Auftakt in Osaka & Kyoto

Wir sind angekommen in Japan und starten unsere Route mit Osaka und Kyoto.

Japan ist schon auf den ersten Blick so anders, als alles, was wir vorher gesehen haben. Und wir sind doch mittlerweile schon viel unterwegs gewesen. Die Schriftzeichen; beheizte Toilettensitze; Schlange stehen, wo es nur geht… Die Liste ist lang und ein eigener Blogeintrag wert.

 

Zwei Tage ankommen in Osaka

Hier leben immerhin 2,7 Millionen Einwohner und man erwartet das große asiatische Chaos. So ist es aber ganz und gar nicht. Fast schon leise, ruhig und gesittet geht es in Osaka zu. Wir sind völlig überwältigt und irgendwie auch ein bisschen überfordert mit den ganzen Verhaltensweisen und Systemen, die hier in Japan so anders sind. Wie funktioniert das mit den elektronischen Gates am Bahnhof? Und was verkaufen die hier in dem Shop? Was essen wir hier eigentlich?

Aber zurück zu Osaka:

Wir machten einen Spaziergang durch Minami mit pulsierendem Straßenleben und dem überdachten Markt. Ein schönes Viertel für einen Snack am Straßenrand und zum Shoppen. Wobei wir in ganz Osaka, zB im Namba Parks, richtig hübsche Geschäfte gesehen haben.

Wir besichtigten die Burg Osaka-no, welche auf eine lange Geschichte zurückblickt. Uns interessierte aber insbesondere die Kirschblüte, die wider Erwarten noch blühte. Welch ein Glück! Ein kleines bisschen Hanami (Kirschblütenfest) gab es auch noch mit Essensständen und auf blauen Plastikdecken picknickenden Japanern.

Und wir sind viel gelaufen, haben uns an einem japanischen Supermarkt versucht und waren auch viel in unserem AirBnB mit Tatamimatten und Futon zum Schlafen und zur weiteren, verspäteten Planung unserer Reise.

Zugegeben, wir gehen diese Reise sehr langsam an und legen immer wieder Pausen ein. Ich bin schwanger und einfach nicht so auf der Höhe. Das Gefühl, etwas zu verpassen, haben wir nicht.

 

4 Tage Sightseeing Marathon in Kyoto

Zu allererst müssen wir diese tolle Unterkunft loben: Fujitaya BnB. Es ist ein Hostel, welches total durchdacht ist (Küche, schönes „Wohnzimmer“, saubere Sanitäranlagen, usw). Wir haben uns so wohlgefühlt! (trotz Futon, der gerade mich schwangeres Persönchen langsam fertigmacht)

In Kyoto startete unser Sightseeing erst richtig. Wir bestiegen Tag für Tag den Bus (600 Yen, ca 4,80€ Tagesticket) und fuhren von Tempel, zu Garten, zu Schrein, zu Markt und so weiter. Kyoto ist die kulturelle Hauptstadt Japans und strotzt nur so vor Sehenswürdigkeiten. Gar nicht so einfach eine Auswahl zu treffen…

Wir haben es sehr ruhig angehen lassen und dann auch einfach vieles nicht gemacht. Man kann hier noch so viel mehr sehen, erleben und unternehmen. Hervorzuheben ist das tolle Bussystem, welches wir auch noch ohne mobiles Internet gut meisterten und die vielen Essensmöglichkeiten.

 

Kinkaku-ji

Der goldene Pavillon ist wohl ein Must-see. Das sehen auch viele andere Besucher so und wir sind zwar vom buddhistischen Tempel sehr angetan, verweilen aber wegen der Menschenmassen nicht lange.

 

Ryoan-ji

Ein berühmter Zen Garten, wenn nicht DER Zen Garten. Das sieht in etwa so aus, wie diese kleinen Gärten, wo man mit Mini-Haken zur Beruhigung durchjäten kann, nur eben in groß. Er wurde um 1450 angelegt und besonders die aus Pflanzen bestehenden Gärten drumherum gefallen uns sehr.

 

Kaiserliche Palast Kyoto bzw sein Garten

Der „aktuelle“ Kaiserpalast steht in Tokyo. Trotzdem sind wir wie immer froh, auch mal durch Grünanlagen zu spazieren und einfach die Friedlichkeit der Bäume auf uns wirken zu lassen.

