3 Tage mit dem Boot vor Flores & Komodo

Ohne hohe Erwartungen buchten wir diese Tour. Sehr spontan schauten wir im Internet, sind auf Flores XP gestoßen, gefiel uns, Flüge waren günstig. Ok, machen wir es.

Und es war der Hammer. Das Boot war klein, aber fein. Mit Sonnendeck und Sitzkissen. Unsere Gruppe waren neun Leute, die alle aus verschiedenen Ländern kamen. Tolle Menschen. Wir hatten zwei Divemaster auf sechs Taucher und gutes Equipment an Board.

Übernachtet haben wir auf einer einsamen Insel namens Sebayur in Zelten direkt am Strand. Nur das Meer rauschte und die Sterne funkelten um die Wette.

Geile Zeit! Wir haben es sehr genossen… Das Lebensgefühl von Insel zu Insel mit Boot durch das Paradies zu schippern ist fantastisch.

Die ganze Ecke dort zwischen Komodo, Rinca, Flores usw. ist sehr einzigartig. Über Wasser ist alles sehr trocken, staubig und trostlos. Die Landschaft ist trotzdem schön anzusehen mit den Hügeln, die in das tiefblaue Meer tauchen. Unter Wasser dann das blühende Leben. Alles ist bunt, viele Fische, Korallen. Wenn irgendwo ein Stein ist, dann auch sofort Fische und Korallen!

Stichwortartig nun, was wir genau gemacht haben. Die Bilder sprechen schon viel für sich :)

 

Tag 1

Ankunft am Flughafen, Pick-up mit super altem coolen Jeep zum Hafen, Frühstück an Bord

Kanawa Island

Erster Tauchgang, der zum Eingewöhnen gut war, aber es sollten bessere folgen. Die Insel an sich ist ein Traum. Uns sind vor allem die ganzen Seesterne direkt am Ufer aufgefallen. Eine kleine Bilderbuch-Insel.

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Sebayur

Unsere Camping-Insel. Hier konnte man auch toll schnorcheln am wunderschönen Riff direkt vor unseren Zelten. Abends gab es Fisch zu essen und man konnte den Sonnenuntergang bewundern. Nach einem Lagerfeuer ging es ins Zelt (um 20:00 Uhr :D). Nachts lohnte es sich, wenn man auf Toilette musste. Dann sah man die Millionen Sterne. Nur auf dem Rinjani waren es mehr!
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Tag 2

Oh, Batu Bolong. Dich werden wir erst mal nicht vergessen.

Der Komodo Nationalprak gehört zu den Top Divespots der Welt. Und das merkten wir an Batu Bolong. Fische ohne Ende. Ein Hai, Schildkröten, Nemo, Moränen, wirklich riesige Fische (Napoleon-Fische) und und und. Es war der Wahnsinn. Nach dem Tauchen war das Glücksgefühl am Höchstpunkt. Gänsehaut. Wir waren uns einig: Das war der beste Divespot für uns alle!

Zurück auf dem Boot, strahlende Sonne auf der Haut, gute Musik, die Brise in den Haaren. Das ist das Leben. So wie es sein sollte. Man könnte platzen vor Freude und Zufriedenheit.

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Komodo

Die Warane, die wollten ja auch noch gesehen werden. Nur hier leben sie noch in freier Wildbahn. Die Insel ist trocken, tot, staubig. Die Komodo-Warane sind eindrucksvoll, aber auch sehr faul. Die liegen viel rum. Es war interessant, aber sicher nicht das Highlight.

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Pink Beach

Von weitem kaum zu erahnen entpuppte sich der Pink Beach tatsächlich als pinker Sandstrand mit herrlich türkisem Wasser. Schnorchelnd sind wir an Land geschwommen und haben den herrlichen Blick einfach genossen. Die Farbe kommt von den vielen roten Korallenstücken die den Sand bilden.

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back to Sebayur

Den Sonnenuntergang haben wir dann von einem kleinen Berg bestaunt. Die Sicht war wunderschön, auch auf unser kleines Camp.

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Schlafenszeit dann wieder um 20 Uhr. Irgendwie ist man so müde…

 

Tag 3

Manta Point

Kurzes Briefing: Es soll starker Current herrschen, gefährlich, ok. Und das war es dann auch. Auf der Suche nach den Mantas sind wir in einem wahnsinnigen Tempo durch das Meer getrieben. Als wir den ersten entdeckten klammerten wir uns aneinander um nicht davon zu treiben. Insgesamt sechs Mantas konnten wir erblicken und wir werden nie vergessen wie entspannt sie im Strom dahin gleiten. Auch das Korallenriff konnte sich echt sehen lassen inklusive Schildkröte. Unser Liebling.

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Zwei kleine Eilande im perfekt türkisen Wasser. Wie in der Werbung. Einach zu schön um wahr zu sein… Tolles Lebensgefühl, ab ins Wasser gesprungen und das Paradies erleben!

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Mawan Island

Noch ein Schnorchelspot. Diesmal sollten wir Lion-Fish auffinden. Gleich fünf Stück haben wir gesehen und uns etwas gefürchtet. Sehr eindrückliche Fische.

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Rinca

Nochmal Komodo-Warane. Außer die Aussicht unterschied sich dieser klein Trek kaum von Komodo. Die größten Echsen der Welt, die auch mal einen Hirsch mit ihrem giftigen Biss zur Strecke bringen können, zeigten sich von ihrer trägen Seite.

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Flying Foxes bei Kalong Island

Kurz nach einem wunderschönen Sonnenuntergang konnten wir Millionen von Flughunden beobachten, die von einer Insel bestehend aus Mangroven über uns hinweg flogen. Beeindruckender als gedacht. Von unten sehen sie aus wie kleine Batman’s.

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Und dann ging es zurück zum Hafen. Dort haben wir noch mit unserer Gruppe Pizza gegessen. Richtig lecker. Wir haben uns alle gut verstanden und uns so wohl gefühlt!

Diese Tour war einfach atemberaubend schön!

 

Hintergründe:

Der Nationalpark Komodo umfasst die drei größeren Inseln Komodo, Rinca und Padar, sowie zahlreiche kleinere Inseln. Ursprünglich sollten die seltenen Komodowarane geschützt werden, wurd aber später auf den maritimen Bereich erweitert. Flora und Fauna konnte geschützt werden und ist deshalb wegen der großen Artenvielfalt bei Tauchern sehr beliebt.

