Ein Tagesausflug nach Beppu Onsen

Wir wohnten auf unserer Route für zwei Nächte in Fukuoka und hatten nach reichlich Stadt, mal wieder Lust auf etwas anderes. Trotz „Golden Week“ und damit verbundenen, sich bestimmt lohnenden Festivals, flohen wir für einen Tag nach Beppu – einer Onsen-Stadt am Meer. Gute zwei Stunden Zugfahrt brachten uns in eine andere Welt.

 

 

Onsen

Eine kurze Erklärung. Wir kannten das Wort vor Beginn der Reiseplanung nämlich nicht so richtig, obwohl im vulkanisch teils sehr aktivem Japan allgegenwärtig. Es handelt sich um von natürlichen heißen Quellen abgezapfte Bäder, die auf eine ganz bestimmte, traditionelle Art und Weise (inklusive zahlreicher, möglicher Fettnäpfchen) genommen werden. Dem Thermalwasser wird außerdem aufgrund der enthaltenden Mineralien eine heilende Wirkung nachgesagt. Das Ganze dient der Entspannung vom Alltag und ist unserer Sauna ähnlich. Onsen gibt es im ganzen Land, doch in manchen Orten besonders viele, was häufig der Name „Onsen“ als Teil des Ortsnamen verrät.

 

In Beppu jedenfalls dampft, brodelt und sprudelt es aus allen Ritzen und Gullideckeln. Der unverkennbare Schwefelgeruch steigt einem in die Nase ohne unangenehm zu sein. Es gibt zig Onsen zum Baden und, eher einzigartig in Japan, die Jigoku = Höllen. Das sind sehr heiße Quellen, nicht zum Baden geeignet, in den unterschiedlichsten Farben und Konsistenzen. In Beppu gibt es die zweitgrößte Thermalwasser-Ansammlung der Welt. Außerdem kann man hier noch Sandbäder machen, wo man mit heißem Sand überhäuft wird und schwitzt.

 

Umi-Jigoku

Diese „Hölle“ bedeutet übersetzt Meereshölle. Die blaue Farbe ist schön anzusehen und die ganze Anlage hat uns sehr gefallen. Mit inkludiert ist ein Fußbad und eine weitere kochend heiße, rot-braune Quelle.

 

Kannawa

So heißt der Stadtteil, in dem die meisten Jigoku und sehr viele Onsen liegen. Durch die Gassen zu schlendern lohnt sich. Hier gibt es außerdem viel leckeres Streetfood, insbesondere Dinge, die im Dampf gegaart wurden. Wir versuchten unter anderem einen kochend heißen Maiskolben, der dann nach 20 Minuten abkühlen auch wirklich lecker war.

 

Hayotan Onsen

Und natürlich besuchten wir ein Onsen. Wir hatten die Qual der Wahl und standen vor einem unüberschaubarem Angebot. Letztenendes siegte der Wunsch gemeinsam zu Baden (die Onsen sind sonst nach Geschlechtern getrennt) und wir entschieden uns für einen privaten Onsen nur für uns. Unser Bereich bestand aus einem Vorraum zum Aus- und Anziehen und einem Außenbereich mit Waschstelle, dem Becken, in das für uns frisches Thermalwasser floss und einer kleinen Dampfsauna. Wir konnten die Bade-Temperatur selbst einstellen (die Onsen sind sonst meist sehr heiß), uns so richtig in Ruhe entspannen und die Zweisamkeit genießen. Ein Dampfbad rundete die Sache ab. Es war einfach herrlich!

 

 

 

Der Tagesausflug hat sich für uns gelohnt und wurde zu einem kleinem Highlight auf unserer Japan-Reise. Es kann weitergehen – tiefenentspannt und mit einer weiteren einzigartigen Erinnerung.

 

Auftakt in Osaka & Kyoto

Wir sind angekommen in Japan und starten unsere Route mit Osaka und Kyoto.

Japan ist schon auf den ersten Blick so anders, als alles, was wir vorher gesehen haben. Und wir sind doch mittlerweile schon viel unterwegs gewesen. Die Schriftzeichen; beheizte Toilettensitze; Schlange stehen, wo es nur geht… Die Liste ist lang und ein eigener Blogeintrag wert.

 

Zwei Tage ankommen in Osaka

Hier leben immerhin 2,7 Millionen Einwohner und man erwartet das große asiatische Chaos. So ist es aber ganz und gar nicht. Fast schon leise, ruhig und gesittet geht es in Osaka zu. Wir sind völlig überwältigt und irgendwie auch ein bisschen überfordert mit den ganzen Verhaltensweisen und Systemen, die hier in Japan so anders sind. Wie funktioniert das mit den elektronischen Gates am Bahnhof? Und was verkaufen die hier in dem Shop? Was essen wir hier eigentlich?

Aber zurück zu Osaka:

Wir machten einen Spaziergang durch Minami mit pulsierendem Straßenleben und dem überdachten Markt. Ein schönes Viertel für einen Snack am Straßenrand und zum Shoppen. Wobei wir in ganz Osaka, zB im Namba Parks, richtig hübsche Geschäfte gesehen haben.

Wir besichtigten die Burg Osaka-no, welche auf eine lange Geschichte zurückblickt. Uns interessierte aber insbesondere die Kirschblüte, die wider Erwarten noch blühte. Welch ein Glück! Ein kleines bisschen Hanami (Kirschblütenfest) gab es auch noch mit Essensständen und auf blauen Plastikdecken picknickenden Japanern.

Und wir sind viel gelaufen, haben uns an einem japanischen Supermarkt versucht und waren auch viel in unserem AirBnB mit Tatamimatten und Futon zum Schlafen und zur weiteren, verspäteten Planung unserer Reise.

Zugegeben, wir gehen diese Reise sehr langsam an und legen immer wieder Pausen ein. Ich bin schwanger und einfach nicht so auf der Höhe. Das Gefühl, etwas zu verpassen, haben wir nicht.

 

4 Tage Sightseeing Marathon in Kyoto

Zu allererst müssen wir diese tolle Unterkunft loben: Fujitaya BnB. Es ist ein Hostel, welches total durchdacht ist (Küche, schönes „Wohnzimmer“, saubere Sanitäranlagen, usw). Wir haben uns so wohlgefühlt! (trotz Futon, der gerade mich schwangeres Persönchen langsam fertigmacht)

In Kyoto startete unser Sightseeing erst richtig. Wir bestiegen Tag für Tag den Bus (600 Yen, ca 4,80€ Tagesticket) und fuhren von Tempel, zu Garten, zu Schrein, zu Markt und so weiter. Kyoto ist die kulturelle Hauptstadt Japans und strotzt nur so vor Sehenswürdigkeiten. Gar nicht so einfach eine Auswahl zu treffen…

Wir haben es sehr ruhig angehen lassen und dann auch einfach vieles nicht gemacht. Man kann hier noch so viel mehr sehen, erleben und unternehmen. Hervorzuheben ist das tolle Bussystem, welches wir auch noch ohne mobiles Internet gut meisterten und die vielen Essensmöglichkeiten.

 

Kinkaku-ji

Der goldene Pavillon ist wohl ein Must-see. Das sehen auch viele andere Besucher so und wir sind zwar vom buddhistischen Tempel sehr angetan, verweilen aber wegen der Menschenmassen nicht lange.

 

Ryoan-ji

Ein berühmter Zen Garten, wenn nicht DER Zen Garten. Das sieht in etwa so aus, wie diese kleinen Gärten, wo man mit Mini-Haken zur Beruhigung durchjäten kann, nur eben in groß. Er wurde um 1450 angelegt und besonders die aus Pflanzen bestehenden Gärten drumherum gefallen uns sehr.

 

Kaiserliche Palast Kyoto bzw sein Garten

Der „aktuelle“ Kaiserpalast steht in Tokyo. Trotzdem sind wir wie immer froh, auch mal durch Grünanlagen zu spazieren und einfach die Friedlichkeit der Bäume auf uns wirken zu lassen.

 

Iwatayama-Affenpark in Arashiyama

Nach 20min Wanderung hat man einen tollen Panoramablick über Kyoto und kann nebenbei noch Affen beim Herumtollen, Zanken und Entlausen zusehen.

 

Der Park liegt in Arashiyama, welches an sich auch schon eine schöne Ecke Kyotos ist.

 

Tenryu-ji in Arashiyama

Ein Tempel der Rinzai-Schule mit Weltklasse-Garten. Wir konnten auch hier noch die Kirschblüte bestaunen! (Wir entschudigen uns für die ganzen Kirschblütenfotos, sie sind nur so schön…)

 

Arashiyama-Bambushain

Ein Weg durch einen Bambuswald mit dickem Bambus so hoch wie Bäume. Alle haben die gleiche Dicke und gerade der Blick nach oben ist faszinierend. Auch hier gibt es viele Menschen…

 

Botanischer Garten Kyoto

Dieser schön angelegte Garten lädt zum Spazierengehen ein, es gibt sogar ein Gewächshaus und wieder Kirschblüten zu bewundern.