 

Iwatayama-Affenpark in Arashiyama

Nach 20min Wanderung hat man einen tollen Panoramablick über Kyoto und kann nebenbei noch Affen beim Herumtollen, Zanken und Entlausen zusehen.

 

Der Park liegt in Arashiyama, welches an sich auch schon eine schöne Ecke Kyotos ist.

 

Tenryu-ji in Arashiyama

Ein Tempel der Rinzai-Schule mit Weltklasse-Garten. Wir konnten auch hier noch die Kirschblüte bestaunen! (Wir entschudigen uns für die ganzen Kirschblütenfotos, sie sind nur so schön…)

 

Arashiyama-Bambushain

Ein Weg durch einen Bambuswald mit dickem Bambus so hoch wie Bäume. Alle haben die gleiche Dicke und gerade der Blick nach oben ist faszinierend. Auch hier gibt es viele Menschen…

 

Botanischer Garten Kyoto

Dieser schön angelegte Garten lädt zum Spazierengehen ein, es gibt sogar ein Gewächshaus und wieder Kirschblüten zu bewundern.

 

Nishiki-Markt

Ein überdachter Markt mit sehr vielen exotischen Waren. Wir entdeckten Okto-Lollies (eigener Wortentwurf), die wir im Laufe der Reise immer wieder sahen. Generell spießen die Japaner gerne alles auf, eben leider auch kleine Baby-Oktopusse.

 

Bonsai-Schule Koju-en

Die Bonsaischule von Meister Tomohiro Masumi ist ein Augenschmaus für alle Interessierte. Die Spezialisierung liegt hier bei sog. Shohin (Bed: „ein kleines Ding“). Es handelt sich also um extrem kleine Bonsai die meist nicht größer als 20cm sind. Umso beeindruckender ist es, wie Herr Tomohiro charakterstarke Bonsai hervorbringt. Hauptsächlich Mädchenkiefern und Dreispitzahorn sind hier vertreten. Es ist nur zu schade, dass eine Mitnehmen nach Deutschland nur mit hohem Aufwand möglich ist. Aber selbst Anschauen war ein tolles Erlebnis.

 

Fushimi Inari-Taishs

Endlose Gänge aus rot-orangenen torii (Schreintoren) auf einem dicht bewaldeten Berg. Man kann hier locker 2 Stunden spazieren und ist nach dem anfänglichen Trubel schnell unter sich mit einer mystischen, friedlichen Stimmung. Eins unserer Highlights in Kyoto.

 

Gion und Maruyama-koen

Gion ist ein Unterhaltungs- und Geisha-Viertel und kommt am ehesten einer „Altstadt“ am nächsten. Es gibt traditionelle Häuser zu sehen und mit Glück Geishas, die zwischen den Teehäusern hin und her huschen. Aber Achtung, auch Touristen finden es irgendwie toll, sich für viel Geld zu verkleiden und sich dann in den Gassen von anderen Touristen bewundern zu lassen… Wir haben uns dann noch im Park Maruyama-koen ein bisschen ausgeruht.

 

 

Der Start in Japan war sehr faszinierend. Wir haben uns gut an die Eigenheiten gewöhnen können und sind von vielen Dingen sehr begeistert. Es sind nicht unbedingt die Sehenswürdigkeiten an sich, sondern vielmehr das Land, welches so anders ist, als alles, was wir schon gesehen haben, was uns so beeindruckt.

 

 

Unsere Reiseroute durch Indonesien

Insgesamt knapp 2 Monate sind wir unterwegs gewesen und haben uns vorher sehr lange mit einer geeigneten Reiseroute durch Indonesien beschäftigt. Und das hier ist das Ergebnis nach unserer Reise. Wir haben einiges vorher gebucht, aber auch Freiraum für spontane Buchungen gelassen. Teilweise fehlten uns nur die Unterkünfte, aber wir haben auch ganze Abschnitte inkl Flüge erst während unserer Reise gebucht. Dieser Mix hat für uns sehr gut gepasst.

Als Reiseführer diente uns der Stefan Lose von Indonesien, sowie Recherchen im Internet. Siehe auch hier für mehr Infos zu unserer Vorbereitung.

Die Highlights für uns waren die Orang Utans auf Sumatra, Bali, der Rinjani-Trek, die Bootstour vor Flores und Bangka in Sulawesi. Aber auch alle anderen Ziele wollen wir nicht missen.