Wir haben eine Boots-Tour durch den Nationalpark über Flores XP gebucht: Die 3 Tage Dragon Tour. Pro Person bezahlten wir 204€ (Last-Minute Rabatt) inkl. Pick-up & Drop-off, Essen, Getränke. Für jeden Tauchgang 25€ inkl. Equipment. Alles war nahezu perfekt für uns, bis auf die Sache mit der Verpflegung. Es gab von Tag zu Tag weniger zu essen, sodass wir am Ende echt Hunger hatten :D

Ansonsten waren wir einfach nur happy mit dieser spontanen Fügung!

 

 

Gunung Rinjani – Vulkantrekking auf 3726m

Den Rinjani findet man in gängigen Reiseführern als Highlight der Insel Lombok aufgelistet. Als enthusiastischer Leser schreibt man die Besteigung des Vulkans mit seinen 3726 m schnell auf seine To-Do-Liste für die Indonesienreise. Beschäftigt man sich dann weiter mit der Materie, bemerkt man schnell, dass das Abhaken des Punktes einiges abverlangen wird…

Zur  Vorbereitung:

Da wir absolut keine Trekker sind, mangelte es natürlich an passendem Equipment. Daher mussten zu aller erst ein paar robuste Wanderschuhe her, die man nätürlich auch nicht erst am Fuß des Vulkans aus der Verpackung nehmen sollte. Sporthose, -shirt, warmer Pullover und Regenjacke rundeten die Sache dann ab.
Wir entschieden uns das Monster in 3 Tagen und 2 Nächten zu bezwingen. Ganz bis nach oben. Halbe Brötchen backen wir nicht (obwohl dass das Problem mit der Ober-und Unterseite lösen würde…).

Am 12.09.15 begann das Abenteuer.

Mit dem Auto wurden wir von Senaru nach Sembalun (1100m über Null) gebracht. Damit war die erste Etappe schon geschafft. Was konnte uns jetzt noch aufhalten!?

Gegen 8:30 Uhr begannen wir zu laufen. Unser eigenes Gepäck auf dem Rücken. Proviant, Gaskocher und Zelte trugen die Porter in großen Kiepen die zur Balance an den Enden eines dicken Bambusrohrs befestigt waren.

Die erste wirkliche Etappe begann mit einer angenehmen Steigung, mit der man sich gut eingewöhnen und einlaufen konnte.

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Schon hier kamen die Fersen einer Mitstreiterin (wir waren zu fünft mit zwei Guides unterwegs) an ihre Grenzen. Gut dass wir Tape dabei hatten, um ihr nicht schon nach 13 Höhenmetern den Traum vom Gipfel nehmen zu müssen. Gegen 11 Uhr pausierten wir dann das erste Mal und die Porter bereiteten uns das erste erstaunlich gute Essen zu.

Ab der Mittagspause wurde der Pfad dann anspruchsvoller. Es wurde wirklich steil und man musste immer Ausschau nach einer passenden Stelle für den nächsten Schritt halten. Die sengende Sonne und die staubig trockene Luft brachte einen ganz schön ins Schwitzen.

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Gegen 15 Uhr waren wir dann am Kraterrand auf ca. 2600m.

Zu diesem Zeitpunkt war man schon ordentlich fertig, aber noch lange von den Gruselgeschichten der Bergspitzen-Besteigung, die manch andere Blogger im Internet verbreiten, entfernt. Hier am Kraterrand war das Basecamp für alle Wandergruppen. Die Zelte wurden aufgestellt und wir konnten sie inspizieren. Vor Freude machten wir fast Luftsprünge, denn wir sahen, dass wir dicke Schlafmatten und tolle Schlafsäcke hatten auf denen es sich äußerst bequem lag. Wir hatten nämlich immer noch die hauchdünnen Isomatten von Bukit Lawang im Gedächtnis, die uns den wurzeligen Regenwaldboden wirklich hautnah brachten.

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Kurz nach Sonnenuntergang (ca. 18 Uhr) gab es dann eines der besten Currrys, die wir in Indonesien gegessen haben. Dazu einen warmen Tee und dann gings auch schon schnell ins Zelt. Denn sobald die letzten Sonnenstrahlen verschwunden waren wurde es unangenehm kalt. Eine kleine gute Nachtgeschichte und ab 19 Uhr schliefen wir schon.

Denn um 2:30 Uhr sollte unsere Nacht schon wieder vorbei sein.

Up to the Top!

Wer den Sonnenaufgang auf dem Gipfel erleben möchte und zudem kein Porter ist (die hätten nämlich noch 2 Stunden weiterschlafen können und wären immer noch pünktlich oben gewesen), musste sich nämlich um 3 Uhr nachts auf den Weg machen. Mit der Kopflampe auf der Stirn und langen Sachen ging es dann los, durch die Nacht mit einem Sternenhimmel der uns den Atem raubte. So viele Sterne hatten wir vorher noch nie gesehen. Eine Sternschnuppe rundete das Ganze dann noch ab.

Die erste Stunde war ein ziemlich steiler Aufstieg aber immerhin mit recht festen Boden, der uns dennoch ganz schön pusten ließ. Die mittlere Abschnitt war dann ein flacher Pfad, der uns Zeit gab noch einmal Luft für den letzten Abschnitt zu holen. Nach und nach zog man sich dann eine Schicht nach der anderen an um nicht zu frieren. Es gab nur kurze Trinkpausen, da man ja einen recht engen Zeitplan hatte.

Der finale Abschnitt begann. Eine starke Steigung und feinsteiniges Geröll hinderten daran einen sicheren und festen Tritt zu finden. Ständig rutschte man mühsam erklommene Schritte einfach wieder zurück, was bei der Höhe und den eh schon schweren Gliedern ziemlich anstrengte. Zu diesem Zeitpunkt entfleuchte einem schon mal der ein oder andere Fluch. (Besonders Janina, die in solchen Situationen nichts für sich behalten kann :) )

Gegen 5:30 Uhr schälte sich der Horizont mit der Morgendämmerung aus der Nacht. Der atemberaubende Sternenhimmel verschwand langsam.

