben.


  5. Das Wetter
    Das mag jetzt verwirrend sein, aber ja, ich finde das Wetter (meistens) toll. Warum? Wenn es regnet, regnet es schnell nicht mehr weil der Wind die Wolken wegweht. Wenn es überall in Deutschland so heiß ist, dass keiner mehr raus will, weht in St. Peter noch ein kleines Lüftchen und es ist angenehm. Die Sonne scheint vergleichsweise oft und dass es tagelang durchregnet kenne ich nicht.


  6. Der Strand!
    Der bekommt einen extra-Punkt, weil dazu noch nicht alles gesagt ist. Wenn es nämlich schön warm ist, dann ist der Strand einfach toll. Durch die Weite kann man sich immer ein ruhiges Plätzchen suchen. Es gibt Toiletten am Strand immer in einem der Pfahlbauten. Und das ist direkt das nächste: Nirgendwo bis jetzt habe ich diese Pfahlbauten gesehen. Das ist einzigartig. Häuser die auf Stelzen stehen, die immer da sind wo sie sind, jeder Sturmflut und jedem Winter trotzen. Und sie sehen auch noch echt ästhetisch aus, bilden ein eindrucksvolles Foto-Motiv.
    Im Sommer finden an dem Strand in Ording (unser schönster Strand von insgesamt vier) viele Veranstaltungen statt, wie der Kitesurf-Worldcup oder die Smart Beach Tour (Beachvolleyball). Dann gibt es auch immer Party direkt auf dem Strand, was einfach toll ist.
    Und nicht zuletzt die Strandkörbe am Strand. Die kosten natürlich, aber abends kontrolliert keiner mehr ;) Da kann man dann gemütlich den Sonnenuntergang bewundern mit einem Wein oder Bier beim (illegalen) Grillen :)


  7. Der Ort an sich
    St. Peter ist sehr klein, aber hat dennoch eine nicht zu verachtene Infrastruktur. Es gibt insgesamt vier Ortsteile und zwei davon haben eine kleine Einkaufsstraße zum Schlendern: Dorf und Bad. In Bad steht noch eine Seebrücke und es gibt eine kleine Promenade. Außerdem befindet sich dort die Dünen-Therme, die sich auch wirklich lohnt. Vor allem die Sauna-Landschaft, von manchen Saunen aus hat man Blick aufs Meer. Direkt angeschlossen ist auch ein Wellness-Bereich, wo ich aber nur den Fitness-Bereich kenne, der sich sehen lassen kann.
    In St. Peter gibt es außerdem zahlreiche gute Restaurants, nicht zuletzt die, die sich in den Pfahlbauten befinden.
    Und in der Umgebung befinden sich auch noch ein paar kleine Städtchen, denen man einen Besuch abstatten kann: Tönning (Hafenstadt), Husum (graue Stadt am Meer), Büsum (Hafen), Friedrichstadt (klein-Venedig)


So, und jetzt ein paar Bilder zum Bewundern, wie schön Deutschland sein kann!

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Und nun noch ein paar Empfehlungen von einer Einheimischen ;)


 

Ich hoffe ihr habt jetzt alle Lust auf endlose Spaziergänge am Strand von St. Peter, dabei die Seele baumeln zu lassen und mal einfach inneren Frieden zu finden. Dafür ist St. Peter nämlich wirkllich ideal!

 

Viñales – 3 Tage in einem verzaubertem Tal

Viñales ist eine Ortschaft, die in der kubanischen Provinz Pinar del Río liegt und vom gleichnamigen Tal Valle de Viñales umgeben ist. Das typische Aussehen der Landschaft wird durch die Kegelkarstberge gebildet, die „Mogotes“.

Wir waren für knapp 3 Tage an diesem wundervollen Ort und sind begeistert!


Erster Tag

Ankunft. Wir sind von Havanna hierher gefahren mit einem Taxi, dass wir uns mit einem anderen Paar geteilt haben. Man kann aber auch den Bus nehmen (Viazul). Der Busbahnhof liegt leider einige Kilometer von Habana Vieja entfernt, sodass wir am gleichen Tag der Abfahrt es gar nicht erst versucht haben noch ein Ticket zu bekommen (telefonisch vorreservieren ging irgendwie nicht). Schade, aber ok, so ist es halt.
Auf der Fahrt nach Viñales hat sich die Landschaft schnell verändert: immer weniger Autos, immer mehr grün und immer häufiger Pferde, die alte Karren hinter sich herziehen. Wie aus einer anderen Zeit.