Als Inspiration, als Anhaltspunkt bezüglich Preise, als eine mögliche Option für eure Reise – hier unsere Reiseroute durch Indonesien!

 

Anreise

FLUG

16.08. 15:25 Düsseldorf – Dubai – Kuala Lumpur 17.08., 15:05 (Emirates, 578€ Hin&Rück)

FLUG

17.08. 20:55, Kuala Lumpur – Medan 20:55 (airasia, 65€)

 

 

Sumatra

4 Nächte Bukit Lawang – Junia Guesthouse (100.000IDR/ Nacht)

  • Nachts ankommen (Abholung durch Unterkunft)
  • 1 Tag Dorf anschauen/im Fluss baden
  • 2 Tage/ 1 Nacht Dschungel-Trek mit frei lebenden Orang Utans (70€ pP)

 

Bukit Lawang – auf den Spuren der Orang Utans

 

Bukit Lawang – Toba-See, mit Minibus vor Ort gebucht

 

3 Nächte Toba-See (TukTuk) – Tabo Cottages (350.000IDR/ Nacht)

  • Roller mieten und die Insel entdecken

 

Kurzurlaub am Lake Toba auf unserer Reise

 

Toba-See – Flughafen, 1 Nacht am Flughafen übernachtet

 

FLUG

25.08. 6:15, Medan – Yogyakarta 9:00 (airasia 75,5€)

 

 

Java

2 Nächte Yogyakarta – Gallery Prawirotaman (37,25€/ Nacht)

  • Kultur: Borobudur & Prambranan (Tempel)
  • Yogya anschauen (Kraton, Märkte)
  • Essensstände & Restaurants

Trip: Karimunjawa 4 Nächte (27.08.-31.08., 90€ pP)

  • inkl. Transport
  • Robinson Crusoe Feeling allein an paradiesischen Stränden, Schnorcheln, Bootsausflüge

 

Karimunjawa – Java’s Paradies

 

2 Nächte Yogyakarta – Gallery Prawirotaman (34€/ Nacht)

  • Sightseeing, Essensstände & Restaurants

 

Essen und Kultur in Yogyakarta

 

FLUG

02.09. 08:35, Yogyakarta – Denpasar 10:45 (airasia, 40€)

 

 

Bali

4 Nächte Ubud – Sunrise Villa Bali (51€/ Nacht)

  • Reisfelder, Tempel, Monkey-Forest, durch Ubud schlendern, Kochkurs, Yoga
  • Tagesausflüge mit Roller in die Umgebung (Gunung Batur, Jatiluwih, Tanah Lot, …)

 

Indonesiens verzauberte Insel Bali

Tempel, Reisterrassen, Vulkane & Landleben rund um Ubud

 

FÄHRE
06.09. früh inkl. Pick-up 250.000IDR pP. + Taxi 350.000 vom Hafen nach Kuta (Lombok)

 

 

Lombok

5 Nächte Areguling nahe Kuta – Kuta Owa Lodge (48€/ Nacht)

  • Surfen, Roller mieten, Strände in der Umgebung entdecken, Sonnenuntergänge genießen

 

3 Nächte Rinjani-Trekking (Green Rinjani, 176€ pP inkl Pick-up & 1 Nacht in Senaru)

  • 12.09.-14.09. klettern und eines DER Highlights unserer Reise erleben
  • inkl Pick-up & 1 Nacht in Senaru, inkl drop off und Fähre nach Gili Meno

 

Gunung Rinjani – Vulkantrekking auf 3726m

 

3 Nächte Gili Meno – Meno Dream Resort (45€/ Nacht)

  • Ausruhen, Strand, mit Schildkröten um die Wette Schnorcheln

 

3 Nächte Gili T – airbnb Rumah Cahaya (54€/ Nacht)

  • Strand, Essen, Schnorcheln, Relaxen
  • Fähre zurück zum Festland Lombok durch Unterkunft gebucht

 

FLUG

20.09. ca. 17:00, Lombok – Denpasar (16€, WingsAir)

STOPOVER Bali 1 Nacht Denpasar – Best Western Kuta Villa (23€)

 

FLUG

21.09. 6:50, Denpasar – Labuan Bajo 8:25 (Garuda, 174€ Hin&Rück)

 

 