Ein toller Augenblick.

Durch das Licht konnte man nun die Spitze sehen und das gab einem nochmal ein gutes Stück Motivation um auch noch die letzten paar Meter durchzuhalten.

Um 5:45 Uhr waren wir dann pünktlich oben und konnten den Sonnenaufgang um 6:00 Uhr genießen.

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Das war sehr beeindruckend. Das Gefühl ganz oben auf der Spitze zu sein und nicht mehr höher klettern zu können war toll. Es ging einfach nicht mehr weiter hoch. Das Glücksgefühl war unbeschreiblich.

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Eben noch völlig geschafft, begannen wir beschwingten Schrittes dann 25 Minuten später mit dem Abstieg. Durch das lose Geröll konnten man regelrecht talwärts rutschen. Man durfte sich nur nicht die Schuhe ständig vollschaufeln. Es boten sich uns immer wieder imposante Ausblicke, das Glücksgefühl hielt an. Noch lange kamen uns andere Trekker auf dem Weg nach oben entgegen.

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Zweieinhalb Stunden später kam man dann mit brennenden Oberschenkeln im Basecamp an um dort schnell zu frühstücken. Nach nur 20 Minuten brachen wir zum Kratersee (2000m) auf.

Das war ein angenehmer Abstieg. Unten angekommen erwarteten uns dann die heißen Quellen in denn man sich für 1 Stunde entspannen und den Staub der letzten Tage loswerden konnte. Der Blick auf den Kratersee mit dem kleinen, bei einem Ausbruch des Rinjanis neu entstanden, Vulkan war schön anzusehen.

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Nach der langen Pause fiel es uns schwer wieder ins Laufen zu finden. Denn laut Plan mussten wir noch bis zu unserem Übernachtungsplatz wieder 600 Meter in die Höhe zurücklegen. Und die hatten es in sich. Eine steile Kletterpassage folgte der nächsten. An einer Stelle sollten wir besonders vorsichtig sein, da dort ein paar Wochen zuvor ein Trekker ums Leben kam.

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Nach 3 Stunden war es geschafft und wir hatten nochmal einen schönen Blick auf Gipfel und See.

Insgesamt sind wir an dem Tag 9,5 Stunden gelaufen!

Kurz nach einem wunderschönen Sonnenuntergang huschten wir ins Zelt und freuten uns auf eine lange, erholsame Nacht.

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Der letzte Tag begann um 6:30 Uhr mit dem Sonnenaufgang vor einem schönen Panorama mit dem Rinjani.

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Um 7:30 Uhr startete dann der Abstieg.

Zu allererst ein steiler Abschnitt. Man konnte regelrecht von Stein zu Stein hüpfen. Und dann kamen die flachen Ausläufer des Vulkans durch grünen Regenwald. Die Porter überholten uns hier natürlich wieder.

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Der langsame, aber stetige Abstieg war für manche (besonders für mich) eines der anstrengendsten Parts. Um 12:30 Uhr waren wir unten angelangt und warteten auf unseren Pickup…

Dies war unsere schrecklichste und beste Erfahrung in Indonesien!

Das Gefühl über den Wolken zu sein, aus eigener Kraft es dorthin geschafft zu haben, wo sonst nur Flugzeuge sind, ist überwältigend und werden wir nie vergessen.

 

Unsere kleine Trekking-Gruppe war gut zusammen gewürfelt. Wir haben es alle geschafft und sind stolz darauf!

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Hintergründe:

Nur für erfahrene Trekker?

Zusammenfassend war der Trek eine tolle Erfahrung und ist absolut zu empfehlen. Wir möchten auch denjenigen Mut machen, die sich nicht sicher sind, ob sie es schaffen oder nicht. In vielen Blogs wird einem ziemlich viel Angst gemacht. …“man müsse schon mal einen Berg bestiegen haben“, „…zwei mal Joggen und Fußballtraining reicht nicht aus…“. Das ist alles völliger Quatsch. Jeder, der sich halbwegs fit fühlt, schafft das ohne Vorbereitung. Ich selber mache keinen regelmäßigen Sport und bin ohne jegliche Probleme hochgekommen. Es war wirklich sehr anstrengend, eine Herausforderung am Limit, aber machbar! Ich habe sogar den Portern eine der ca. 50kg schweren Stangen abgenommen und selber getragen ;)

Der Trek in Zahlen:

Tag 1: Sembalun Village (1.150.m) – Sembalun Crater Rim(2.639.m)
Tag 2: Crater Rim (2.639) – Summit/Top (3.726m) – Segara Anak Lake & Hot springs (2008m) – Senaru Crater Rim (2.641m)
Tag 3: Senaru Crater Rim(2.641m) – Senaru Village (601m)

Touranbieter:

Wir haben den Trek über Green Rinjani gebucht. Für mittlerweile 210$ pP. ist alles inbegriffen inkl. Pick-up & Drop-off. Wir waren insgesamt zufrieden, vor allem mit dem Trek! 

Sembalun vs Senaru als Startpunkt:

Ganz klar Sembalun. Aus einem einfachen Grund: Man besteigt den Gipfel schon in der ersten Nacht. Man hat noch Ernergie dafür. Alle anderen Vor- & Nachteile haben gegenüber dem kein Gewicht.

 

 

 

Tempel, Reisterrassen, Vulkane & Landleben rund um Ubud

Ubud mitten im zentralen Bali ist der ideale Ausgangspunkt für Ausflüge in alle Himmelsrichtungen mit dem Roller.

Dabei ist vor allem auch der Weg das Ziel. Unterwegs begegnet einem nicht selten eine Zeremonie mit traditionell gekleideten Balinesen, die Opfergaben auf dem Kopf zum nächsten Tempel tragen. Alte Häuser und Tempelanlagen alle paar Meter. Immer wieder schöne Aussichten auf Reisterrassen und Schluchten durchzogen von reißenden Flüssen. Kinder, die von der Schule kommen und lachend „Hallo“ rufen (heißt auf Indonesisch nämlich auch so). Bauern, die auf den Reisfeldern arbeiten und Mandarinenplantagen mit kleinen Ständen am Weg.