 

Nishiki-Markt

Ein überdachter Markt mit sehr vielen exotischen Waren. Wir entdeckten Okto-Lollies (eigener Wortentwurf), die wir im Laufe der Reise immer wieder sahen. Generell spießen die Japaner gerne alles auf, eben leider auch kleine Baby-Oktopusse.

 

Bonsai-Schule Koju-en

Die Bonsaischule von Meister Tomohiro Masumi ist ein Augenschmaus für alle Interessierte. Die Spezialisierung liegt hier bei sog. Shohin (Bed: „ein kleines Ding“). Es handelt sich also um extrem kleine Bonsai die meist nicht größer als 20cm sind. Umso beeindruckender ist es, wie Herr Tomohiro charakterstarke Bonsai hervorbringt. Hauptsächlich Mädchenkiefern und Dreispitzahorn sind hier vertreten. Es ist nur zu schade, dass eine Mitnehmen nach Deutschland nur mit hohem Aufwand möglich ist. Aber selbst Anschauen war ein tolles Erlebnis.

 

Fushimi Inari-Taishs

Endlose Gänge aus rot-orangenen torii (Schreintoren) auf einem dicht bewaldeten Berg. Man kann hier locker 2 Stunden spazieren und ist nach dem anfänglichen Trubel schnell unter sich mit einer mystischen, friedlichen Stimmung. Eins unserer Highlights in Kyoto.

 

Gion und Maruyama-koen

Gion ist ein Unterhaltungs- und Geisha-Viertel und kommt am ehesten einer „Altstadt“ am nächsten. Es gibt traditionelle Häuser zu sehen und mit Glück Geishas, die zwischen den Teehäusern hin und her huschen. Aber Achtung, auch Touristen finden es irgendwie toll, sich für viel Geld zu verkleiden und sich dann in den Gassen von anderen Touristen bewundern zu lassen… Wir haben uns dann noch im Park Maruyama-koen ein bisschen ausgeruht.

 

 

Der Start in Japan war sehr faszinierend. Wir haben uns gut an die Eigenheiten gewöhnen können und sind von vielen Dingen sehr begeistert. Es sind nicht unbedingt die Sehenswürdigkeiten an sich, sondern vielmehr das Land, welches so anders ist, als alles, was wir schon gesehen haben, was uns so beeindruckt.

 

 

Premužić Trail – 3 Tage Trekking

“Whoever in the future comes to walk on this beautiful and comfortable Premužić Trail will hardly be able to imagine all the hard work and effort the first pioneers had to endure while walking through this difficult terrain with no trail whatsoever …

Dr. Ivan Krajač, “Croatian mountaineer”

 

Wir hatten Lust auf ein kleines Abenteuer. Einfach mal raus und wirklich alles was man braucht auf dem eigenen Rücken tragen inklusive Zelt, Sturmkocher, Isomatten, Schlafsack, Essen usw. Da wir so etwas noch nicht gemacht hatten, suchten wir einen Weg, den man in überschaubarer Zeit und mit wenig Erfahrung laufen kann. Die Wahl fiel auf den Premužić Trail (PT): 57km lang, mit kaum merkbarem Anstieg, Teil des Via Dinarica (über 2000 Kilometer umfassendes Fernwanderwegenetz von Slowenien bis nach Albanien)

Also hieß es Anfang Mai: Auf nach Kroatien.

Genauer gesagt erstmal nach Zavižan, dem Startpunkt des PT`s. Auf dem Weg hoch nach Zavižan wurde uns etwas mulmig zu mute, da das Quecksilber von 25°C an der Küste auf windige 9°C fiel und uns immer mehr Schneefelder begegneten. Wir wurden allerdings schon am Vortag durch einen Einheimischen geerdet, der meinte, dass wir Glück hätten, denn vor 2 Wochen lagen wohl noch 3 Meter Schnee. Oben angekommen, trifft man auf eine Hütte des Nationalparks, wo man auch die Tickets bekommt. Weitere 6km den Berg hinauf befindet sich ein großer Parkplatz, auf dem wir unser Auto stehen ließen.

Dann ging es los. Bei pustigen Temperaturen starteten wir um 11 Uhr unser Abenteuer.

Ein weißer Punkt mit rotem Hintergrund war von nun an unsere Wegweiser. Aber Achtung: Irgendwie ist jede Route mit diesem Zeichen markiert. Daher waren wir froh, dass wir unser spärliches Kartenmaterial dabeihatten, um uns an Wegkreuzungen orientieren zu können. Denn vom eigentlichen PT führen immer wieder Abzweigungen zu besonderen Ausichtspunkten/Gipfeln ab (z.B. Gromovača, Crikvena, Šatorina), welche bestimmt sehr schön sind, aber auch die Laufzeit dementsprechend verlängern. Wir entschieden uns, auf dem eigentlichen Trail zu bleiben, was nicht immer einfach zu navigieren war.

 

Der PT ist ein wunderschöner angelegter Weg, für den über die gesamte Strecke Steine kunstvoll geschichtet wurden, um einen horizontalen Trail zu schaffen. Allerdings fordert diese Art von Untergrund ständige Aufmerksamkeit, da man sonst extrem schnell umknicken kann.

 

Die erste Etappe Richtung Berghütte Alan war durch beeindruckende Karstfelsen, Nadelbäumen und Buchenwäldern geprägt. Und immer wieder diese elendigen Schneefelder. Nicht nur, dass es anstrengend war, diese zu passieren. Auch machte es die Orientierung an einigen Stellen recht schwierig, da dann einfach alles weiß war. Unser Tagesziel war eine Hütte (von Mai – Oktober bewirtschaftet) namens Alan, die wir ca. um 17 Uhr erreichten. Dort konnten wir beim Hüttenwart unsere Wasservorräte wieder auffüllen. Theoretisch kann man auch in allen Hütten (bewirtschaftet oder unbewirtschaftet) mit Isomatte und Schlafsack übernachten. Wir wollten aber lieber im eigenen Zelt in der Natur schlafen.

Legal darf man wohl in der Nähe der Hütten sein Zelt aufschlagen, aber wir zelteten lieber an geeigneten Stellen (,die nicht immer so einfach zu finden waren) entlang des Weges. Das ist zwar illiegal, aber da Nebensaison war und wir auf dem gesamten Trek nur 4 Menschen begegneten, gingen wir das Risiko ein.

 

 

So wanderten wir noch ca. 1,5h weiter mit fantastischen Aussichten auf die Adria und einem immer stärker werdenden Wind. Es wurde immer später und so verbrachten wir die erste Nacht eher etwas ungemütlich an einem Hang etwas blick- und windgeschützt durch Bäume. Obwohl der Platz, der beste war, den wir finden konnten, wehte uns der Wind das Zelt mächtig um die Ohren und der leichte Anstieg ließ uns in unseren Schlafsäcken Richtung Tal rutschen. In dieser Nacht schliefen wir sehr unruhig, da wir bei den starken Böhen befürchteten, dass das Zelt nachgibt. Und tatsächlich bemerkten wir am nächsten Morgen, dass eine Stange verbogen war. Aber immerhin hat es gehalten.

Nachdem wir alles zusammengepackt hatten (Dauer: ca. 45min!), zogen wir weiter. Und zu unserer Freude, klarte das Wetter auf und wir konnten ein sonnig-warmes Frühstück mit frisch gebrühten Kaffee und Müsli mit tollem Ausblick genießen.

 

Von da an präsentierte sich der PT von seiner schönen Seite. Schroffe Felslandschaften wechselten sich mit saftig grünen Buchenwäldern ab und das alles bei angenehmen Temperaturen. Unterwegs filterten wir uns Wasser aus einem Bach, es gibt nicht viele Wasserquellen auf dem Trail.

Auf dem ganzen Trail stellte es sich nämlich als Herausforderung raus Wasser zu finden. Es gibt quasi keine Bäche, maximal den Schnee hätten wir tauen können, um an Wasser zu gelangen. Die Velebit-Gebirge besteht aus porösen Gestein, welches Wasser schnell versickern lässt. Daher sind die Hütten entlang des Weges für die Wasserversorgung recht wichtig, da diese Regenwasser auffangen.

 

 

Wir wanderten bis zur Berghütte Skorpovac mit kleinen Navigationshürden. Dort verbrachten wir 2 Stunden mit der Mittagszubereitung im Schatten alter Bäume, zwischen Ruinen vergessener Völker und ließen unsere Seele baumeln. Auch das Wasser konnten wir wieder auffüllen.

 

Gegen Abend brachen wir noch einmal auf und wanderten für noch ca. 2 Stunden weiter und suchten uns in der Dämmerung einen Platz für das Zelt. Diesmal war es eine windstille und perfekt horizontale Stelle. Zwar war diese unmittelbar neben dem Weg, aber das machte uns keine Sorgen, da wir nur zwei Menschen an diesem Tag begegnet waren. Wir beobachteten den Sonnenuntergang von einer Bergspitze, aßen ein paar Snacks und kochten uns im Vorzelt noch einen Tee um dann seelenruhig mit dem Rauschen des Waldes um uns herum einzuschlafen.