Flores & Komodo

2 Nächte Bootstrip mit Flores XP (3.350.000 IDR pP)

  • Bootstour im Komodo-Nationalpark, Tauchen (25€/ Tauchgang)
  • Komodo-Warane, Traumstrände, die Freiheit genießen, die Farbenvielfalt des Wassers bestaunen
  • inkl Pick-up am airport

 

3 Tage mit dem Boot vor Flores & Komodo

 

1 Nacht Golo Hilltop Hotel (450.000 IDR)

 

FLUG

24.09. 11:20, Labuan Bajo – Denpasar 12:50 (Garuda, 174€ Hin&Rück)

 

 

Bali

3 Nächte Legian – Magani Hotel (1.200.000 IDR/ Nacht)

  • vor Ort ausgehandelt, Deluxe-Room, dieses hammer Hotel genießen
  • Surfen, Waterbom-Park (sehr witzig und touristisch)
  • mit Roller Bali’s Süden erkunden (Uluwatu, Single Fin)

 

FLUG

27.09. 12:20, Denpasar – Manado 14:55 (Garuda, 93€)

 

 

Nord-Sulawesi

5 Nächte Bangka – CoralEye (55€/ Nacht)

  • Ausruhen, Schnorcheln & Tauchen, privater Traum-Strand
  • Preis inklusive Essen, Unterkunft hat Transport organisiert

 

Bangka – Relaxen im Coral Eye

 

3 Nächte Bunaken – Two Fish Divers

  • Mit dem „Advanced Open Water Diver Kurs“ richtig gute Taucher werden
  • Unterkunft hat Transport organisiert

 

1 Nacht Manado – Hotel Gran Central (ca. 20€)

  • Umgebung anschauen, eher nicht so spannend, Zwischenstopp

 

FLUG

06.10. , 6:15 Manado – Jakarta – Kuala Lumpur 14:40 (LionAir, 138€)

 

 

Kuala Lumpur

2 Nächte AirBnB „Exklusive Stay #7 At Regalia KL“ (50€/ Nacht)

  • Stadt entdecken mit den Öffentlichen
  • „Food Tour Malaysia“ (160 RM)

 

FLUG

08.10. 9:50 Kuala Lumpur – Dubai 13:00 (Emirates, 578€ Hin&Rück)

 

 

Dubai

1 Nacht AirBnB „Ensuite bedroom in Sheikh Zayed Rd“ (108€)

  • Burj Khalifa, Shopping Mall
  • Dubai ist so gar nicht unser Fall (heiß, künstlich, unnötig), wir werden nicht wiederkommen

 

FLUG

09.10. 8:30 Dubai – Düsseldorf 13:25 (Emirates, 578€ Hin&Rück)

 

Übersicht

Und damit ihr grob wisst, wo was liegt, haben wir hier für euch eine Karte erstellt:

 

 

Wir haben im Dschungel, am Strand und auf einem Vulkan übernachtet – 13mal sind wir mit dem Flugzeug abgehoben – es begnetete uns das Christentum, der Islam, der Hinduismus und der Buddhismus – wir bereisten 15 indonesische Inseln

Und haben unendlich viele Eindrücke in diesem fantastischem Land gesammelt!

 

Noch mehr Infos findet ihr bei meinen Tipps zu Bali, insbesondere Canggu, wo ich im Sommer 2017 ganze 3 Monate gelebt habe!

 

 

Tempel, Reisterrassen, Vulkane & Landleben rund um Ubud

Ubud mitten im zentralen Bali ist der ideale Ausgangspunkt für Ausflüge in alle Himmelsrichtungen mit dem Roller.

Dabei ist vor allem auch der Weg das Ziel. Unterwegs begegnet einem nicht selten eine Zeremonie mit traditionell gekleideten Balinesen, die Opfergaben auf dem Kopf zum nächsten Tempel tragen. Alte Häuser und Tempelanlagen alle paar Meter. Immer wieder schöne Aussichten auf Reisterrassen und Schluchten durchzogen von reißenden Flüssen. Kinder, die von der Schule kommen und lachend „Hallo“ rufen (heißt auf Indonesisch nämlich auch so). Bauern, die auf den Reisfeldern arbeiten und Mandarinenplantagen mit kleinen Ständen am Weg.

Die Straßen sind auf Bali fast alle gut ausgebaut und man kann sicher und schnell fahren. Wenn man mal den Weg nicht weiß, helfen die Balinesen super gerne weiter, bei Sprachbarrieren auch mit Händen und Füßen. Ansonsten hilft das Handy mit GPS und vieles ist ausgeschildert.