Die Straßen sind auf Bali fast alle gut ausgebaut und man kann sicher und schnell fahren. Wenn man mal den Weg nicht weiß, helfen die Balinesen super gerne weiter, bei Sprachbarrieren auch mit Händen und Füßen. Ansonsten hilft das Handy mit GPS und vieles ist ausgeschildert.

Aber nun zu den Ausflügen, die wir an zwei Tagen gemacht haben, hier in chronologischer Reihenfolge…

1. Tag

Tegallalang

Etwas nördlich von Ubud liegen diese Reisterrassen. Besonders schön an einem Hang gelegen. Auf Bali sind fast alle flachen Ebenen bebaut, weswegen sie die Hänge auch zu nutzen wussten. Das Ergebnis sind wunderschöne Postkartenmotive. Bewundernswert wie das immer alles so hält und wie gerade die Flächen sind. Auch die Wasserversorgung ist ein raffiniertes System.
Für uns leider etwas zu touristisch hier…

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Pura Gunung Kawi Sebatu

Dieser Tempel war unser schönster. Vielleicht auch weil wir quasi alleine dort sein konnten um circa 11 Uhr. In ein Tal eingebettet liegt dieser traumhafte Tempel. Wasser sprudelt von heiligen Quellen in Becken, in denen Kois schwimmen. Verschiedene mystische Schreine verzieren den Tempel. Mehrere Teiche sind angelegt.
Kein Tourist stört diese Idylle und dieses friedliche Gefühl, das unweigerlich aufkommt. Man fühlt sich im Einklang mit der Umgebung, es passte irgendwie. Und obwohl man kein Hindu ist, fühlt man sich richtig. Wahrscheinlich muss jeder selber nach Bali, es ist so schwer zu beschreiben.

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Pura Tirta Empul

Dieser Tempel ist den Balinesen sehr wichtig.
Wir waren erschrocken über die Touristen. Das Wasser der Quelle, die man übrigens auch sehen kann, läuft durch verschiedene verzierte Öffnungen und jede hat eine eigene Bedeutung. Die Balinesen baden dort, und bei jedem Strahl beten sie, füllen sich eventuell Wasser für zu Hause ab.
Die vielen Touristen baden leider auch dort und stören dieses Bild einfach absolut. Pseudomäßig laufen sie die Wasseröffnungen ab bis sie keine Lust mehr haben. Ein paar Selfies. Das Maßloseste war eine Touristin, die eine Balinesin während ihres Rituals unterbrach: „Excuse me, … „. Schrecklich! Wir haben uns richtig fremdgeschämt.
Der Tempel ist an sich wirklich schön, aber wir konnten das nicht genießen und sind schnell wieder verschwunden.

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Gunung Kawi

Leider auch so überlaufen. Viele Verkäufer, die einfach nicht locker lassen, senken die Stimmung. So viele Sarongs kann man gar nicht kaufen.
Um zum Tempel hinzugelangen muss man etliche Stufen hinab in ein wunderschönes Tal. Dort warten riesige Schreine in Stein gehauen und große Bäume direkt an einem Fluss. Wären die ganzen Verkäufer nicht, dann wäre das einfach der Hammer. So wurde das Bild leider wieder getrübt.

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Danau Batur

Immer weiter Richtung Norden steil bergauf, vorbei an Mandarinenplantagen taucht der riesige Vulkan Gunung Batur auf. Seine Ausläufer sind schwarz von erstarrten Lava-Feldern. Der Batur-See schmiegt sich sehr schön an den Vulkan. Sehen kann man das von Penelokan und Kintamani. Dort gibt es auch viele Warung’s, wo man bei schöner Aussicht Mittagessen kann. Beeindruckend waren die Wolken die sich vom Kamm zum See schoben, zum Greifen nah, um sich dann dort aufzulösen.

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2. Tag

Jatiluwih

Vorneweg: Das war unser schönster Weg mit dem Roller! (Morgens von Ubud nach Jatiluwih durch abgeschiedene Dörfer und Landschaften.)
In Jatiluwih erwartete uns ein riesiges Gebiet voller Reisterrassen. Der Wahnsinn. Im Nachhinein wären wir gerne länger geblieben, zumal es leider etwas bewölkt war. Hier kann man wirklich Stunden über Stunden wandern.
Mittendrin kann man dann wieder was essen in einem der Warung’s.
Es lohnt sich wirklich hierher zu kommen!

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Tanah Lot

Dies ist ein Wassertempel im Südwesten Bali’s. Gerade zum Sonnenuntergang soll es hier schön sein. So war dann leider auch unser Plan.
Und wir wurden enttäuscht. Alles voller Menschen. Touristenbusse kippen dort ihre Ladung an den Küstenweg.
Dementsprechend an kein schönes Örtchen zu denken. Es war gerade Ebbe, weswegen man leider bis zum Tempel laufen konnte und das hat dann auch etwa die Hälfte der Touristen getan. Die andere stand uns oben auf den Aussichtspunkten im Weg.

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Genervt missachteten wir dann einfach diverse Absperrungen und schlichen uns in eine Bucht mit kleinem Strand und Sicht auf einen Nachbartempel um dort die Stimmung einzufangen. Hier waren nur ein paar Fotografen, die wir schon von oben erblickt hatten.
Und plötzlich pünktlich zum Sonnenuntergang kamen dann tausende Fledermäuse aus einer riesigen Höhle direkt neben uns. Das war fantastisch. Es hörte gar nicht mehr auf!
So haben wir doch noch gute Erinnerungen an diesen Ort. Wenn auch auf andere Art und Weise.

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Wir sind in vier Tagen Ubud über 240km mit dem Roller gefahren und das klappte einfach super! Das einzig nervige waren die Eintrittspreise überall. An jedem Tempel 10.000 – 15.000 IDR. Das wäre ja noch ok. Aber dann selbst bei Stadteinfahrten wieder zu bezahlen, fanden wir irgendwann echt frech (Kintamani, Jatiluwih). Immer Handeln, immer auf das arme Studentenleben hinweisen war unsere Taktik, die manchmal zog.

Ansonsten sind wir begeistert und schwelgen schon in Erinnerungen. Bali, Indonesien’s verzauberte Insel, lässt uns einfach nicht mehr los.

 

 

Indonesiens verzauberte Insel Bali

Wo soll ich anfangen?

Bali ist anders als der Rest Indonesiens.