 

Wir wachten auf mit einem tollen Ausblick auf das Meer auf.

Packten alles zusammen und suchten uns ein sonniges Plätzchen zum Frühstücken, welches nicht lange auf sich warten ließ. Ca. 2,5 Stunden vor Ankunft in Baške Oštarije riefen wir das Taxiunternehmen an und organisierten die Fahrt zurück nach Zavižan. So langsam wurde man dann schon melancholisch. Auch wenn das Abenteuer rau begann, so hatte uns der zweite und dritte Tag voll und ganz von dieser Art, eine Gegend zu erkunden und zu erleben, überzeugt.

 

 

All sein überschaubares Hab und Gut bei sich zu haben, sich komplett selbst zu versorgen und mit dem Rhythmus der Natur zu leben, ließ in uns während dieses beeindruckenden Premužić Trail eine innere Ruhe einkehren.

 

 

Infos für alle Nachmacher

Bau: 1930 – 1933
Länge: 57 km (Zavižan – Baške Oštarije)
Eintritt (Zavižan): 45 Kuna (ca. 6,- €)
Taxi
Da der Premužić Trail kein Rundkurs ist, sondern sich von Zavižan Richtung Süden nach Baške Oštarije schlängelt, mussten wir uns auch über den Rückweg Gedanken machen. Hierfür hat die Parkverwaltung eigens Schilder aufgestellt mit einer Telefonnummer eines Taxiunternehmens, welches Wanderer von diversen Berghütten abholt und zurück zum Startpunkt bringt.
Telefonnummer des Taxis: 098 912 6644
Homepage des Taxis: www.dragec-prijevoz.hr
Kosten des Taxis: 800 Kuna (ca. 100 €) von Baške Oštarije – Zavižan

 

Route

Wir hatten uns vorher einen GPS Track auf unser Handy geladen und hatten daher einen kleinen Anhaltspunkt.
Android App: GPX Pro
Gerne hätten wir noch Kartenmaterial oder mehr Infos aus dem Internet gehabt. Dies stellte sich als Herausforderung dar. Es gibt zahlreiche Abzweigungen, die die gleiche Markierung haben und teilweise im Internet auch zum Premužić Trail fälschlicherweise dazugezählt werden. So stimmen die Zeitangaben nicht, Wege verlaufen anders und auch die GPS Daten sind nicht immer nachvollziehbar gewesen. Improvisation war mehr als einmal gefragt.
Geholfen hat uns:
http://www.hps.hr/english/velebit-hiking-trail/
https://trail.viadinarica.com/de/

 

 

Bali – Meine Tipps für Canggu und Umgebung

Drei Monate verbrachte ich in Canggu mit einer Freundin im Rahmen meines PJ’s (Praktisches Jahr, Medizin-Studium). Ich hatte eine wahnsinnig schöne Zeit und kann nach nun insgesamt 5 Monaten Indonesien sagen, dieses Land ist einfach fantastisch. Seitdem werde ich immer wieder nach Tipps für Canggu und Umgebung gefragt, die ich dann als Dokument per Mail versende. Hier nun einmal aufbereitet und einfacher zugänglich mein kleiner Guide.

 

Von A nach B:

  • Scooter! 50K pro Tag ist ein guter Preis, 700-800K für einen Monat sind auch i.O.
    • Immer so 50K extra packen für eventuelle Abzockekontrollen durch die Polizei
    • Scoopie mag ich am liebsten, aber alles andere ist auch völlig ok
    • Traut euch, Canggu ist super zum Erlernen
  • Grab (ähnlich Uber, nur noch günstiger)
  • Wenn Taxi, dann die original Blue Bird Taxi (da gibt es auch eine sehr gute App)
    • CAVE: in Touristenregionen ist Grab, Blue Bird, etc angeblich verboten (Taxi-Mafia) – einfach aufpassen, dass man sich an „versteckten“ Ecken mit seinem Fahrer trifft
  • Private Driver
    • Über eure Unterkunft erfragen oder, was wir oft gemacht haben, die Grab-Fahrer (die gut englisch konnten) ansprechen, Nummer einspeichern und bei Bedarf direkt anschreiben. Wir hatten ziemlich schnell ein Netzwerk aufgebaut und Freunde gewonnen.

 

Canggu

Was kann man hier machen? Wozu sollte ich nach Canggu? Was sind meine Tipps für Canggu?

Für Party; Surfen (auch Anfänger); Essen; Strand; das Leben genießen; in Canggu gibt es einige, die auch länger bleiben.

  • Unsere Unterkunft: Monatsweise 5 Mill IDR = 300€ (Pool, gut gelegen) -> Sirkus Guesthouse (AirBnB)
    • Tipp: Wenn ihr länger vor Ort seid, dann schaut euch um, fragt direkt bei AirBnB an und verhandelt vor Ort eine Langzeitmiete aus
  • Restaurants:
    • Zu allererst Frühstück: egal wo: Smoothie Bowl/ smashed avo (ich vermisse es so!)
    • Ruko Cafe & Shaddy Shack (Frühstück), satu-satu (bester Kaffee in Canggu, gute super günstige smoothie bowl)
    • QCafe Bali (unser Kater-Frühstück – Zucchini-Pancakes mit Lachs, pochiertem Ei und Avocado, gratis Kaffee dazu)
    • Berawas kitchen (die Nudeln ganz hinten links, günstig und gut)
    • Betelnut Cafe (burger, organic food)
    • Pomelo Cafe (alles gut und lecker)
    • Crust (pizza)
    • Warung: Die Straße bei Crust weiter hoch vom Strand weg, links Coco Markt, da ist rechts ein Warung grün und offen (sehr günstig und gut)
    • Warung Bu Mi: Die Touristenvariante, trotzdem noch günstig und lecker, etwas „westlicher“

 

  • Sonntag und Samstag ist immer Markt, da wo das Betelnut ist (Handwerkliche Sachen)
  • Fahrtwege: Nutzt die Shortcuts, nicht außenrum fahren
  • Geldautomaten: bei Canggu Square/ Canggu Plaza ein Stück weiter Richtung Seminyak rechts in einem extra Häuschen, hier bekommt man das meiste Geld. Ansonsten zB noch beim Finns Beach Club.
  • Party: Old Mans (unser zweites Zuhause), danach am Strand Beach Party oder am Nachbarstrand Echo Beach (heißt verwirrenderweise beides Sands Bar)
  • Strand: Chillen & Sonnenuntergang bei Georg (Bali Bar), hier kann man auch surfen lernen, einfach fragen, kostet eigentlich am ganzen Strand überall dasselbe. Parken beim Finns Beach Club

 

  • Bening Spa: bestes Preis-Leistungsverhältnis für Massage (einfach über WhatsApp buchen)
  • Colors Nail Bali: Die Besten! Freitag ist von 12-18Uhr 50% off (vorher über WhatsApp reservieren)

 

Bali

siehe auch Indonesiens verzauberte Insel Bali und Tempel, Reisterrassen, Vulkane & Landleben rund um Ubud

  • Richtung Süden: Seminyak, Legian, Kuta – immer touristischer, maximal gut für
    • Party, party, party
    • Waterbom (Hammer Wasserpark für vergleichsweise viel Geld, lohnt sich aber)
    • und vielleicht einmal Potato Head Beach Club -> Luxus Chill Anlage zu deutschen Preisen, einen Spätnachmittag
  • Bukit Halbinsel im Süden:
    • Single Fin Beach Club für Sonnenuntergang (vorher einen Platz reservieren)
    • Balangan Beach für 1 Tag zum relaxen
    • Hindutempel Uluwatu direkt am Meer mit Affen
    • Insgesamt lohnen sich 1-2 extra Nächte vor Ort -> Sunhouse, Mandala Village (süß, aber abgelegen, mit roller alles machbar). Ansonsten schafft man das Ganze auch als Tagesausflug von Canggu
    • Luxus-Ausflug nach Nusa Dua (zB Westin Resort, sehr empfehlenswert, sau teuer)
  • Amed:
    • Tauchen/ Schnorcheln
    • schöner schwarzer Strand mit glasklarem Wasser, Sonnenuntergänge mit dem Vulkan Agung im Hintergrund
    • d’sawah Amed homestay and warung (nicht direkt am Strand aber kein Problem, man wird auch gefahren, leckeres Essen und liebe Besitzerin, schöne Zimmer)

 

  • Ubud:
    • 3-4N extra oder sogar als stressiger Tagesausflug möglich (Tempel, Tegallalang, schöne Roller-Strecken, Monkey-Forest) -> siehe auch hier
  • Jatiluwih
    • Riesige wunderschöne Reisterrassen
    • vorher einfach einen eurer Fahrer oder in eurer Unterkunft fragen, ob es gerade grün ist
    • vielleicht verbinden auf Rückweg von Munduk mit private driver oder von Ubud aus selber mit Roller

 

  • Munduk:
    • Bergdorf, sehr schön gelegen, hammer Aussicht, Wandern zwischen Dschungel/Reisterrassen/Wasserfälle
    • -> Maliana Homestay (einfach, ok)