Nach einer entspannten Fahrt Ankunft bei unserer Unterkunft Casa Oreste El Pelotero, die wir schon vor ein paar Tagen gebucht hatten.Dieses Casa particular ist einfach toll! Die Besitzer waren super nett (aber, achtung, keiner kann englisch :D ), es war schön gelegen und Lourdes hat sich direkt mit uns zusammen gesetzt um unseren Aufenthalt zu planen.
Oreste war am Anfang etwas wortkarg, aber gegen Ende zeigte er uns Zeitungsausschnitte aus seiner Baseball-Star-Zeit. Er hat uns viel erzählt über das Leben in Kuba und hat sich ganz viel Mühe gegeben langsam zu reden. Mein Spanisch ist nämlich doch eher lückenhaft ;)
Das Essen war auch super lecker, die Zimmer sauber und ausreichend groß, sogar mit AC. Wir waren richtig glücklich mit unserer Wahl.

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Dann ging es nachmittags direkt los: Kleine Rundfahrt durch das Tal mit einem Fahrer, den Lourdes uns organisierte. Also stiegen wir in die alte Moskwitsch ein, auf die der Fahrer so stolz war und klapperten die Sehenswürdigkeiten ab:

Cueva del Indio

Cueva del Indio
Eine nette kleine Höhle, betoniert und mit elektrisch Licht ausgeleuchtet. Eintritt: 5 CUC. Der Spaziergang hindurch dauert nur wenige Minuten, dann geht es auf ein Boot, was mal was anderes ist. Wir finden 5 CUC trotzdem zu teuer für das kurze Vergnügen. Und lasst euch nicht von kleinen Jungen bequatschen, die sich als Guide ausgeben und dann nochmal 1 CUC verlangen ;)

Cueva de San Miguel

Cueva de San Miguel
Naja, die erste Höhle war schon nicht so toll, aber die hier lohnt sich noch weniger. Die Höhle besteht aus einem Gang auf die andere Seite des Felsens, wo ein kleiner Schauplatz mit Indianern aufgebaut ist. Kurz gucken und wieder zurück. Im Eintritt mit drin war ein kleines Getränk und Mücken inklusive. Hat sich irgendwie nicht gelohnt.

Mural

Mural de la Prehistoria
Eine riesige Wand, wo ein Bild wie von kleinen Kindern drauf gemalt ist mit bunten Dinos etc. Man kann auch nochmal Eintritt bezahlen und ganz nah ran. Wir finden es reicht von weitem ein Blick drauf zu werfen und weiter zu fahren ;)

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Aussicht vom Hotel Los Jazmines
Traumhaft! Von hier hat man einen tollen Blick aufs Tal. Man muss nichts bezahlen, das Hotel auch nicht mal betreten. Es ist richtig schön idyllisch anzusehen und der perfekte Ort für ein paar hübsche Fotos :)

Abends dann ab ins Bett, viel geschafft für einen Tag dank der super Organisation von Lourdes…

 

Zweiter Tag

Entspannt frühstücken und dann zügig los zu einem Reistausflug, damit es nicht zu heiß wird..

Reitausflug mit Besuch einer Tabakplantage
Schon gestern hatte Lourdes alles organisiert für diesen tollen Ausflug. Unser Guide holte uns direkt bei unserem Casa ab und lief mit uns zu seinem Haus, wo schon zwei Pferde warteten. Alles ganz unkompliziert ;)
Die beiden Pferde waren wohl ernährt und gepflegt (anders als viele andere Pferde die wir auf unserem Ausritt gesehen haben). Er half uns hoch, erklärte wie wir die Zügel halten sollten und los ging es. Sein Hund lief vorraus, unsere Pferde hinterher, dann der Guide. Herrlich, nur zu zweit durch’s unwegsame Tal. Die Pferde waren super friedlich und kannten ihren Weg fast auswendig.