Man hat eh schon das Gefühl nicht nur die Insel, sondern immer das Land zu wechseln. Kulturell, landschaftlich und von den Menschen her. Aber Bali hat einfach nochmal eins drauf gesetzt.
Angekommen am Flughafen in Denpasar fällt sofort auf, dass alles sauberer ist. Na klar, denken wir, mehr auf den Tourismus ausgelegt. Aber auf der Fahrt nach Ubud mit Taxi für 300.000 IDR hält sich der Eindruck. Gut, es ist nicht sauber, aber nach Sumatra und Java kommt es uns so vor ;)
Und dann überall Blumen, Statuen, Tempel. Jedes Haus hat einen Familientempel. Und die fallen einem sofort ins Auge. Die Menschen tragen bunte Sarongs. Viele lachen. Alles ist grün von Reisterrassen und dschungelartiger Vegetation.

Man hat direkt so ein Gefühl, so ein bisschen magisch.

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Auf Bali sind fast alle Hinduisten. Der Alltag der Balinesen ist von Zeremonien geprägt. Jeden Morgen werden Opfergaben gebracht. Blüten und gefärbter Reis in Schalen aus Bananenblättern sollen, wenn höher gelegt Gnade von den Göttern bringen, wenn auf den Boden gelegt die Dämonen verscheuchen. Selbst unser gemieteter Roller hat jeden Morgen ein Schälchen bekommen :)

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Angekommen nahe Ubud auf Zentral-Bali, in der Sunrise Villa, ist uns direkt der Duft in die Nase gestiegen.

Räucherstäbchen.

Die werden nämlich mindestens jeden Morgen angezündet. Und das riecht wirklich toll. Im Rest von Indonesien roch es meist eher nach diesen Müllhaufen die angezündet wurden, weil es kein richtiges Abfallsystem gibt.
Die Sunrise Villa liegt auf einem Hügel an einer Straße, die kurvenreich direkt nach Ubud Zentrum führt. Die Aussicht von unserem Zimmer ist traumhaft: Palmen und Reisterrassen. Immer eine leichte Brise auf der riesigen gemütlichen Terrasse. Und es gibt einen wunderschönen Infinity-Pool.

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Dann unser Standard: Roller gemietet für 55.000 IDR den Tag und losfahren.

Ubud selbst gefällt uns auf Anhieb sehr.

Klar, es ist touristisch und teilweise auch sehr überlaufen. Aber neben den schrecklichen „I love Ubud“ Shirts und Billig-Sarongs gibt es auch viele kleine süße Geschäfte mit richtig hübschen Klamotten, Accessoires und natürlicher Kosmetik.

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Alles ist irgendwie künstlerisch und „back to nature“ angehaucht.

Spa’s und Yoga warten an jeder Ecke. Genauso wie Galerien mit Bildern und Kunsthandwerk. So haben wir uns ein handgemachtes Küchenmesser aus recycleten Autoblattfedern eines Familienbetriebes zugelegt. Die Restaurants und Cafés wirken meist hip und sind sehr einladend. Tatsächlich kann man hier richtig richtig gut essen gehen. Westlich und indonesisch bzw balinesisch. Das Ambiente ist traumhaft.

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Und dann ein paar Meter aus der Stadt rausgelaufen, wenige Minuten, und sofort ist alles ruhig. Saftig grrüne Reisterrassen. Ein Hahn kräht. Bauern mit diesen typischen spitzen Hüten arbeiten knietief im Feld. Ein Kokosnuss-Verkäufer. Ab und zu ein Kranich. Schön!

Die Seele fühlt sich wohl.

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Ubud kann dann noch mit dem Monkey-Forest aufwarten. In dem kleinen Wald sind wahnsinnig viele Affen, die keine scheu haben und super neugierig sind. Obwohl wir nichts zu Essen für die Äffchen gekauft haben und es wirklich nicht drauf angelegt hatten, hockte schon bald einer auf dem Rucksack, am Arm, auf den Kopf, immer auf der Suche nach was Essbaren. Oder ein Stück Plastik. Interessante Erfahrung…

Gerade die ganz kleinen Affenbabys sind sehr süß!

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Natürlich haben wir uns auch an Yoga versucht. Bei Yoga Barn gibt es eine richtig schöne Anlage mit offenen Räumen in die Natur, alles aus Holz. Wir waren dann aber etwas überfordert beim Power Yoga mit den Verrenkungen.
Einen Kochkurs haben wir auch gemacht, bei Paon Cooking Classes. In einem traditionellen balinesischen Anwesen haben wir viele Gerichte gekocht und gegessen, immer in der Hoffnung, dass es mir nicht zu scharf wird. Es war super lecker und wir hoffen zu Hause was davon hinzubekommen.

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Abends kann man dann im Spa entspannen. Für gerade mal 200.000 IDR wurden wir für 2,5 Stunden durchmassiert von Kopf bis Fuß, Peeling, Öl, Rosenblüten-Badewanne und Dusche eingenommen. Herrlich! Jetzt sind wir süchtig danach…

So kann man es sich gut gehen lassen.

In einigen der zahlreichen Tempel Ubud’s finden jeden Abend traditionelle Tänze statt. Schon tagsüber kann man an jeder Ecke Karten dafür kaufen. Wir haben uns den Kecak-Tanz angesehen, in dem viele Männer Kecak -tschak -tschak singen und eine Version des Ramayana aufgeführt wird. Sehr eigen, aber wir haben Spaß beim Zusehen gehabt.

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Und alle Bilder und alle Erklärungen können doch nicht darstellen wie es auf Bali ist. Es hatte einen Vibe dort. Man spürt den Hinduismus.

Ein Balinese sagte uns, dass Balinesen maximal nur einen Tag Streit haben. Abends wird im Meeting Room (den jedes traditionelle Familienhaus auf Bali hat) so lange diskutiert bis Friede herrscht. Damit man am nächsten Morgen wieder mit einem Lächeln aufsteht. Deswegen lächelt jeder Balinese immer, vor allem morgens.

Und das spürt man und geht irgendwie in einen selbst über!