 

  • Trek auf den Vulkan Batur:
    • Super easy, theoretisch machbar in 1-2h, sehr voll, aber schöne Aussicht oben
    • Wenn der Rinjani (unbedingt machen! siehe hier) geplant ist, lohnt es sich aber eher nicht

 

Umgebung

  • Gilis – paradiesische Traumstrände, bei allen 3 Inseln kann man günstig tauchen mit 100% Schildkröten-Wahrscheinlichkeit!, ebenso beim Schnorcheln sehr sehr wahrscheinlich, keine Autos/ Scooter, Boote fahren ab Padang Bai (Speed Boat), zwischen den Inseln sind es nur Minuten
    • Gili T.: die größte Insel, Party, Essen, viel los im positiven Sinne, am wenigsten idyllisch -> Rumah Cahaya (AirBnB, sehr nette Gastgeber)
    • Gili Meno: Honeymoon, schönste Strände -> Meno Dream Resort (einfach süß, etwas zu teuer)
    • Gili Air: dazwischen, aber nicht jeden Abend Party -> Goodtimes Bungalow (eher famililenfreundlich als jung und hip)

 

  • Lombok
    • Rinjani: 3N, auf 3726m, „teuer“, aber lohnt sich sehr (unbedingt machen! siehe hier)
    • Im Süden (Kuta): Umgebung, Strände mit Roller abfahren, vergleichsweise günstig Surfen lernen, aber mittlerweile auch sehr voll -> Kuta Lodge Homestay (akzeptabel wenn man nichts anderes findet)

 

  • Gili Gede oder andere secret gilis: absolutes „raus aus allem“, sehr sehr idyllisch, keine Autos, tolle nahezu unberührte Unterwasserwelt (Schnorcheln, Tauchen ist auch möglich) -> Via Vacare, Gili Gede (kein fließend Wasser, kaum Empfang, kein WIFI, keine Autos, Strom von 17-21h, maximale Auszeit)

 

  • Nusa Penida
    • -> Arsa Santhi Penida (empfehlenswert, eher Pärchen & Familien)
    • So stell ich mir Bali vor 20 Jahren vor, kaum was los, abenteuerliche Rollerpisten (nur für Erfahrene), nur an den Hot Spots Tagesausflügler von Lembogan zu Wasser und mit Autos zu Land
    • Tauchen in wirklich fast unberührten Riffs und Chance auf Mantas -> Sanctum Dive Center
    • Kelingking Beach ist einfach traumhaft (wer sich traut, klettert runter (auf eigene Gefahr!))
    • Angel’s Billabong, Broken Beach, Crystal Bay (ganz ok für den Sonnenuntergang)
    • Warung tu pande (lecker!)
    • Auch als Tagesausflug von Lembogan möglich, aber weniger empfehlenswert

 

  • Nusa Lembogan
    • -> Kakiang Lembogan Guesthouse (sehr süß, super nette Besitzer, alles recht neu)
    • Viel mehr los als auf Penida, trotzdem klein, süße Strände und alles mit Roller machbar
    • Sandy Bay Beach (unser Strand Favorit, Zugang über den gleichnamigen Club), Devil’s Tear, Nusa Ceningan (Secret Beach)

 

  • Java
    • Von Bali aus machbar: Ijen (Schwefelabbau, eine andere Welt, mitten in der Nacht wandern, blaues Feuer, Mondlandschaft, sauerster See der Welt)
    • -> Didus Homestay (sehr empfehlenswert, günstiger Trek ab hier buchbar mit guten Guides, super liebe Besitzerin, schöne chill out area)

 

So, das ist er – mein „Guide“. Ich hoffe die Tipps helfen weiter. Wir haben noch so viel mehr erlebt, dies sind nur die Highlights, möglichst kompakt dargestellt und die Liste ist trotzdem schon sehr lang. Indonesien und insbesondere Bali ist einfach umwerfend, traumhaft schön! Auch auf den zweiten Blick. Ich hoffe jetzt sogar noch auf den dritten Blick…

 

 

 

Salento – 3 Tage Kaffee, Berge und Wachspalmen

Salento ist ein kleines Dorf in der kolumbianischen Kaffeeanbau-Region, im „Eje Cafetero“, gelegen inmitten von Bergen auf einer Höhe von 1.895 Metern. Mit circa 7.000 Einwohnern ist das Dorf sehr klein und hat die troditionelle Architektur der Kaffezone Kolumbiens bewahrt.

 

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Unsere Anreise erfolgte von Bogotá per Flug nach Pereira und von da mit Taxi nach Salento. Wir trafen am Flughafen beim Warten (der Flug hatte natürlich 4 Stunden Verspätung) einen netten Kolumbianer, der uns beim Verhandeln mit dem Taxi half.
Angekommen in Salento ärgerten wir uns dann, dass wir ein Zimmer anstatt das gebuchte Zelt erhielten. Dafür ist die Lage vom „La Serrana“ einmalig schön und wir verssöhnten uns mit dem Zimmer. Das Hostel liegt mitten in den grünen Bergen, umgeben von Natur, circa 20min Fußweg von Salento entfernt.

 

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Tag 1 – Kaffee

Zuerst gönnten wir uns den ruhmreichen kolumbianischen Kaffee im Rahmen einer Kaffee-Finca Besichtigung (30.000 COP). Timothy, dem Besitzer der Finca Don Euduardo, erklärte uns vieles über Kaffee im Allgemeinen und insbesondere über Kaffee in Kolumbien. So lernten wir, dass die minderwertigen Bohnen für den einheimischen Kaffee genutzt werden und man deswegen in Kolumbien selten guten Kaffee bekommt. Wir sahen den kompletten Werdegang von der Kirsche zur gerösteten Bohne.

 

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Anschließend wurde der Kaffee der Plantage für uns frisch geröstet und wir durften probieren. Wir lieben Kaffee und sind voll auf unsere Kosten gekommen. Das Rösten war ein einfacher Prozess. Vielleicht sollten wir das mit unserer Siebträgermaschine zu Hause in Berlin auch mal ausprobieren? Woher kommt unser Espresso eigentlich? …

 

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Gewundert haben wir uns über die geringe Professionalität mit der hier angebaut wird. So wirkten die Kaffeepflanzen wahllos zwischen anderen Pflanzen zusammen gewürfelt. Moderne Maschinen nutzt man hier nicht, genauso wenig wie die anderen Farmen in der Gegend. Die Plantagen in Kolumbien sind sehr klein, jeder besitzt nur wenige Hektar und am Ende kommen alle Bohnen aller Farmen in einen Topf, sodass es quasi nur eine Sorte gibt. Dafür war ein kleiner Spaziergang über die „Plantage“ mit vielen verschiedenen Pflanzen umso schöner.

 

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Tag 2 – Action in den Bergen

Spontan entschieden wir uns fürs Downhill Mountain Biking bei einer kleinen Agentur namens „Salento Cycling“ (genau gegenüber von The Plantation House Hostel). Der Tag begann regnerisch. Aber mit der richtigen Kleidung… kein Problem. Wir konnten wählen zwischen hardtail (100.000 Cop) und softtail (150.000 COP) bikes. Wir entschieden uns für die günstige Variante.

Um 9:30 Uhr ging es dann los. Die Räder wurden auf den Pick-up geladen und wir nahmen auf der Ladefläche platz. Unsere Gruppe bestand aus 6 Leuten plus 2 Guides. Ca. eine Stunde ging es mit dem Pick-up steil bergauf. Zwischendurch überraschten uns ein paar Regenschauer. Aber wir hatten Regenjacken und Planen dabei um uns trocken zu halten. Auf dem Weg nach oben hatten wir tolle Aussichten auf den nebelverhangenen Bergregenwald. Mit zunehmender Höhe klarte der Himmel auf.

Oben angekommen (auf 3.400m) wurden die Fahrräder und Helme verteilt und eine kleine Sicherheitseinweisung gegeben. Dann ging es auch schon los. Zuerst fuhren wir in das Tal „La Cabonera“, in welchem wir unsere erste Bekanntschaft mit den Wachspalmen machten. Laut unserem Guide gibt es hier mehr als eine Millionen, deutlich mehr als im Valle de Cocora, dem berühmten Nachbarn (siehe unten). Dort stellten wir die Räder ab und unternahmen eine ca. 45 minütige Wanderung entlang der Hänge. Das war ein tolles Erlebnis mit wahnsinnig schönem Ausblick.

 

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Wieder zurück bei den Rädern gab es Sandwich, Chips, Bananen und Wasser. Und erst dann begann die eigentliche Abfahrt zurück ins Tal in dem Salento liegt. Entlang des unebenen, steinigen Weges hatte man nach Eingewöhnung an das Rad und die Bremsen reichlich Spaß. Die Fahrt dauerte grob geschätzt 1,5 bis 2 Stunden mit einigen Verschnaufpausen zum trinken und Aussicht genießen.