Aber nun zu den Ausflügen, die wir an zwei Tagen gemacht haben, hier in chronologischer Reihenfolge…

1. Tag

Tegallalang

Etwas nördlich von Ubud liegen diese Reisterrassen. Besonders schön an einem Hang gelegen. Auf Bali sind fast alle flachen Ebenen bebaut, weswegen sie die Hänge auch zu nutzen wussten. Das Ergebnis sind wunderschöne Postkartenmotive. Bewundernswert wie das immer alles so hält und wie gerade die Flächen sind. Auch die Wasserversorgung ist ein raffiniertes System.
Für uns leider etwas zu touristisch hier…

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Pura Gunung Kawi Sebatu

Dieser Tempel war unser schönster. Vielleicht auch weil wir quasi alleine dort sein konnten um circa 11 Uhr. In ein Tal eingebettet liegt dieser traumhafte Tempel. Wasser sprudelt von heiligen Quellen in Becken, in denen Kois schwimmen. Verschiedene mystische Schreine verzieren den Tempel. Mehrere Teiche sind angelegt.
Kein Tourist stört diese Idylle und dieses friedliche Gefühl, das unweigerlich aufkommt. Man fühlt sich im Einklang mit der Umgebung, es passte irgendwie. Und obwohl man kein Hindu ist, fühlt man sich richtig. Wahrscheinlich muss jeder selber nach Bali, es ist so schwer zu beschreiben.

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Pura Tirta Empul

Dieser Tempel ist den Balinesen sehr wichtig.
Wir waren erschrocken über die Touristen. Das Wasser der Quelle, die man übrigens auch sehen kann, läuft durch verschiedene verzierte Öffnungen und jede hat eine eigene Bedeutung. Die Balinesen baden dort, und bei jedem Strahl beten sie, füllen sich eventuell Wasser für zu Hause ab.
Die vielen Touristen baden leider auch dort und stören dieses Bild einfach absolut. Pseudomäßig laufen sie die Wasseröffnungen ab bis sie keine Lust mehr haben. Ein paar Selfies. Das Maßloseste war eine Touristin, die eine Balinesin während ihres Rituals unterbrach: „Excuse me, … „. Schrecklich! Wir haben uns richtig fremdgeschämt.
Der Tempel ist an sich wirklich schön, aber wir konnten das nicht genießen und sind schnell wieder verschwunden.

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Gunung Kawi

Leider auch so überlaufen. Viele Verkäufer, die einfach nicht locker lassen, senken die Stimmung. So viele Sarongs kann man gar nicht kaufen.
Um zum Tempel hinzugelangen muss man etliche Stufen hinab in ein wunderschönes Tal. Dort warten riesige Schreine in Stein gehauen und große Bäume direkt an einem Fluss. Wären die ganzen Verkäufer nicht, dann wäre das einfach der Hammer. So wurde das Bild leider wieder getrübt.

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Danau Batur

Immer weiter Richtung Norden steil bergauf, vorbei an Mandarinenplantagen taucht der riesige Vulkan Gunung Batur auf. Seine Ausläufer sind schwarz von erstarrten Lava-Feldern. Der Batur-See schmiegt sich sehr schön an den Vulkan. Sehen kann man das von Penelokan und Kintamani. Dort gibt es auch viele Warung’s, wo man bei schöner Aussicht Mittagessen kann. Beeindruckend waren die Wolken die sich vom Kamm zum See schoben, zum Greifen nah, um sich dann dort aufzulösen.

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2. Tag

Jatiluwih

Vorneweg: Das war unser schönster Weg mit dem Roller! (Morgens von Ubud nach Jatiluwih durch abgeschiedene Dörfer und Landschaften.)
In Jatiluwih erwartete uns ein riesiges Gebiet voller Reisterrassen. Der Wahnsinn. Im Nachhinein wären wir gerne länger geblieben, zumal es leider etwas bewölkt war. Hier kann man wirklich Stunden über Stunden wandern.
Mittendrin kann man dann wieder was essen in einem der Warung’s.
Es lohnt sich wirklich hierher zu kommen!