 

 

Essen und Kultur in Yogyakarta

Große Städte sind ja nicht so unsers. In Südostasien schon mal gar nicht. Laut, stinkend, dreckig kommen sie meist daher. Und wir können beim besten Willen nichts Schönes daran finden.
Aber nicht so Yogyakarta (ausgesprochen: Dschogdschakarta, kurz Yogya). In Yogya leben rund 500.000 Menschen, viele davon Studenten. Also ein Bildungs- und Kulturzentrum.
Gut, auch hier gibt es sie wieder, die Moloch-Ecken. Aber trotzdem war es insgesamt nicht dieses heillose Chaos, der ganz große Wahnsinn.
Es gibt unglaublich viele Möglichkeiten essen zu gehen und das sogar richtig gut und in stylischem Ambiente! Auch westlich! Pizza und Burger können mit deutschen Niveau mithalten und liegen preislich natürlich aber unter unserem Niveau. Nette Abwechslung zum Nasi Goreng :)
Roller fahren ist anstrengend in Yogya, aber machbar. Es gibt kaum Wolkenkratzer, sondern viele kleine Häuser mit roten Dächern. Und wenn man sich in einer Seitenstraße verirrt, können sich die Häuser in wunderschöne, protzige Villen verwandeln.
Es stinkt nicht an jeder Ecke, es wird nur selten Müll verbrannt und überall warten Becak’s, die einen durch die Stadt fahren.
Das Stadtbild gefiel uns also gut. Wir fühlten uns wohl. Auch weil unsere Unterkunft in der Jl Prawirotaman II, das Gallery Prawirotaman richtig toll war. Für 34€/ Nacht hot shower, AC, weiße Betten, alles sauber, Pool, großes Frühstück-Buffet. Schön!

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Und man kann einiges in Yogya unternehmen und erleben…

Kraton

Der Sultanspalast in Yogya. Immer noch residiert hier der Sultan mit seiner Familie. Überall laufen dort die „Wachen“ mit traditionellen Kleidern (Sarong, Tunika, Säbel, barfuss) herum. Wir hatten Glück und haben noch ein traditionelles Puppentheater anschauen können. Der Kraton selbst ist eine Ansammlung von Pavillonen und kleinen Museen mit Bildern von den vergangenen Sultanen. Die zu unserem Überraschen sehr große Ähnlichkeit zu unseren Generälen hatten mit ihren Kleidern und Orden.

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Jl. Malioboro

Die Shopping-Straße von Yogya. Überall kann man Batik kaufen und jedes erdenkliche Souvenir. Warung’s gibt es an jeder Ecke und die ganzen Mopeds finden kaum mehr ein Plätzchen zum Parken.
Auch wir haben einen Batik-Sarong erstanden im Mirota Batik. Und wir haben uns bei Mc Donald’s einen Burger gegönnt :D

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Vogelmarkt

Südlich an der Jl Bantul circa auf der Höhe der Jl Dongkelan liegt der Vogelmarkt von Yogya (= PASTY). Und hier gibt es nicht nur zahlreiche Vögel in viel zu kleinen Käfigen, sondern auch viele andere Tiere hinter Gittern: Hunde, Katzen, Kaninchen, Raben, Schlangen, andere Reptilien. Uns tat das im Herzen weh. Die Käfige sind viel zu klein und die Tiere schauen so unglücklich und verstört.
Wir sind schnell wieder gegangen. Mit bedrückter Stimmung. Deswegen auch keine Fotos.

 

Prambanan

Die Tempelanlage liegt circa 20km nordöstlich von Yogya und ist mit öffentlichen Bussen oder als Selbstfahrer mit Roller gut zu erreichen. Sie ist die bedeutendste Anlage der Hinduisten in Indonesien und wurde mühevoll in den letzten Jahrzenten wieder aufgebaut. Wir waren gegen Spätnachmittag dort und fanden die Stimmung richtig beeindruckend. Die Sonne ging irgendwann unter und das Licht wurde warm und weich. Die Besucher wurden immer weniger bis wir mit den allerletzten kurz vor Schließung die Anlage verlassen haben. Das brachte uns schöne Fotos und es waren dann am Ausgang die ganzen Souvenirstände schon geschlossen, sodass wir nicht bedrängt wurden.

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Ausflug nach Karimunjawa

Von hier aus haben wir unseren Trip nach Karimunjawa gebucht…

Borobudur

Diese buddhistische Tempelanlage liegt nordwestlich von Yogya etwa 50km entfernt. Deswegen haben wir uns hierfür einen Fahrer gegönnt. Berühmt ist die Sunrise-Tour. Und dewegen haben wir uns genau dagegen entschieden und sind am späten Nachmittag aufgebrochen.
Es war schon beeindruckend, aber Prambanan war irgendwie schöner.

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Hier hat uns vor allem die Umgebung gefallen. Hügelig, Reisfelder, Palmen, landschaftlich richtig schön.

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Übrigens war gerade Johannes ein kleiner Superstar und musste etliche Fotos von sich mit Asiaten machen lassen ;)

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Ambarrukmo Plaza

Ein kleines Shopping-Paradies in Yogya. Leider gar nicht so viel günstiger wie in Deutschland. Wenn man dringend was bestimmtes braucht, ist man hier richtig. Aber zum Schlendern ist es hier nicht so gemütlich.

 

Von A nach B kommen

Wir haben jedes Verkehrsmittel genutzt: Roller gemietet, Fahrer gebucht, Trans-Yogya Busse genutzt, Becak gefahren.
Vor allem die Trans-Yogya Busse sind sehr günstig (3800 IDR/ Fahrt) und die Haltestellen gut zu erkennen. Mit internetfähigem Handy und damit aktuellen Netzplänen ist es kein Problem sich zurechtzufinden.

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Was wir nicht geschafft haben in Yogya

Noch mehr von der Stadt zu sehen. Es gibt noch Museen, Moscheen, Universitäten und und und zu besichtigen. Außerdem liegt gar nicht weit entfernt der Vulkan Merapi, den wir immer nur von Weitem erblickt haben. Dort kan man Trekken. Das Dieng-Plateau ist auch nicht weit entfernt und soll sehr schön sein. Uns war es dann aber doch zu viel Fahrerei (3,5h ein Weg). Viele Tempelanlagen liegen nahe Prambanan und Borobudur, wenn auch kleiner. Damit aber auch unbekannter und vielleicht weniger überlaufen. Also bestimmt einen Besuch wert.
Und nicht zu vergessen der Mt Bromo und das Ijen-Massiv. Das hätte eine Mehrtagestour bedeutet, wenig Schlaf und tausende andere Touristen. Es wäre der Landweg nach Bali gewesen, den wir dann lieber in einer Stunde geflogen sind.
(Auf uns wartet dafür noch der Rinjani auf Lombok…)

Yogya hat also viel zu bieten und das in einer sehr angenehmen Athmosphäre ohne dieses bekannte südostasiatische Chaos!