 

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Leider hatte eine Teilnehmerin Pech und stürzte relativ hart und konnte nicht weiterfahren. Glücklicherweise fährt immer der Truck hinterher und konnte sie aufsammeln und ins Krankenhaus fahren. Der Helm den sie trug, schütze sie aber zum Glück vor ernsthaften Verletzungen.
Zusammengefasst war es ein 100%  empfehlenswerter Ausflug.

 

Tag 3 – Wandern inmitten von 60m hohen Palmen, Dschungel und Bergen

Wir lieben es zu wandern. Und dieser Trek im „Valle de Cocora“ war einer unserer schönsten. Gestartet sind wir im flachen Grasland. Anschließend kletterten wir durch dichten Bergregenwald. Die „Brücken“ waren abenteuerlich, der Weg sehr schlammig, stetig bergauf mit einigen Hindernissen. Es hat sehr viel Spaß gemacht.

 

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Einen Zwischenstopp legten wir in Acaime ein, einer Finca, wo es Kolibris zu bestaunen gibt und man außerdem noch ein erfrischendes Getränk bekommt, welches im Eintrittspreis inkludiert ist.

 

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Anschließend sind wir immer weiter hoch nach La Montaña, ein schweißtreibender Abschnitt und konnten dann einen wahnsinnig schönen Ausblick genießen.

 

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Und dann endlich erblickten wir die Quindio-Wachspalmen in dem wunderschönen Tal „Valle de Cocora“. Die Palmen gibt es nur in Kolumbien, werden bis zu 60m hoch und sind damit die höchsten Palmen weltweit, sind der Nationalbaum, werden mehrere hundert Jahre alt und haben eine Wachsschicht auf der Rinde, welche die Indigenen für Kerzen nutzten. Man sieht noch heute die Stellen an denen die Wachspalmen „gemolken“ wurden. Die Palmen sind beeindruckend und in diesem Tal besonders schön anzusehen.

 

Salento (28 von 31)

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Nach circa 4 Stunden hatten wir den Trek geschafft (offiziell 5-6 Stunden) und ein Jeep brachte uns von diesem verwunschenen Ort in circa 30min zurück nach Salento.

Um auch die kulinarische Seite Kolumbiens zu erwähnen: Zurück in Salento gönnten wir uns ein typisches kolumbianisches Essen aus der Region für rund 8.500 COP pro Person (2,80€). Bestehend aus mehreren Kohlenhydratquellen, immer mit Reis, einer Art Fleisch und etwas Salat. Vorneweg meistens eine Suppe. Frisch und lecker!

 

Salento (31 von 31)

 

Fazit: Salento lohnt sich!

Mildes Klima. Ein typisches, schönes und vor allem sicheres kolumbianisches Dorf. Wandern, Kaffee, Natur. Wir hatten eine schöne Zeit!

 

 

Unsere Reiseroute durch Südafrika und Mosambik

Als Inspiration, als Anhaltspunkt bezüglich Preise, als eine mögliche Option für eure Reise – hier unsere Reiseroute quer durch Südafrika und Mosambik!

Wir haben in Kapstadt und Johannesburg jeweils einen Mietwagen gemietet und sind insgesamt von Ende Februar bis März 2016 4,5 Wochen über 6000km gefahren. Der Linksverkehr ist anfangs gewöhnungsbedürftig, aber machbar. Navigation lief sehr gut über Google Maps und Here. Grob haben wir eine gute Woche in Kapstadt und Umgebung verbracht und sind dann für gute drei Wochen nach Johannesburg – Krüger – Mosambik – Swasiland – St. Lucia – Durban – Drakensberge – Johannesburg als Rundreise gefahren. Als Reiseführer haben wir für Südafrika den von Stefan Lose genutzt und für Mosambik viel im Internet recherchiert.

 

Anreise

FLUG

25.02., 19:20 Düsseldorf – London – Johannesburg 26.02., 9:40

 

Johannesburg-Aufenthalt „Moafrika Tours“ 58€ pP (empfehlenswert)

 

FLUG

26.02., 20:15 Johannesburg – Kapstadt 22:30

 

Kapstadt & Umgebung

22 km, ca. 22min

4 Nächte Kapstadt

(26.02.- 01.03.) „Lovely garden flat“ über AirBnB 61,25€ (empfehlenswert)

  • Ankommen, Kaap De Goede Hoop, Boulders Piguin-Kolonie, Camp’s Bay, Clifton, Sonnenuntergang Tafelberg (Tafelberg erklimmen: Platteklip George (ca 1,5h, zum Sonnenuntergang)), Hout Bay, Chapman’s Peak Drive
  • Vorher geplant: Kirstenbosch Gardens (Summer Sunset Concert), Fallschirmsprung 120€

 

Kapstadt – Das schönste Ende der Welt

 

400km, ca. 4,5h (bzw mit Küstenweg 500km, 6,5h)

2 Nächte Mossel Bay

(01.-03.03.) „Modern Loft“ über AirBnB 68,92€ (empfehlenswert)

  • Entspannen, Grillen, Spazieren gehen
  • Blaize Trail (13km, ca 6h, Ausgangspunkt “Point“)

 

370km, ca. 4-5h (2 Möglichkeiten: über N2 oder N2 & R60)

1 Nacht Stellenbosch

(03.-04.03.) 35€ „Peaceful spot near mountain & town“ (für 1 Nacht empfehlenswert)

  • nachmittags Weinpicknick bei Warwick (400R + Wein, kurz vorher gebucht)
  • spätnachmittags Weinverkostung: Delheim (Cupcakes & Wein, kurz vorher gebucht)

 

Westkap – Mossel Bay & Stellenbosch

 

30-40km, ca. 40min

FLUG

04.03., 12:35 Kapstadt – Johannesburg 14:40

 

Nord-Südafrika

50km, ca. 30min

1 Nacht Pretoria

(04.03.-05.03.) „Spacious Lodge in Pretoria“ 35€ (für 1 Nacht empfehlenswert)

  • Ein bisschen durch die Stadt schlendern

 

380km, ca. 4h

2 Nächte Hazyview

(05.-07.03.) „Ashbourne-Honeymoon“ 64€ (sehr empfehlenswert, abgeschieden und idyllisch)

  • Unterkunft (kleines Bungalow, eigener Mini-Pool, Küche)
  • Panoramaroute (von unserer Unterkunft aus als Ausflug machbar)
    • Long Tom Pass
    • Wasserfälle
    • Gods Window
    • Bourkes Luck Potholes (unser Highlight)
    • Three Roundavels

 

116km, ca. 1h 45

2 Nächte Balule Private Game Reserve

(07.-09.03.) „Sausage Tree“ 296€ (sehr empfehlenswert, kleines Reserve, gutes Preisleistungsverhältnis)

  • 2 game drives pro Tag
  • All inclusive (außer Getränke)

 

63km, ca 1h (zum Phalaborwa Gate) à 122km zu Satara
88km, ca. 1,5h (zum Orpen Gate) à 50km zu Satara

 

1 Nacht Krüger Satara

09.-10.03. 64€ (nicht empfehlenswert, lieber draußen schlafen)

 

100km, Safari

1 Nacht Krüger Lower Sabie

10.-11.03. 35,50€ (nicht empfehlenswert, lieber draußen schlafen)

 

Auf Safari im Balule & Krüger Park

 

Komatipoort- Grenzübergang

 

Mosambik

372km, ca. 5,5h (+ Grenzübergang)

2 Nächte Chidenguele

11.03.-13.03. „Naara Eco Lodge & Spa“ 110€ (empfehlenswert)

  • Entspannen nach Safari
  • Strand, Spazieren, Dschungel

 

220km, ca. 3h

4 Nächte Tofo

13.03.-17.03. „Mozambeat Motel“ 35€ (empfehlenswert)

  • Strand (Praia do Tofo)
  • Peri Peri diving school

 

360km, ca. 5h

2 Nächte Bilene

17.03.-19.03. „Tenda Tora Lodge“ 48€ (najaaaa)

  • Zwischenstopp, Umgebung entdecken

 

Eine Woche mit dem Auto durch Mosambik

 

Swasiland

392km, ca. 6h

1 Nacht Swasiland

19.03.-20.03. „Wide Horizons“ 44€ (sehr empfehlenswert)

  • Unterkunft mit Ausblick genießen
  • Swazi Candles (Markt)

 

Nordost-Südafrika

315km, ca. 4h

3 Nächte St. Lucia

20.03.-23.03. “Monzi Tented Camp” 52€ (empfehlenswert)

  • Ausflug Safari mit zahlreichen Nashörnern (Hluhluwe-iMfolozi Park)
  • Hippo-Boots-Tour
  • Ausflug in die „Wetlands“ mit Strandbesuch

 

222km, ca. 3h

1 Nacht nahe Durban

23.03.-24.03. „Manaar House“ 76€ (najaaaa)

  • Durban anschauen (Stadt plus Strand)
  • Schnorcheln mit Haien (Blue Wilderness – Shark Cage Diving Adventures, Achtung: 40min von Durban entfernt)

 

233km, ca. 3h (+ Umweg Blue Wilderness)

3 Nächte Drakensberge

24.03.-27.03. „Inkosana Lodge“ 50€ (empfehlenswert)

  • Trekking mit Routen aus der Lodge, traumhaft!