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Erster Stopp: Tabakplantage
Die Pferde hielten schon von selbst an einem der vielen Tabakhäusern, die mitten auf den Feldern stehen und wo die Tabakblätter drinnen getrocknet werden. Innen ist es dementsprechend dunkel, Staub tanzt in den hereinbrechenden Sonnenstrahlen, es ist irgendwie mystisch.
An einem Tisch sitzt ein junger Mann in olivgrünen Sachen und erwartet uns schon. Er sieht aus wie ein Guerillakämpfer. Mit dabei sitzen noch zwei Italiener (ein nettes Paar, dass uns viel übersetzt hat, weil die Spanisch einfach so verstehen können).
Der Guerillakämpfer erzählt alles zum Tabak, wie er hergestellt wird, was drin ist usw usw. Wir dürfen auch eine Zigarre rauchen, vorher in Honig getunkt. Und natürlich am Ende auch kaufen. Da haben wir zugegriffen! Tolles Souvenir für zu Hause…
Weiter geht’s. Die Italiener reiten ab jetzt mit uns, ihr Guide ist der Bruder unsere’s Guides. Alle super nett, coole Gruppe.
Nächster Stopp: Höhle
Ok, wieder eine Höhle, muss nicht sein. Die Italiener sehen das genauso. Kurz durchatmen und weiter. Auch das Reiten tut irgendwann weh, aber besser als laufen.
Nächster Stopp: Kaffeehütte
Kleines Häuschen mit überdachten Sitz-Möglichkeiten. Mal entspannt ein Getränk schlürfen, irgendwoher kamen dann noch Kokosnuss-Stückchen und man konnte Kaffee und Rum kaufen. Schöner gemütlicher Abschluss finden wir.
Dann ging’s wieder zurück. War wirklich ein schöner Vormittag und wir hatten echt Glück mit unseren Guide’s, unterwegs sahen wir einige Gruppen, die viel größer waren und die Pferde sahen teilweise echt kränklich aus.

Cayo Jutías
Dieser wunderschöne Strand liegt nahe Santa Lucía und ist über einen 12km großen Damm erreichbar. Es handelt sich um eine große Koralleninsel mit einem sehr langen feinsandigen, weißen Strand. Wir fanden vor allem die Wurzeln/Äste schön, die sich aus dem Sand empor streckten.
Lourdes organisierte uns wieder einen Fahrer. Diesmal ein alter Chevrolet, aber mit einem neuem Motor wie uns der Besitzer stolz erzählte, ein Anwalt im Übrigen, der mehr Geld als Taxi-Fahrer verdient.
Die Fahrt dauerte eine gute Stunde und schon waren wir da, an diesem traumhaften Karibik-Strand. Wenn man ein gutes Stück nach links läuft ist man quasi alleine und kann es sich unter den hübschen Bäumen bequem machen. Das Wasser ist ganz klar und türkis, häufig begegnet man kleinen Einsiedlier-Krebsen, die interessante Spuren beim krabbeln in den Sand formen.

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Wir haben gelesen, waren baden und haben das Traum-Wetter genossen. Genau unser Ding ;)
Wenn man in der Nähe ist, dann sollte man diesen Ort nicht verpassen…
Abends noch lecker essen, gekocht von Lourdes, und dann ab ins Bett, totmüde :)

 

Dritter Tag

Leider ging uns das Geld schneller aus als gedacht, deswegen mussten wir vor unserer Abreise noch zur Bank. Das ist übrigens keine gute Idee. Wir mussten dann Euro umtauschen gehen. Das hat ewig gedauert, weil man vor einem Schalter lange warten muss.
Danach blieb noch Zeit für ein langes Gespräch mit Oreste, der von seiner Baseball-Zeit erzählte und dass seine Frau eigentlich Angiologin ist und nun Zimmer vermietet anstatt ihren Beruf auszuüben. Das ist wirklich interessant und lässt einen nachdenklich werden. Die ganze Familie hat nur noch ein Zimmer übrig zum Schlafen und ein Wohnzimmer. Der Rest wird vermietet.
Das Gesundheitssystem, das Schulsystem, alles nicht der hohe Standard wie in Deutschland, aber ausreichend. Keiner muss hungern. Und trotzdem wird hier von einem Käfig, einem Gefängnis gesprochen, da sich keiner ein Flug-Ticket raus leisten kann.
Gegen Mittag kam dann unser Viazul Bus. Die Tickets hatten wir direkt am ersten Tag gekauft.
Oreste hat dann noch tragen geholfen und eine spannende Zeit war schon wieder vorbei. Nachdenklich und beeindruckt ging es dann mit dem Bus nach Havanna…


 

Wir würden definitiv wieder kommen! Dieses schöne Tal war für uns eins der Highlights auf Kuba :)