 

 

 

Bukit Lawang – auf den Spuren der Orang Utans

Ein Tag und neun Stunden unterwegs

von Münster, zuletzt in einem Flieger nach Medan auf Sumatra, wo wir die einzigen „Westlichen“ waren. In einem Auto mit einem Fahrer, der die Hupe häufiger benutzte als die Bremse, durch den Dschungel auf Straßen, die den Namen nicht verdienen. Mitten in der Nacht mit den schweren Rucksäcken über eine wacklige Brücke „self-made“ einen reißenden Fluss überqueren. Und dann endlich, endlich da. Am anderen Ende der Welt. Mitten im Nirgendwo mit dem Sound des Dschungels auf den Ohren. Yeah!
Nach der freundlichen Begrüßung im Junia Guesthouse (6,50€/ Nacht) unter anderem auch von einer niedlichen Baby-Katze sind wir ins Bett gefallen und haben erstmal ausgeschlafen…
Am nächsten Tag mussten wir feststellen, dass uns Bukit Lawang auch im Hellen gefiel. Viele Hütten direkt an einem Fluss gelegen, etwas Müll hier und da wie in Südostasien üblich, nette Menschen, saftiges Grün überall. Ab und zu ein Reifen mit Passagier auf dem Fluss. Nachmittags ein Regenschauer. Es heißt ja auch „Regen“-Wald und das kühlt die Luft etwas ab. Schön!

Dann ging es endlich los.

Nächster Tag, 8:00 Uhr morgens, bereit für den Dschungel. Für die Orang Utans. Deswegen wollten wir hierher.
Los ging es dann tatsächlich erst um 8:30 mit einem anderen deutschen netten Paar (Tobias & Isabelle) und Imam, unser Guide vom Junia Guesthouse. „Packen wir’s“ und „Langsam aber schnell“ waren seine deutschen Lieblingssätze. Er war wirklich verrückt drauf und das hat Spaß gemacht.
Direkt nach der „Dschungel-Grenze“ ging es super steil rauf. Und runter. Klettern, dreckig machen, schwitzen. Wahnsinn, hätten wir nicht gedacht.

Der Dschungel an sich war ein Traum.

Riesige Bäume, alles so grün, überall wächst was, matschig, Wurzeln und Lianen als Kletterhilfe, hier und da ein kleiner Bach und überall dieses laute Zirpen von den Zirkaden. So wie im Bilderbuch und doch noch so viel eindrucksvoller, auf Fotos nicht festzuhalten. Wir hätten nicht gedacht, dass wir so beeindruckt sind, wo wir doch dachten schon mal in einem Dschungel gewesen zu sein (Thailand).

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Und dann nach noch nicht einmal einer Stunde der erste Orang Utan. Wow.

Es folgten noch viele, bestimmt zehn. Viele mit Babys. Man muss dazu sagen, dass meistens wenn wir einen Orang Utan trafen auch andere  Gruppen da waren. Die Orang Utans waren sehr zutraulich, kennen die Plätze. Es handelt sich bei diesen um die 1972 Ausgewilderten mit ihren Kindern, die dann in der Wildnis geboren sind. Die ganz Wilden bekamen wir nicht zu sehen, auch kein Männchen.

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Weiterhin sahen wir einen Hornbill (Vogel) und einen Peacock (Pfau). Beides sehr selten und unser Guide war richtig happy. Und riesige Ameisen waren überall, sowie riesige Schmetterlinge und Mücken.

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Ein Peacock (Pfau). Seine Rufe hallen durch den ganzen Dschungel.

 

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Zwei Hornbills. Wenn sie fliegen, dann macht das laute Flügelgeräusche. Nur wenige schaffen es ein Bild zu schießen.

 

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Thomas-Langur. Diese Art lebt nur in Nord-Sumatra. Uns kamen sie ganz nah. Sehr süß!

Nach einem sehr steilen Anstieg konnten wir Dschungel-Aussicht genießen und dann ging es bergab bis zum Fluss, der auch durch Bukit Lawang fließt. Durch den mussten wir dann barfuß zweimal durchwaten und waren in unserem „Camp“.
Die Zelte waren lediglich Plastikplanen, die Matten waren solche Selbstaufblasbaren kaputten, die stanken. Wir waren richtig unglücklich mit unserer Situation. Augen zu und durch.
Nach einem wirklich sehr großen vielfältigen Abendessen, erlebten wir dann unsere Horror-Nacht. Aber im Nachhinein ist es doch alles nicht mehr so schlimm.

Unser Deluxe-Zimmer :D
Unser Deluxe-Zimmer :D

In unserem Camp hatten wir auch noch Besuch:

Jacky mit Baby und 7jährigem Kind. Die drei waren herzzereißend. So nah waren wir einem Orang Utan noch nie. Gerade Jacky verhielt sich so menschlich, wie sie schaute wo die Guides sind um vielleicht doch noch schnell zu den Keksen zu schleichen. Schließlich kam sie zu uns und klaute meinen Kaffee! Ein Schluck und weggekippt das Zeug.

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Jacky’s Kind.

 

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Jacky mit Baby. Sie waren die ganze Zeit bei uns im Camp :)

Das Gesicht, die Augen, das Verhalten, die Ohren, das Sorgen um das Baby. Sie sind uns so ähnlich und gehören irgendwie in keinen Zoo. Man hat das Gefühl sie verstehen uns. Und doch ist es auch beeindruckend wie sie mit ihren vier Armen von Baum zu Baum schwingen und sich an dünnen Ästen zum nächsten Baum fallen lassen.

Die drei waren die ganze Zeit da und haben uns unsere Zeit im Camp echt versüßt!