 

412km, ca. 5h

FLUG

27.03., 19:20   Johannesburg – Düsseldorf 28.03., 10:00

 

Übersicht

 

Reisekosten:

Flüge

  • Düsseldorf – Johannesburg 528€ pP
  • Johannesburg – Kapstadt 104€ pP

Mietwagen

  • Kapstadt: 109€ (First, gebucht über autoeurope)
  • Johannesburg: 407€ (Hertz, gebucht über autoeurope)  

All-in-all (Flug, Mietwagen, Unterkünfte): pro Person 1950 €

 

Das ist sie, unsere Reiseroute „Südafrika & Mosambik“. Die Reise war einmalig, überraschend eindrucksvoll und wahnsinnig abwechslungsreich. Definitv ein Highlight und wir würden es sehr ähnlich genauso wieder machen!

 

 

Auf Safari im Balule & Krüger Park

Wir entschieden uns dafür unsere Safari auf zwei Wegen zu erleben…

 

Balule Private Game Reserve

Zuerst mieteten wir uns für zwei Tage in einer Lodge, die einem Private Game Reserve liegt, ein („Sausage Tree“ nach dem gleichnamigen Baum). Diese Lodges sind sehr teuer, es sind jedoch immer zwei Safaris täglich und alle Mahlzeiten inbegriffen. Die Safaris finden dann im hauseigenen Landcruiser statt und man fährt querfeldein durch das private Reservat, welches zum sogenannten Greater Krüger gehört. Es ist durch keine Zäune zum eigentlichen Krüger Nationalpark abgegrenzt, gehört aber den Eigentümern der wenigen Lodges. Diese können sogar Tiere einkaufen, die dann aber natürlich auch weglaufen könnten. So gibt es im Balule zum Beispiel kaum Gnus, weil die zahlreichen Löwen die eingekauften Gnus immer sofort wegfraßen, die Gnus in andere Gebiete flohen und man es dann aufgab. Zum Naturschutz wurden auch mal 30 Nashörner gekauft, zwei davon sind noch da.
Die Safari war dann einfach nur atemberaubend. Vorne auf dem Truck saß  immer Tembeh, der Ausschau hielt. Wenn er ein Tier erblickte fuhren wir oft direkt durch den Busch um es gut zu sehen. Tembeh sah einfach alles.

 

Die Löwen haben einen Büffel erlegt. Die Männchen fressen immer zuerst.

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Impalas sieht man wirklich immer und überall.

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Zwei Spitzmaulnashörner (Black Rhino). Sie sind etwas kleiner als die Breitmaulnashörner und sehr selten.

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Ein Großkudu.

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Eine ganze Büffelherde kreuzte unseren Weg. Mit dabei war auch ein süßes Baby.

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Abends ging es nach einem Sundowner noch bis in die Nacht weiter. Morgens ging es so früh los, dass wir den Sonnenaufgang bewundern konnten, der alles in orange-rotes Licht tauchte. Überhaupt änderten sich die Farben ständig.

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Den letzten Morgen regnete es dann die ersten 20 Minuten unserer Safari. Die Tiere interessiert das wenig. Sie freuen sich sogar über die Abkühlung, denn die Tage zuvor wurde es über 43°C heiß.
Wir sahen bis auf den Leopard alle der Big Five (Elefant, Nashorn, Büffel, Leopard, Löwe). Und noch viele weitere Tiere. Wir haben sehr viel erklärt bekommen, auch zur Pflanzenwelt.

 

Ein junger Elefantenbulle wackelt mit seinen Ohren und trötet. Er will uns nur beeindrucken.

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Wir kamen den Tieren ganz nah. Sehr beeindruckend.

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Zwischen den Safaris hatte man Zeit zum Entspannen am Pool und das Essen war grandios. Man musste sich um nichts kümmern. Wir haben das sehr genossen.

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Krüger-Nationalpark

Dann wollten wir aber auch nochmal selber fahren, selber Tiere entdecken. Nach zwei Tagen rundum-sorglos-Paket, fuhren wir für zwei weitere Nächte in den Krüger-Nationalpark mit unserem kleinen Chevrolet. Die Straßen sind entweder geteert oder sandig, aber immer auch ohne 4×4 befahrbar. Sie dürfen niemals verlassen werden. Auch nicht von den professionellen Safari-Trucks. Das heißt, wenn man ein Tier in der Entfernung sieht, bleibt es dabei. Ferngläser sind hier Pflicht. Uns kamen die Tiere aber viel weniger schreckhaft vor als im Balule. Entweder sie sind mehr an Autos gewöhnt oder sie wissen, dass man ihnen nicht folgen kann.

 

Ein Impala-Männchen direkt am Wegesrand.

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Warzenschwein-Baby und Mutter. „Pumba“. Sie sehen nicht gut und kommen sehr nah.

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Bei der self-drive Variante ist man nun selber gefragt und muss Ausschau halten. Das wurde super anstrengend. Aber umso mehr freute man sich, wenn man ein Tier erblickt hatte.

 

Breitmaulnashörner (White Rhino).

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Eine von zahlreichen Giraffen. Sie entdeckt man fast überall.

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Klippspringer, eine Antilopenart. Sie schaffen es aus dem Stand mehrere Meter hoch zu springen.

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Hilfreich war es, wenn schon einige andere Autos irgendwo standen. Hier sahen wir fast alles aus dem Balule nochmal und kriegten unsere Big  Five zusammen. Den Leopard sahen wir gleich dreimal. Wenn auch nur aus weiter Entfernung.

 

Unser leider bestes Leoparden-Foto. Die Tiere sind sehr scheu.

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Zwei Löwen-Männchen. Zusammen mit noch zwei Löwen bilden sie ein Junggesellen-Rudel.

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Ein Elefanten-Baby.

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Zebras sind in etwa genauso häufig wie Giraffen. Sie verwirren Angreifer mit ihren Streifen.

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Ein Wasserbock-Männchen.

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Ein Flusspferd. Abends kommen viele an Land und grasen.

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Die Landschaft ändert sich ständig und ist an sich auch schon traumhaft schön.

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Einmal lief eine Löwin direkt an unserem Auto vorbei. Sehr eindrucksvoll.

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Wasserbock-Baby mit Mutter.

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Ein scheuer Schabrackenschakal in der Morgendämmerung. Ein Paar bleibt sich lebenslang treu.

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Eine Tüpfelhyäne, die ihren schlechten Ruf zu unrecht hat.

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Zum Schluss Johannes absoluter Liebling. Eine Leopardenschildkröte.

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Ingesamt haben wir über 1500 Fotos an den vier Tagen gemacht. Wir haben noch viel mehr gesehen als hier abgebildet. Es ist einfach überwältigend wieviel man sieht und wie groß die Eindrücke sind, die man auf einer Safari sammelt.

 

Noch etwas zum Thema Wilderei…

Wir hoffen, dass man das so noch lange erleben kann. Es ist einzigartig. Wieder der Gedanke: die Tiere gehören nicht in den Zoo. Besonders erschüttert hat uns jedoch, dass immer noch so viel gewildert wird. Im Balule, aber vor allem im Krüger. Elefanten wegen ihrer Stoßzähne, noch mehr Nashörner wegen ihres Hornes. Die Wilderer kommen ganz normal in den Park, finden ein Nashorn, senden die GPS-Daten. Nachts kommen dann andere Wilderer über den Zaun, häufig von Mosambik, und holen sich das Horn. Bei Vollmond sind alle besonders besorgt. In ganz Südafrika werden jedes Jahr 1200 Nashörner wegen ihres Hornes getötet, bei nur noch rund 25.000 Tieren weltweit. Die Spitzmaulnashörner (Black Rhino) sind dabei stärker bedroht als die Breitmaulnashörner (White Rhino). Das Horn wird vor allem im asiatischen Raum (in Vietnam) als Aphrodisiakum verkauft. In 3-7 Jahren soll das Nashorn ausgestorben soll. Zahlreiche Programme versuchen das zu verhindern. Teilweise bewachen Ranger die Nashörner mit einer 1:1 Betreuung. Richard, unser Safari-Guide im Balule, schätzt, dass es in fünf Jahren keine mehr gibt.

 

Westkap – Mossel Bay & Stellenbosch

Die beiden Orte Mossel Bay und Stellenbosch liegen in der Provinz Westkap im südwestlichen Teil Südafrikas. Passend zum Kontrastprogramm unseres bisherigen Roadtrips in Südafrika könnten die beiden Städte kaum unterschiedlicher sein…

 

Mossel Bay

Von Kapstadt ging es mit dem Auto nach Mossel Bay. Nach ca. 400km und 4 Stunden Fahrt kamen wir an. Mossel Bay mit seinen 60 000 Einwohnern liegt in der gleichnamigen schönen Bucht. Unsere AirBnB-Unterkunft, die “Sundowner loft” (eine liebevoll ausgebaute Dachgeschosswohnung von Darryl und Nadja), bot einen tollen Blick auf den Hafen. Vor allem das Frühstück konnte man so richtig genießen.