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Tanah Lot

Dies ist ein Wassertempel im Südwesten Bali’s. Gerade zum Sonnenuntergang soll es hier schön sein. So war dann leider auch unser Plan.
Und wir wurden enttäuscht. Alles voller Menschen. Touristenbusse kippen dort ihre Ladung an den Küstenweg.
Dementsprechend an kein schönes Örtchen zu denken. Es war gerade Ebbe, weswegen man leider bis zum Tempel laufen konnte und das hat dann auch etwa die Hälfte der Touristen getan. Die andere stand uns oben auf den Aussichtspunkten im Weg.

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Genervt missachteten wir dann einfach diverse Absperrungen und schlichen uns in eine Bucht mit kleinem Strand und Sicht auf einen Nachbartempel um dort die Stimmung einzufangen. Hier waren nur ein paar Fotografen, die wir schon von oben erblickt hatten.
Und plötzlich pünktlich zum Sonnenuntergang kamen dann tausende Fledermäuse aus einer riesigen Höhle direkt neben uns. Das war fantastisch. Es hörte gar nicht mehr auf!
So haben wir doch noch gute Erinnerungen an diesen Ort. Wenn auch auf andere Art und Weise.

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Wir sind in vier Tagen Ubud über 240km mit dem Roller gefahren und das klappte einfach super! Das einzig nervige waren die Eintrittspreise überall. An jedem Tempel 10.000 – 15.000 IDR. Das wäre ja noch ok. Aber dann selbst bei Stadteinfahrten wieder zu bezahlen, fanden wir irgendwann echt frech (Kintamani, Jatiluwih). Immer Handeln, immer auf das arme Studentenleben hinweisen war unsere Taktik, die manchmal zog.

Ansonsten sind wir begeistert und schwelgen schon in Erinnerungen. Bali, Indonesien’s verzauberte Insel, lässt uns einfach nicht mehr los.

 

 

Essen und Kultur in Yogyakarta

Große Städte sind ja nicht so unsers. In Südostasien schon mal gar nicht. Laut, stinkend, dreckig kommen sie meist daher. Und wir können beim besten Willen nichts Schönes daran finden.
Aber nicht so Yogyakarta (ausgesprochen: Dschogdschakarta, kurz Yogya). In Yogya leben rund 500.000 Menschen, viele davon Studenten. Also ein Bildungs- und Kulturzentrum.
Gut, auch hier gibt es sie wieder, die Moloch-Ecken. Aber trotzdem war es insgesamt nicht dieses heillose Chaos, der ganz große Wahnsinn.
Es gibt unglaublich viele Möglichkeiten essen zu gehen und das sogar richtig gut und in stylischem Ambiente! Auch westlich! Pizza und Burger können mit deutschen Niveau mithalten und liegen preislich natürlich aber unter unserem Niveau. Nette Abwechslung zum Nasi Goreng :)
Roller fahren ist anstrengend in Yogya, aber machbar. Es gibt kaum Wolkenkratzer, sondern viele kleine Häuser mit roten Dächern. Und wenn man sich in einer Seitenstraße verirrt, können sich die Häuser in wunderschöne, protzige Villen verwandeln.
Es stinkt nicht an jeder Ecke, es wird nur selten Müll verbrannt und überall warten Becak’s, die einen durch die Stadt fahren.
Das Stadtbild gefiel uns also gut. Wir fühlten uns wohl. Auch weil unsere Unterkunft in der Jl Prawirotaman II, das Gallery Prawirotaman richtig toll war. Für 34€/ Nacht hot shower, AC, weiße Betten, alles sauber, Pool, großes Frühstück-Buffet. Schön!

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Und man kann einiges in Yogya unternehmen und erleben…

Kraton

Der Sultanspalast in Yogya. Immer noch residiert hier der Sultan mit seiner Familie. Überall laufen dort die „Wachen“ mit traditionellen Kleidern (Sarong, Tunika, Säbel, barfuss) herum. Wir hatten Glück und haben noch ein traditionelles Puppentheater anschauen können. Der Kraton selbst ist eine Ansammlung von Pavillonen und kleinen Museen mit Bildern von den vergangenen Sultanen. Die zu unserem Überraschen sehr große Ähnlichkeit zu unseren Generälen hatten mit ihren Kleidern und Orden.