Früh am Morgen ging es dann zu einem schönen Wasserfall und danach sind wir mit großen zusammengebundenen Reifen circa 45min zurück nach Bukit Lawang getubt. Das war auch ein nasses Abenteuer und war wirklich spaßig!

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Auf dem Fluss sind wir getubt!
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Die Reifen für’s Tuben müssen zwei Stunden den Fluss rauf getragen werden!

In Bukit Lawang haben wir dann geschlafen wie die Babys… Am nächsten Tag wartet schließlich der Toba-See…

 

 

Kaprun – snowboard for beginners

Österreich, Kaprun, Snowboard.

Wir wollten was neues machen, uns herausfordern, gemeinsam etwas schaffen. Ski war vor einem Jahr nicht so Johannes Ding. Was neues sollte her. Und da kam Snowboard lernen genau richtig. Kann ja nicht so schwer sein, oder? Sportlich sind wir ja…


 

Wir haben uns für die ersten drei Tage einen Lehrer genommen. Schließlich wussten wir gar nichts über Snowboarden. Da wir so gerade schon in der Nebensaison gelandet sind, buchten wir einen Lehrer nur für uns zwei zum Gruppentarif. Dafür nur Vormittags-Unterricht und nachmittags „frei“. Das ist einfach mal richtig geil.

Und los geht’s: Tag 1

Erstmal eine kleine Einführung und dann ab in den… Tiefschnee! Ja, richtig. Es schneite und das die ganze Zeit. Jede Piste wurde zu einer Tiefschnee-Piste. Nicht die besten Bedingungen für uns Anfänger, aber unser Lehrer war begeistert von uns und wir auch.

Kurven fahren lernen, den Schlepplift benutzen und irgendwie heile unten ankommen. Das sind unsere Ziele :)

 

An Tag 2 ging es dann weg vom „Übungshügel“ hoch zum Kitzsteinhorn! Bei bestem Wetter und super Bedingungen dank des Neuschnees übten wir weiter unsere Skills. Und wieviel wir übten. So oft ist noch keiner von uns hingefallen wie diese Tage. Und das Aufstehen ist echt anstrengend und geht richtig doll auf die Knie. Aber es macht einfach richtig Bock und man fühlt sich so smooth und cool auf dem Board wenn es dahingleitet.

An Tag 3 fangen wir an noch früher aufzustehen. Wir haben richtig Bock und freuen uns morgens auf den Berg. Heute dann das letzte Mal auf dem Board mit unserem Lehrer. Der ist wirklich sehr euphorisch und lobt uns die ganze Zeit. Johannes ist dabei noch um einiges schneller und besser als ich. Das ist echt sein Ding! Ich dagegen falle noch sehr oft, was aber auch für Erheiterung sorgt ;) Unser Lehrer ist mit uns auch ein bisschen Tiefschnee gefahren, einfach mal so am Rand der Piste rein da. Dank dem vielem Neuschnee kein Problem. Witzig ist es. Aber einmal zu tief drin, ist es super anstrengend wieder raus zu kommen. Wir lassen es lieber erstmal wieder.

Tag 4 war dann irgendwie ein kleiner Tiefpunkt. Wenn man in fast jeder Kurve hinfällt, naja. Macht dann keinen Spaß mehr. Klar, waren auch rote Pisten, aber trotzdem. Johannes tröstet und wartet, wir lachen wieder. Schön, dass man sich hat…

Tag 5, und damit vorletzter Tag. Das Wetter ist weiterhin einfach geil. Sonnenbrände blieben nicht aus, sodass wir uns mit Tüchern vermummen. Die Aussicht ist der Hammer. Wir haben unsere Lieblingspisten gefunden. Eine ist dabei, da sieht es so als wenn man in das Tal fährt. Richtig geil. Und das Fahren wird auch immer besser. Die Knie schmerzen (trotz Schoner) und wenn man zu früh vor einer flachen Stelle abbremst dann bleibt man stehen und muss ein Fuß abschnallen. Ätzend.

An Tag 6 war alles perfekt. Wir werden zwar immer noch von allen überholt, fühlen uns aber trotzdem schon richtig schnell. Die Aussicht, die Stimmung, zwischendurch was essen, Johannes übt schon Tricks. Wir sind echt schon wehmütig. Muskelkater, schwere Stürze, Verletzungen blieben aus, sodass wir gefühlt noch Wochen weitermachen könnten.

 

Insgesamt war es einfach schön. Es hat alles gepasst.

Wir haben bleibende Eindrücke, obwohl die Zeit in Österreich vergleichsweise kurz war. Gerade zu zweit hat diese Herausforderung wirklich Spaß gemacht und uns wieder ein Stück mehr zusammen geschweißt!

Snowboard in Kaprun – bestimmt nicht unser letztes Mal!

 


Ein paar Infos zu unserem Snowboard-Erlebnis:

  • Kitzsteinhorn: http://www.kitzsteinhorn.at/
    Das Kitzsteinhorn ist ein Berg in Kaprun im österreichischen Bundesland Salzburg. Es ist Teil der in den Hohen Tauern gelegenen Glocknergruppe und erreicht eine Höhe von 3203. Mit den Gletscherbahnen kann der Gipfel des Kitzsteinhorns von der Talstation in 911 m Höhe bis zu einer Höhe von 3029 m per Seilbahn erreicht werden. Hierbei wird bis heute die höchste Seilbahnstütze der Welt passiert. Diese ist 113,6 Meter hoch. Die Länge aller Pisten insgesamt beträgt 41km. Oben auf dem Gletscher sind viele Lifte Schlepplifte, weiter unten gibt es aber auch viele Sessellifte, die einfacher zu benutzen sind für Snowboarder.
  • Maiskogel: Kleiner Abhang direkt im Ort. Gut zum Reinkommen und Üben
  • Zell am See: http://www.zellamsee-kaprun.com/de
    kleineres Skigebiet eine kleine Busfahrt entfernt. Lohnt sich in jedem Fall für einen Tag! (Alle drei Skigebiete sind in dem Skipass inbegriffen)
  • Unsere Unterkunft: http://www.fewo-direkt.de
    Appartement Inge war für uns perfekt. Man kann den Gletscher sehen, die Sonne scheint in die Wohung und alles ist super schön eingerichtet! Aber besser mit Auto anreisen, der Weg zum Bus ist steil ;)