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Am ersten Abend unternahmen wir einen kleinen Spaziergang entlang der östlichen Küste bis zum Cape Saint Blaze. Auf dem Weg konnten wir zahlreiche Surfer beobachten.

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Landestypisch gönnten wir uns in unserem eigenen kleinen Garten einen südafrikanischen Braai zum Abendessen.

Am nächsten Morgen gingen wir zur Blue Shed Roastery im Ort. Ein rustikales Café mit guter Auswahl und leckerem Kuchen.

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Der Saint Blaze Trail, der am Leuchtturm beginnt und sich westwärts 13km entlang der Küste durch die raue Natur schlängelt, war eine anstrengende, aber mit fantastischen Ausblicken belohnte Wanderung.

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Wir beenden unseren Trek nach ca. 8km am Pinnacle Point Golfclub. Dort gönnten wir uns eine kleine Erfrischung, auch wenn wir uns, verstaubt wie wir waren, zwischen den „feinen“ Golfern fehl am Platz fühlten.

Anschließend verbrachten wir noch ein paar Stunden völlig ungestört am Strand und trauten uns sogar ins kühle Wasser.

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Für den Rückweg riefen wir uns ein Taxi (Tel.: 0829325809, 100 Rand).

Zum Abendessen gab es Fisch und Lamm am Hafen im „Kaai 4“. Lecker!

 

Stellenbosch – Wein soweit das Auge reicht

Stellenbosch, die nach Kapstadt älteste von Europäern besiedelte Stadt, liegt 50km von Cape Town entfernt. Bekannt ist das Gebiet vor allem für seinen Weinanbau. Malerisch schmiegen sich über 120 Weingüter in die leicht hügelige Landschaft. Die großen, alten Gebäude wirken sehr imposant in den riesigen, hübsch angelegten Gärten. Wenn man die Auffahrten, gesäumt von gewaltigen Bäumen, zu den Gütern entlang fährt, spürt man die Tradition, den Reichtum und die Idylle. Das Lebensgefühl scheint sich um die schönen Seiten des Lebens zu drehen.

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Wir wollten es den Kapstädtern gleichtun (die Picknick lieben) und hatten ein Weinpicknick (400 R + Wein) bei Warwick vorgebucht, was sich als Jackpot entpuppte. Mit den kulinarischen Leckerbissen im Korb und einer Flasche Chardonnay machten wir es uns auf großen Kissen unter einem Sonnenschirm auf einer Wiese bequem und genossen den Nachmittag.

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Danach fuhren wir etwas „angeheitert“ weiter zu Delheim und machten dort eine Weinverkostung mit dazu passenden Cupcakes (80 R p.P.).

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Wir fühlten uns richtig wohl hier.
Leckeres Essen und Wein in solch einem Ambiente, das ist unser Ding.

Wir kommen wieder!

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Kapstadt – Das schönste Ende der Welt

Vier Nächte verbrachten wir in dieser 3,7 Millionen Einwohner Stadt. Wolkenkratzer, Blechhütten, protzige Villen, kleine Häuser, Wohnblöcke, alles in einer Stadt. Es dominiert aber der westliche Standard, die Townships inklusive der ärmlichsten Hütten aus Blech und Schrott liegen getrennt von der restlichen Stadt außerhalb.
Wir sind überrascht, wie sehr uns alles an Europa erinnert. Hier ist gerade Sommer und das spürt man. Es hat etwas von Mittelmeer wie an der Waterfront die Familien mit Kinderwagen in den Cafés frühstücken, die Rentner die Promenade entlang schlendern und die Pärchen verliebt auf den Bänken sitzen. Alles „Weiße“. Nur die Souvenir-Shops mit den Bongos, Zebrafellen und Safari-Schnitzereien erinnern daran, dass wir in Südafrika sind.

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Kaap De Goede Hoop

Ein Ausflug mit unserem Mietwagen zum Kap der guten Hoffnung hat uns dann aber doch sehr schnell verdeutlicht am ganz anderen Ende der Welt zu sein. Die sehr rauhe, türkise See klatscht an die rötlichen Felsen mit einer Ausdauer, die einem nur die unbändige Kraft der Natur nahe bringen kann. Es gibt das Cape of good Hope und Cape Point, wo der alte Leuchtturm steht zu dem man hinauf wandern kann. Die Aussicht ist traumhaft. Kaum vorzustellen, dass hier so viele Seefahrer ihre Leben ließen. Jetzt sind es hochsommerliche Temperaturen, klare Sicht, die Sonne scheint, der erste Sonnenbrand lässt grüßen.

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Boulders Piguin-Kolonie

Ebenso typisch für das Kap sind seine Brillenpinguine. Die süßen kleinen Tierchen hocken bei 30°C in der Sonne auf Steinen am Boulders Beach (Simon’s Town) und kühlen sich zwischendurch im kalten Meer ab. Man kann ihnen ganz nahe kommen in freier Natur, man kann sogar mit ihnen schwimmen. Es ist sehr beeindruckend Tiere, die man nur aus dem Zoo kennt, in ihrer natürlichen Umgebung in freier Wildbahn zu sehen.

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Die Westküste

Kapstadt hat mehrere Vororte, die wundershön an der Küste liegen. Camp’s Bay zum Beispiel hat einen vorzeigbaren weißen Strand mit Blick auf die Twelve Apostel’s, eine berühmte Bergkette. Das klare, türkis-blaue Wasser ist uns aber mit 17°C zu kalt, die kühle Brise tut in der Hitze aber gut. Hier ist alles sehr schick und passt noch weniger in unser Bild von Südafrika.

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In der Hout Bay wartet der nächste Strand. Wunderschön, aber kalt. Wir besuchten hier einen Kunst- und Handwerkermarkt (Bay Harbour Market). Kein Ramsch, sondern richtig schöne Sachen zu europäischen Preisen konnte man hier kaufen. Alles bunt, künstlerisch und schön. Wir haben Gemsbok (eine Antilopen-Art) gegessen, sehr lecker. Außerdem kamen wir mit Kapstädtern ins Gespräch und freuten uns, dass dies noch ein Geheimtipp zu sein scheint.

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Der Chapman’s Peak Drive ist eine Küstenstraße von Hout Bay nach Noordhoek, die uns wunderschöne Ausblicke bescherte. Eine solche Landschaft haben wir bisher noch nicht gesehen.

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Kirstenbosch

Ein weiteres Highlight stellte der botanische Garten Kirstenbosch dar. Schon in Deutschland kauften wir ein Ticket für das Summer Sunset Concert, die Cape Town Philharmonie. Der Garten an sich ist riesig und wunderschön. Wie in Jurassic Park schmiegt sich der Tafelberg an die Wiesen, Bäume, Sträucher und Beete. Wir haben noch nie eine so schöne Anlage gesehen. Kirstenbosch ist der erste botanische Garten, der zum Unesco Weltkulturerbe erklärt wurde.

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Das Konzert war dann auch richtig schön. Die Kapstädter lieben es zu picknicken. Und so saßen wir mit hunderten an einem Hang auf einer Wiese, viele mit Decke, Stühlen, Wein, Käse, Brot, Sandwiches, Sekt. Das Flair war einzigartig. Die Musik auch.

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Skydiving

Der Höhpunkt für den Adrenalin-Spiegel war mit Sicherheit unser Fallschirmsprung. Nur 40km nördlich von Kapstadt (bei Skydive Cape Town, ca. 120€) ging es von ca. 3000m Höhe in die Tiefe. Etwas Vergleichbares gibt es nicht. Mit der Aussicht von Kapstadt inklusive Tafelberg und dem Meer stürzten wir uns nacheinander in den Abgrund, 30 sec freier Fall und dann gleiteten wir mit  geöffnetem Fallschirm dem Boden näher. Wir sind einer Meinung: das machen wir irgendwann nochmal!

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Der Weg zum Hangar hatte übrigens auch sehr schöne Ausblicke…

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Table Mountain

Und weil wir noch nicht genug Höhenmeter gemacht hatten, sind wir dann noch den Tafelberg rauf, zu Fuß natürlich. Wir sind seit dem Rinjani in Indonesien ja Profis. 600 Höhenmeter waren zu überwinden, zum Sonnenuntergang wollten wir oben sein. Wir haben dann etwas über eine Stunde gebraucht und waren stolz so fix oben zu sein.

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Völlig verschwitzt mischten wir uns dann unter die anderen Touristen, die mit der Seilbahn hochgefahren sind. Seltsames Gefühl. Der Ausblick war dann wunderschön. Kapstadt, das Meer, die Berge, die Vororte, die Küste, … auf der flachen Ebene kann man umherlaufen und bekommt viele unterschiedliche Panoramen zu Gesicht. Der Sonnenuntergang setzte der Romantik nochmal einen drauf.