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Jl. Malioboro

Die Shopping-Straße von Yogya. Überall kann man Batik kaufen und jedes erdenkliche Souvenir. Warung’s gibt es an jeder Ecke und die ganzen Mopeds finden kaum mehr ein Plätzchen zum Parken.
Auch wir haben einen Batik-Sarong erstanden im Mirota Batik. Und wir haben uns bei Mc Donald’s einen Burger gegönnt :D

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Vogelmarkt

Südlich an der Jl Bantul circa auf der Höhe der Jl Dongkelan liegt der Vogelmarkt von Yogya (= PASTY). Und hier gibt es nicht nur zahlreiche Vögel in viel zu kleinen Käfigen, sondern auch viele andere Tiere hinter Gittern: Hunde, Katzen, Kaninchen, Raben, Schlangen, andere Reptilien. Uns tat das im Herzen weh. Die Käfige sind viel zu klein und die Tiere schauen so unglücklich und verstört.
Wir sind schnell wieder gegangen. Mit bedrückter Stimmung. Deswegen auch keine Fotos.

 

Prambanan

Die Tempelanlage liegt circa 20km nordöstlich von Yogya und ist mit öffentlichen Bussen oder als Selbstfahrer mit Roller gut zu erreichen. Sie ist die bedeutendste Anlage der Hinduisten in Indonesien und wurde mühevoll in den letzten Jahrzenten wieder aufgebaut. Wir waren gegen Spätnachmittag dort und fanden die Stimmung richtig beeindruckend. Die Sonne ging irgendwann unter und das Licht wurde warm und weich. Die Besucher wurden immer weniger bis wir mit den allerletzten kurz vor Schließung die Anlage verlassen haben. Das brachte uns schöne Fotos und es waren dann am Ausgang die ganzen Souvenirstände schon geschlossen, sodass wir nicht bedrängt wurden.

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Ausflug nach Karimunjawa

Von hier aus haben wir unseren Trip nach Karimunjawa gebucht…

Borobudur

Diese buddhistische Tempelanlage liegt nordwestlich von Yogya etwa 50km entfernt. Deswegen haben wir uns hierfür einen Fahrer gegönnt. Berühmt ist die Sunrise-Tour. Und dewegen haben wir uns genau dagegen entschieden und sind am späten Nachmittag aufgebrochen.
Es war schon beeindruckend, aber Prambanan war irgendwie schöner.

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Hier hat uns vor allem die Umgebung gefallen. Hügelig, Reisfelder, Palmen, landschaftlich richtig schön.

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Übrigens war gerade Johannes ein kleiner Superstar und musste etliche Fotos von sich mit Asiaten machen lassen ;)

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Ambarrukmo Plaza

Ein kleines Shopping-Paradies in Yogya. Leider gar nicht so viel günstiger wie in Deutschland. Wenn man dringend was bestimmtes braucht, ist man hier richtig. Aber zum Schlendern ist es hier nicht so gemütlich.

 

Von A nach B kommen

Wir haben jedes Verkehrsmittel genutzt: Roller gemietet, Fahrer gebucht, Trans-Yogya Busse genutzt, Becak gefahren.
Vor allem die Trans-Yogya Busse sind sehr günstig (3800 IDR/ Fahrt) und die Haltestellen gut zu erkennen. Mit internetfähigem Handy und damit aktuellen Netzplänen ist es kein Problem sich zurechtzufinden.

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Was wir nicht geschafft haben in Yogya

Noch mehr von der Stadt zu sehen. Es gibt noch Museen, Moscheen, Universitäten und und und zu besichtigen. Außerdem liegt gar nicht weit entfernt der Vulkan Merapi, den wir immer nur von Weitem erblickt haben. Dort kan man Trekken. Das Dieng-Plateau ist auch nicht weit entfernt und soll sehr schön sein. Uns war es dann aber doch zu viel Fahrerei (3,5h ein Weg). Viele Tempelanlagen liegen nahe Prambanan und Borobudur, wenn auch kleiner. Damit aber auch unbekannter und vielleicht weniger überlaufen. Also bestimmt einen Besuch wert.
Und nicht zu vergessen der Mt Bromo und das Ijen-Massiv. Das hätte eine Mehrtagestour bedeutet, wenig Schlaf und tausende andere Touristen. Es wäre der Landweg nach Bali gewesen, den wir dann lieber in einer Stunde geflogen sind.
(Auf uns wartet dafür noch der Rinjani auf Lombok…)

Yogya hat also viel zu bieten und das in einer sehr angenehmen Athmosphäre ohne dieses bekannte südostasiatische Chaos!