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„Etwas mit eigenen Augen gesehen zu haben ist mehr wert, als mit eigenen Ohren davon gehört zu haben“

Kapstadt hat uns überrascht, obwohl man schon so viel darüber gehört hat. Mal wieder ist alles anders. Hier prallen Welten aufeinander: die Ozeane, die Palmen und die Eichen, die Schwarzen und die Weißen, die Strände und die Berge, der prunkvolle Reichtum auf die Armut.

Wir haben ein neues Ziel für unseren zukünftigen Wohnort auf unserer immer länger werdenden Liste. Hoffentlich kommen wir irgendwann wieder hierher.

 

 

Unsere Reiseroute durch Indonesien

Insgesamt knapp 2 Monate sind wir unterwegs gewesen und haben uns vorher sehr lange mit einer geeigneten Reiseroute durch Indonesien beschäftigt. Und das hier ist das Ergebnis nach unserer Reise. Wir haben einiges vorher gebucht, aber auch Freiraum für spontane Buchungen gelassen. Teilweise fehlten uns nur die Unterkünfte, aber wir haben auch ganze Abschnitte inkl Flüge erst während unserer Reise gebucht. Dieser Mix hat für uns sehr gut gepasst.

Als Reiseführer diente uns der Stefan Lose von Indonesien, sowie Recherchen im Internet. Siehe auch hier für mehr Infos zu unserer Vorbereitung.

Die Highlights für uns waren die Orang Utans auf Sumatra, Bali, der Rinjani-Trek, die Bootstour vor Flores und Bangka in Sulawesi. Aber auch alle anderen Ziele wollen wir nicht missen.

Als Inspiration, als Anhaltspunkt bezüglich Preise, als eine mögliche Option für eure Reise – hier unsere Reiseroute durch Indonesien!

 

Anreise

FLUG

16.08. 15:25 Düsseldorf – Dubai – Kuala Lumpur 17.08., 15:05 (Emirates, 578€ Hin&Rück)

FLUG

17.08. 20:55, Kuala Lumpur – Medan 20:55 (airasia, 65€)

 

 

Sumatra

4 Nächte Bukit Lawang – Junia Guesthouse (100.000IDR/ Nacht)

  • Nachts ankommen (Abholung durch Unterkunft)
  • 1 Tag Dorf anschauen/im Fluss baden
  • 2 Tage/ 1 Nacht Dschungel-Trek mit frei lebenden Orang Utans (70€ pP)

 

Bukit Lawang – auf den Spuren der Orang Utans

 

Bukit Lawang – Toba-See, mit Minibus vor Ort gebucht

 

3 Nächte Toba-See (TukTuk) – Tabo Cottages (350.000IDR/ Nacht)

  • Roller mieten und die Insel entdecken

 

Kurzurlaub am Lake Toba auf unserer Reise

 

Toba-See – Flughafen, 1 Nacht am Flughafen übernachtet

 

FLUG

25.08. 6:15, Medan – Yogyakarta 9:00 (airasia 75,5€)

 

 

Java

2 Nächte Yogyakarta – Gallery Prawirotaman (37,25€/ Nacht)

  • Kultur: Borobudur & Prambranan (Tempel)
  • Yogya anschauen (Kraton, Märkte)
  • Essensstände & Restaurants

Trip: Karimunjawa 4 Nächte (27.08.-31.08., 90€ pP)

  • inkl. Transport
  • Robinson Crusoe Feeling allein an paradiesischen Stränden, Schnorcheln, Bootsausflüge

 

Karimunjawa – Java’s Paradies

 

2 Nächte Yogyakarta – Gallery Prawirotaman (34€/ Nacht)

  • Sightseeing, Essensstände & Restaurants

 

Essen und Kultur in Yogyakarta

 

FLUG

02.09. 08:35, Yogyakarta – Denpasar 10:45 (airasia, 40€)

 

 

Bali

4 Nächte Ubud – Sunrise Villa Bali (51€/ Nacht)

  • Reisfelder, Tempel, Monkey-Forest, durch Ubud schlendern, Kochkurs, Yoga
  • Tagesausflüge mit Roller in die Umgebung (Gunung Batur, Jatiluwih, Tanah Lot, …)

 

Indonesiens verzauberte Insel Bali

Tempel, Reisterrassen, Vulkane & Landleben rund um Ubud

 

FÄHRE
06.09. früh inkl. Pick-up 250.000IDR pP. + Taxi 350.000 vom Hafen nach Kuta (Lombok)

 

 

Lombok

5 Nächte Areguling nahe Kuta – Kuta Owa Lodge (48€/ Nacht)

  • Surfen, Roller mieten, Strände in der Umgebung entdecken, Sonnenuntergänge genießen

 

3 Nächte Rinjani-Trekking (Green Rinjani, 176€ pP inkl Pick-up & 1 Nacht in Senaru)

  • 12.09.-14.09. klettern und eines DER Highlights unserer Reise erleben
  • inkl Pick-up & 1 Nacht in Senaru, inkl drop off und Fähre nach Gili Meno

 

Gunung Rinjani – Vulkantrekking auf 3726m

 

3 Nächte Gili Meno – Meno Dream Resort (45€/ Nacht)

  • Ausruhen, Strand, mit Schildkröten um die Wette Schnorcheln

 

3 Nächte Gili T – airbnb Rumah Cahaya (54€/ Nacht)

  • Strand, Essen, Schnorcheln, Relaxen
  • Fähre zurück zum Festland Lombok durch Unterkunft gebucht

 

FLUG

20.09. ca. 17:00, Lombok – Denpasar (16€, WingsAir)

STOPOVER Bali 1 Nacht Denpasar – Best Western Kuta Villa (23€)

 

FLUG

21.09. 6:50, Denpasar – Labuan Bajo 8:25 (Garuda, 174€ Hin&Rück)

 

 

Flores & Komodo

2 Nächte Bootstrip mit Flores XP (3.350.000 IDR pP)

  • Bootstour im Komodo-Nationalpark, Tauchen (25€/ Tauchgang)
  • Komodo-Warane, Traumstrände, die Freiheit genießen, die Farbenvielfalt des Wassers bestaunen
  • inkl Pick-up am airport

 

3 Tage mit dem Boot vor Flores & Komodo

 

1 Nacht Golo Hilltop Hotel (450.000 IDR)

 

FLUG

24.09. 11:20, Labuan Bajo – Denpasar 12:50 (Garuda, 174€ Hin&Rück)

 

 

Bali

3 Nächte Legian – Magani Hotel (1.200.000 IDR/ Nacht)

  • vor Ort ausgehandelt, Deluxe-Room, dieses hammer Hotel genießen
  • Surfen, Waterbom-Park (sehr witzig und touristisch)
  • mit Roller Bali’s Süden erkunden (Uluwatu, Single Fin)

 

FLUG

27.09. 12:20, Denpasar – Manado 14:55 (Garuda, 93€)

 

 

Nord-Sulawesi

5 Nächte Bangka – CoralEye (55€/ Nacht)

  • Ausruhen, Schnorcheln & Tauchen, privater Traum-Strand
  • Preis inklusive Essen, Unterkunft hat Transport organisiert

 

Bangka – Relaxen im Coral Eye

 

3 Nächte Bunaken – Two Fish Divers

  • Mit dem „Advanced Open Water Diver Kurs“ richtig gute Taucher werden
  • Unterkunft hat Transport organisiert

 

1 Nacht Manado – Hotel Gran Central (ca. 20€)

  • Umgebung anschauen, eher nicht so spannend, Zwischenstopp

 

FLUG

06.10. , 6:15 Manado – Jakarta – Kuala Lumpur 14:40 (LionAir, 138€)

 

 

Kuala Lumpur

2 Nächte AirBnB „Exklusive Stay #7 At Regalia KL“ (50€/ Nacht)

  • Stadt entdecken mit den Öffentlichen
  • „Food Tour Malaysia“ (160 RM)

 

FLUG

08.10. 9:50 Kuala Lumpur – Dubai 13:00 (Emirates, 578€ Hin&Rück)

 

 

Dubai

1 Nacht AirBnB „Ensuite bedroom in Sheikh Zayed Rd“ (108€)

  • Burj Khalifa, Shopping Mall
  • Dubai ist so gar nicht unser Fall (heiß, künstlich, unnötig), wir werden nicht wiederkommen

 

FLUG

09.10. 8:30 Dubai – Düsseldorf 13:25 (Emirates, 578€ Hin&Rück)

 

Übersicht

Und damit ihr grob wisst, wo was liegt, haben wir hier für euch eine Karte erstellt:

 

 

Wir haben im Dschungel, am Strand und auf einem Vulkan übernachtet – 13mal sind wir mit dem Flugzeug abgehoben – es begnetete uns das Christentum, der Islam, der Hinduismus und der Buddhismus – wir bereisten 15 indonesische Inseln

Und haben unendlich viele Eindrücke in diesem fantastischem Land gesammelt!

 

Noch mehr Infos findet ihr bei meinen Tipps zu Bali, insbesondere Canggu, wo ich im Sommer 2017 ganze 3 Monate gelebt habe!